Archivierter Artikel vom 18.02.2021, 11:10 Uhr
Daun

Verkehrsunfallstatistik 2020 der Polizeiinspektion Daun/Polizeiwache Gerolstein

Verkehrsunfallstatistik 2020 Der Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion (PI) Daun umfasst die Verbandsgemeinden Daun, Gerolstein und Kelberg.

Von Polizeidirektion Wittlich (ots)
Symbolbild
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Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Die ebenfalls zum Vulkaneifelkreis gehörende Verbandsgemeinde Obere Kyll wird von der Polizeiinspektion Prüm betreut.

Im Bereich der PI Daun ereigneten sich 2020, 2215 Unfälle, 293 Unfälle weniger als im Jahr 2019 (2508 VU). Insgesamt sank die Zahl der Verkehrsunfälle mit Personenschäden von 217 im Jahr 2019 auf 204 im Jahr 2020.

Ursache hierfür könnten die der Pandemie geschuldeten geringeren Anzahl von Fahrten durch Homeoffice/Urlaub sein.
Die Zahl der Getöteten fiel auf 2 Personen (2019/4), die Zahl der VU mit Schwerverletzten fiel auf 59, (2019/62) und die Zahl der VU mit Leichtverletzten fiel auf 143, (2019/151).

Bei den 2 Getöteten handelt es sich um 2 Motorradfahrer.

Der Motorradfahrer geriet mit seinem Vorderrad auf die regennasse Mittelleitlinie und stürzte. Anschließend rutschte er mit seinem Krad gegen Stützen der Schutzplanke.
Ein weiterer Motorradfahrer kam am Ende einer leichten Linkskurve nach rechts von der Fahrbahn ab und geriet auf die Leitplanke. Er stürzte von der Leitplanke eine Böschung hinab.

Häufigste Unfallursachen

Bei den Verkehrsunfällen mit Personenschäden ist die nicht angepasste oder überhöhte Geschwindigkeit – überwiegend außerorts- mit 33% die häufigste Unfallursache gefolgt von Vorfahrt/Vorrang mit 13% und dem Abstand mit 12,7%.
Die häufigste Unfallursache bei den Verkehrsunfällen mit Sachschäden sind die Fehler beim Abbiegen/Wenden/Rückwärtsfahren mit 23%, die nicht angepasste oder überhöhte Geschwindigkeit bei 8% und der Abstand bei 6%.

Die Unfallursache Alkohol ist mit 16 VU gegenüber 2019 mit 29 VU gesunken. Es wurden 1 Person schwer- und 2 Personen leicht verletzt. Die Beteiligung an der Gesamtunfallzahl beträgt 0,7%.

Die Unfallursache Fahren unter Drogeneinfluss ist mit 4 VU zu verzeichnen,wobei 1 Person leicht verletzt wurde.
Bei Unfällen unter Medikamenteneinfluss ist kein Unfall zu verzeichnen.

Kinder

Kinder stellen im Straßenverkehr das schwächste Glied dar, deshalb berührt es viele Menschen, wenn sie zu Schaden kommen.
Die Zahl der Verkehrsunfälle mit Kinderbeteiligung ist gegenüber dem Vorjahr (2019/8 VU) wieder auf 12 VU gestiegen. Bei diesen Unfällen wurde kein Kind getötet, 3 Kinder wurden schwer verletzt und 11 Kinder wurden leicht verletzt.
2020 gab es keinen Schulwegunfall.
Durch gezielte Fahrzeugkontrollen vor Kindertagesstätten und Schulen wird versucht auf das richtige Verhalten im Straßenverkehr hinzuwirken. Weiterhin muss auf diese Risikogruppe mehr Aufmerksamkeit gerichtet werden, da auch wieder 7 Kinder als Mitfahrer verletzt wurden.

Zahl der Verkehrsunfälle mit jungen Autofahrern und Autofahrerinnen (18 -24 Jahren) gesunken

Die Gruppe der jungen Fahrer und Fahrerinnen stellt immer noch die Risikogruppe Nr. 1 dar. Erfreulicherweise sind die Unfallzahlen von 557 VU im Jahre 2019 auf 475 VU (-82 VU) gesunken. Der Anteil an der Gesamtunfallzahl der VU liegt bei 21%.

