Archivierter Artikel vom 16.05.2022, 12:41 Uhr
Trier

Wenig Zeit zum Verschnaufen – Die Wochenendlage der Polizeiinspektion Trier

Das sommerliche Wetter am vergangenen Wochenende brachte es mit sich, dass wieder viele Menschen den Weg ins Freie suchten und weitestgehend unter Normalbedingungen ihren Aktivitäten und Planungen nachgehen konnten.

Von Polizeidirektion Trier (ots)
Symbolbild
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Foto: dpa


Für die Mitarbeitenden der Polizeiinspektion Trier bedeutete dies, dass insgesamt knapp 140 Einsätze zwischen Freitagabend und Montagmorgen anfielen, die die komplette Bandbreite des polizeilichen Aufgabengebietes abdeckten.
So wurden 57 Strafanzeigen erfasst, 22 Unfallgeschehen teils mit Personenschaden registriert und eine Vielzahl an sogenannten sonstigen Vorgängen abgearbeitet, die abseits sanktioniertem Fehlverhaltens gefahrenabwehrende polizeiliche Maßnahmen erforderten.
Auszugsweise werden nachfolgende Einsätze näher beleuchtet:

In den Abendstunden des Freitag, 13. Mai, 2022 erhielten die Beamten die Mitteilung über den bereits zweiten Einsatz der Feuerwehr innerhalb weniger Stunden in dem Garten eines Wohnhauses in einer Ortschaft an der Sauer. Dort hatte ein Nachbar sich wiederholt besorgt über eine Rauchentwicklung im Garten des Nachbargrundstückes gezeigt. Nachdem die Feuerwehr auch bei ihrem zweiten Einsatz lediglich ein kleines kontrolliertes Feuer in einer dafür vorgesehenen Schale feststellen konnte, ergaben die weiteren Ermittlungen, dass die beiden Nachbarn offenbar schon länger im Streit miteinander liegen und der meldende Nachbar seinem Kontrahenten mutmaßlich Ärger bereiten wollte. Aufgrund der Erkenntnisse wurde ein Verfahren wegen Missbrauchs von Notrufen eingeleitet, sodass die Angelegenheit auch ein Fall für die Staatsanwaltschaft werden wird. Darüber hinaus wird sich der Mitteiler mit den Kosten für den Feuerwehreinsatz auseinandersetzen müssen.

Zurück im Stadtgebiet Trier beklagte zu späterer Stunde ein junger Gast eines Clubs auf der westlichen Moselseite den Diebstahl seines Smartphones aus seiner Hosentasche. Wie sich vor Ort herausstellte, hatten mehrere junge Erwachsene zuvor ihr Opfer unter Androhung von Gewalt zur Herausgabe des Handys genötigt und später die Herausgabe des Gerätes gegen einen monetären Obolus in Aussicht gestellt. Die Personalien der Verfahrensbeteiligten konnten festgestellt werden, sie erwartet nun u.a. ein Verfahren wegen räuberischer Erpressung, welche kriminalpolizeiliche Ermittlungen zur Folge hat und zu empfindlichen Sanktionen bis hin zur Freiheitsstrafe führen könnte.

Besonders dreist verhielten sich die unbekannten Täter am frühen Samstagmorgen in der Fleischstraße, als sie einen Blumenkübel dazu nutzten, das Schaufenster eines Mobilfunkgeschäftes einzuwerfen und hochpreisige Smartphones in zweistelliger Anzahl zu stehlen. Trotz sofort eingeleiteter Fahndung schafften es die Diebe zunächst, unerkannt zu entkommen. Auch hier hat die Kripo Trier die Ermittlungen übernommen.

Wie der Wache der PI Trier dann am Samstagmittag gemeldet wurde, hatten eine oder mehrere unbekannte Personen im Kürenzer Burgunderviertel ein dort geparktes amerikanisches Musclecar in der Art beschädigt, dass sie alle vier Reifen plattstachen und die Winschutzscheibe einwarfen sowie den Lack großflächig zerkratzten. Der Bereich um den Abstellplatz des Fahrzeuges ist momentan nicht bewohnt, es fehlen bis dato konkrete Hinweise, die eine Aufklärung der Tat ermöglichen würden.

Zwar noch ein intaktes Auto, aber nunmehr keinen Führerschein hat ein 47jähriger Mann aus dem Landkreis Trier-Saarburg, nachdem er sich mit über 2,2 Promille am frühen Sonntagmorgen hinters Steuer gesetzt hatte. Dank einer aufmerksamen Verkehrsteilnehmerin konnte die Fahrt des Mannes im Bereich Ralingen gestoppt werden. Sein Fahrzeug soll zuvor mit starken Schlangenlinien und nicht schneller als 30 km/h geführt worden sein.

Ein recht makabrer Fall wurde der Polizei Trier am Sonntagmittag zugetragen. So soll sich gegen 12.00 Uhr ein vermeintlicher Reiseführer einer etwa zehnköpfigen Gruppe vor der Porta Nigra für die Dauer von etwa zehn Minuten in der Pose des Hitlergrußes ablichten gelassen haben.
Besonders dieser Fall, aber auch die zuvor dargestellten, dürften womöglich von weiteren Zeugen beobachtet worden sein.
Die Polizeiinspektion Trier bittet daher Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, sich mit der Wache unter 0651-9779/5210 in Verbindung zu setzen.

Rückfragen bitte an:

Polizeiinspektion Trier
christian.schmidt@polizei.rlp.de

Telefon: 0651-9779-0
www.polizei.rlp.de/pd.trier

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