Archivierter Artikel vom 21.04.2021, 16:40 Uhr
Eisenberg

AOK: Krankenstand im Saarland etwas höher als 2019

Im Corona-Jahr 2020 waren im Saarland etwas mehr AOK-Versicherte krank als im Jahr zuvor. Das geht aus dem aktuellen Gesundheitsbericht der Kasse hervor. Demnach lag der Krankenstand im vergangenen Jahr bei 6,2 Prozent. Im Jahr 2019 waren es noch 6,1 Prozent.

Von dpa/lrs

Bundesweit lag der Krankenstand im vergangenen Jahr bei 5,4 Prozent. Eine Arbeitsunfähigkeit dauerte den Angaben zufolge im Saarland im Durchschnitt 15,7 Tage je Fall. Die meisten Fehltage verursachten Muskel- beziehungsweise Skeletterkrankungen wie etwa Rückenschmerzen mit 21,2 Prozent, gefolgt von psychischen Erkrankungen (12,8 Prozent), Atemwegserkrankungen (11,2 Prozent) und Verletzungen (9,3 Prozent).

„Wir gehen davon aus, dass viele Beschäftigte aus Angst vor Ansteckung auf einen Arztbesuch verzichtet haben“, teilte AOK-Vorstandsvorsitzende Martina Niemeyer mit. Gleichzeitig deute die gestiegene Dauer der Krankschreibungen darauf hin, dass die Erkrankten in der Pandemie-Situation stärker belastet gewesen seien.

Die AOK Rheinland-Pfalz/Saarland ist nach eigenen Angaben der größte Krankenversicherer in der Region Rheinland-Pfalz/Saarland und betreut insgesamt 1,2 Millionen Versicherte.

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