Bei den Unfällen mit Personenschäden wurden insgesamt 58 Personen verletzt. 12 Personen wurden schwer verletzt und 46 Personen wurden leicht verletzt.
Von den 475 Unfällen wurden 373 VU von dieser Altersgruppe verursacht (78%). Mangelnde Erfahrungen gepaart mit hoher Risikobereitschaft tragen zum hohen Anteil am Unfallgeschehen bei.
Die Erfahrungen aus dem begleitenden Fahren wirken sich positiv auf das Unfallgeschehen und die allgemeine Teilnahme am Straßenverkehr aus, hier gab es lediglich 1 Unfall (Wild-Unfall).
Diese Risikogruppe wird zu einer verkehrssicheren Teilnahme am Straßenverkehr angehalten durch Vorträge zum Thema „Alkohol und Drogen im Straßenverkehr“ und Verkehrssicherheitstage, die an der Berufsschule Gerolstein und jährlich an den Gymnasien in Daun durchgeführt werden.
Wegen Einschränkungen/Schulschließungen während der Corona-Pandemie konnten diese Präventionsmaßnahmen nur sehr eingeschränkt durchgeführt werden.

Zahl der Verkehrsunfälle mit Senioren gehen zurück (Verkehrsteilnehmer ab 65 Jahren)

Autofahren bedeutet für jeden mobil und unabhängig zu sein. Dies gilt insbesondere für Senioren, da sie vor allem in ländlichen Gebieten auf das Auto angewiesen sind. Denn nur wer mobil ist, kann weiter Kontakte pflegen, sich selbst versorgen und auf Reisen gehen. Leider passieren bei solchen Fahrten auch Verkehrsunfälle.
Die Zahl der Verkehrsunfälle mit Senioren ab 65 Jahren ist erfreulicherweise von 421 VU in 2019, auf 389 Verkehrsunfälle gesunken. Der Anteil an der Gesamtunfallzahl der VU liegt bei 17%.
Bei den Verkehrsunfällen der Senioren mit Personenschäden ab 65 Jahren wurden insgesamt 15 Personen schwer verletzt und 24 Personen leicht verletzt.
Die Hauptunfallursache ist immer noch „Fehler beim Wenden und Rückwärtsfahren“ mit 79 VU (20%).
In Zusammenarbeit mit der Verkehrswacht Vulkaneifel und der Polizei werden sogenannte „Verkehrssicherheitstage für Senioren“ durchgeführt. Bei diesen Veranstaltungen soll das Wissen aufgefrischt und Neuregelungen im Straßenverkehr wieder nähergebracht werden.
Leider konnten im Jahr 2020 wegen der Corona-Einschränkungen keine Veranstaltungen durchgeführt werden.

Anzahl der Motorradunfälle wieder gestiegen

Gerade im Frühjahr und in den Sommermonaten erfährt das Fahren mit dem motorisierten Zweirad eine immer größere Beliebtheit. Das bei diesen Unfällen meist größere Personenschäden davongetragen werden, liegt in der Natur der Sache, trübt aber auch die Freude am Fahren.
Die Zahl der Verkehrsunfälle unter Beteiligung von „Zweiradfahrern“ (mit amtlichen Kennzeichen/Versicherungskennzeichen) ist im Jahr 2020 auf 59 VU gestiegen, im Jahre 2019 waren es noch 53 VU.
Zwei Kradfahrer wurden getötet, 18 Personen wurden schwer verletzt und 28 Personen wurden leicht verletzt.
Die Hauptunfallursache ist, mit 15 VU, die meist überhöhte Geschwindigkeit gepaart mit Unerfahrenheit auf den meist hoch motorisierten Maschinen.
Den größten Anteil bei den Zweiradfahrern stellt die Gruppe der Motorräder mit 51 VU und insgesamt 44 Verletzten.

Sonstige

Die Unfälle unter fahrzeugspezifischer Beteiligung wie z.B. LKW oder Fußgängern und die dabei entstandenen Personenschäden sind, sowohl im Vorjahresvergleich als auch in der Langzeitentwicklung, gleichgeblieben und werden in der Jahresstatistik als nicht auffällig betrachtet.

Rückfragen bitte an:

Polizeiinspektion Daun

Telefon: 06592-96260
www.polizei.rlp.de/pi.daun

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