Archivierter Artikel vom 09.04.2020, 10:30 Uhr
Mainz

11,5 Millionen Euro an Zuschüssen in Corona-Krise ausgezahlt

Unternehmen in Rheinland-Pfalz haben bislang 11,5 Millionen Euro an Zuschüssen in der Corona-Krise erhalten. Seit Ende März seien rund 60 000 Anträge eingegangen, sagte am Donnerstag eine Sprecherin der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB). „Wir arbeiten mit Hochdruck, zum Teil auch am langen Osterwochenende.“ Die Zeitdauer für die Bearbeitung der Anträge sei unterschiedlich. Einige Anträge würden nicht vollständig eingereicht, so dass Nachfragen erforderlich seien.

dpa/lrsLesezeit: 1 Minuten
Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz
Das Gebäude der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) in Mainz.
Foto: picture alliance / dpa/Archivbild

Der rheinland-pfälzische CDU-Generalsekretär Gerd Schreiner kritisierte die schleppende Antragsbearbeitung des Landes bei der Gewährung von Soforthilfen. Bei vielen Unternehmen herrsche große Unsicherheit, weil sie keine Eingangsbestätigung erhalten hätten, geschweige denn eine Zusage oder eine Absage für die Finanzhilfen, sagte Schreiner. Anders als etwa in Nordrhein-Westfalen mit einem schnell auszufüllenden Online-Formular müsse in Rheinland-Pfalz erst ein PDF-Formular heruntergeladen werden. Die ISB-Sprecherin erklärte dazu, es sei um eine schnelle Umsetzung gegangen, um schon am 29. März die Antragstellung zu ermöglichen. Dies sei mit der PDF-Lösung gut möglich gewesen.

Solo-Selbstständige, Freiberufler und Unternehmen mit bis zu fünf Vollzeitstellen können über das Bundesprogramm bis zu 9000 Euro erhalten, um ihren akuten Liquiditätsbedarf für drei Monate abzudecken. Unternehmen mit fünf bis zehn Beschäftigten können bis zu 15 000 Euro erhalten. Für Unternehmen mit 10 bis 30 Arbeitsplätzen hat das Land den ergänzenden „Zukunftsfonds Starke Wirtschaft Rheinland-Pfalz“ eingerichtet, dessen Sofortdarlehen über die Hausbanken beantragt werden können. Die ISB ist auch die zentrale Anlaufstelle für Kreditbürgschaften des Landes – dazu wenden sich die Unternehmen zunächst an ihre Hausbank.