Weitersburg

Schockanrufe durch falsche Polizeibeamte

Am Montag, 01.08.2022 kam es im Verlaufe des Vormittages im Bereich Weitersburg erneut zu mehreren sog.

Von Polizeidirektion Koblenz (ots)
Symbolbild
Die Polizei sucht nach einer vermissten jungen Frau aus Wiebelsheim.
Foto: Monika Skolimowska/dpa

„Schockanrufen“, bei denen falsche Polizeibeamten bei – überwiegend älteren Mitbürgern – angerufen haben.
Die Anrufer gaben an, dass ein naher Angehöriger der Angerufenen einen „schweren Unfall“ verursacht habe und nun zur Abwehr einer Haftstraße eine Kaution von mehreren 10.000 EUR hinterlegt werden müsse. Der Betrag würde von einem Polizeibeamten in zivil abgeholt werden.

Einer der Angerufenen schenkte dem ganzen offensichtlich Glauben und hatte schon einen Betrag von 35.000 EUR von seinem Bankkonto abgehoben und zur Übergabe an den Kurier zu Hause bereitgestellt.
Die Übergabe konnte durch das rasche Einschreiten der „richtigen Polizei“ unterbunden und somit Schlimmeres verhindert werden.

In diesem Zusammenhang weist die Polizei aus Bendorf nochmals daraufhin:

Die Polizei ruft sie nicht an und ...

... fordert Geld von Ihnen!

... erkundigt sich über Ihr Vermögen!

... möchte Ihr Vermögen sicherstellen!

Die Polizei kommt nicht zu Ihnen nach Hause, um Ihr Vermögen mitzunehmen!

Schützen Sie sich vor der Betrugsmasche

„falscher Polizeibeamte“

Was ist der „falsche Polizeibeamte“?
Bei dieser Betrugsmache geben sich Betrügerinnen oder Betrüger am Telefon als Polizistinnen
oder Polizisten aus und fragen unter verschiedenen Vorwänden die Opfer über ihre
finanziellen Verhältnisse aus. Sie verlangen von den Opfern ihr Geld oder ihre Wertsachen an
die „Polizei“ zu übergeben.
Weiter behaupten sie, eine Polizistin oder ein Polizist würde, meist in Zivilkleidung, vorbeikommen
und das Geld oder die Wertsachen abholen.
Die Täter üben dabei einen massiven Druck aus und wirken einschüchternd, wodurch die
Opfer schwer einen klaren Kopf bewahren können und so dazu gebracht werden, den Anweisungen
der Täter zu folgen.
Außerdem behaupten die Täter, es sei wichtig niemanden von dem Anruf zu erzählen, um die
Ermittlungen nicht zu gefährden.
Zudem geben die Täter meist die Anweisung das Telefonat nicht zu beenden. So bleiben die
Täter durchgehend in der Leitung und wissen dadurch über jeden Schritt der Opfer Bescheid.

Tipps:

– geben Sie keine Details über Ihr Vermögen preis
– lassen Sie sich nicht unter Druck setzen – legen Sie auf!
– lassen Sie keine Unbekannten in Ihre Wohnung
– fordern Sie von angeblichen Amtspersonen einen Dienstausweis
– übergeben Sie niemals Geld an Unbekannte
– halten Sie Rücksprache mit Personen aus Ihrem persönlichen
Umfeld
– nehmen Sie Warnungen von Bankangestellten ernst
– kontaktieren Sie die Notrufnummer 110 und fragen Sie nach, ob es
diese Polizistin

oder diesen Polizisten wirklich gibt

Rückfragen bitte an:

Polizeidirektion Koblenz
Pressestelle

Telefon: 0261-103-0
www.polizei.rlp.de/pd.koblenz

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