Saarbrücken

Arbeitslosigkeit in Rheinland-Pfalz leicht gestiegen

Im letzten Monat des Jahres bleibt die Zahl der Arbeitslosen im Bundesland zwar unter 100.000. Insgesamt steigt die Quote aber leicht. Sorgen bereiten Experten besonders Menschen, die ein Jahr und länger erwerbslos sind.

Von dpa/lrs
Arbeitsmarkt
Ein Schild steht vor einem Standort der Agentur für Arbeit.
Foto: dpa

Saarbrücken (dpa/lrs) – In Rheinland-Pfalz ist die Arbeitslosigkeit im Dezember leicht gestiegen. Nach Angaben der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit in Saarbrücken waren 98.500 Frauen und Männer arbeitslos, das waren 900 Menschen oder 0,9 Prozent mehr als einen Monat zuvor. Stichtag der Erhebung für die Arbeitsmarktdaten war der 13. Dezember.

„Mit Blick auf die Dezembermonate der Vorjahre ist dieser Anstieg gering“, teilte Heidrun Schulz, die Chefin der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland der Bundesagentur für Arbeit, am Dienstag in Saarbrücken mit. „Im Durchschnitt der letzten zehn Jahre stieg die Arbeitslosigkeit im Dezember um rund 2500 Personen.“

Die Arbeitslosenquote im Dezember lag in Rheinland-Pfalz bei 4,4 Prozent. Im November betrug sie 4,3 Prozent und vor einem Jahr 5,1 Prozent. Im letzten Monat des Jahres meldeten Betriebe 8500 offene Stellen – dies waren 900 Stellen oder 12,4 Prozent mehr als im November.

Zudem zeigten viele Unternehmen im Bundesland Kurzarbeit an. „Insbesondere der Hotel- und Gastronomiebereich, der Einzelhandel und Friseursalons reichten Anzeigen ein“, sagte Schulz.

Als Rückblick auf das vergangene Jahr bilanzierte sie, der rheinland-pfälzische Arbeitsmarkt habe sich 2021 trotz Pandemie grundsätzlich robust gezeigt. „Die Arbeitslosigkeit konnte abgebaut werden. Insbesondere jüngere Menschen konnten hiervon deutlich profitieren.“

Allerdings sei bei Menschen, die ein Jahr und länger erwerbslos seien, die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahresschnitt um 26,5 Prozent gestiegen. „Gemeinsam mit allen Arbeitsmarktakteuren müssen wir Wege finden, diesen Menschen eine Chance zu geben“ meinte Schulz.

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