Archivierter Artikel vom 15.06.2021, 14:00 Uhr
Gem

Sattelzug fast 70 % überladen und technische Mängel an anderen Fahrzeugen – Nachtkontrolle der Verkehrsdirektion Koblenz führte zu mehreren Fahrzeugstilllegungen

Gem. 56070 Koblenz-Rübenach (ots) – Am Montag, 14.06.2021 führte die Schwerverkehrskontrollgruppe der Verkehrsdirektion Koblenz auf der BAB 61, Parkplatz Sandkaul von 18:00 Uhr bis gegen 00:00 Uhr eine Kontrolle des gewerblichen Güterverkehrs durch.

Von Verkehrsdirektion Koblenz (ots)
Höhenmessung an Tiertransport



Bereits zu Kontrollbeginn musste ein LKW eines osteuropäischen Unternehmens stillgelegt werden, da erhebliche technische Mängel festzustellen waren. Neben Bremsenmängeln und einer defekten Auspuffanlage stießen die Kontrolleure auf mehrere, teilweise erheblich gelöste Befestigungsschrauben zwischen Fahrzeugrahmen und Aufbau. Erst nach einer ordnungsgemäßen Reparatur des beladenen 7,5-Tonners darf die Fahrt fortgesetzt werden. Fahrer und Unternehmen erhielten entsprechende Anzeigen.

Kurze Zeit später war dann für einen Kleintransporter aus Osteuropa die Fahrt zu Ende, da an beiden Reifen der Vorderachse die gesetzlich vorgeschriebene Mindestprofiltiefe deutlich unterschritten wurde. Die Weiterfahrt wird erst wieder gestattet, wenn neue Reifen montiert sind.

Gegen 22:00 Uhr stellte ein Kontrolleur dann einen mit zwei Containern beladenen achtachsigen Sattelzug fest. Da baugleiche Fahrzeug in der Vergangenheit schon mehrfach wegen Überladungen auffällig wurden, entschloss er sich zu einer Kontrolle. Bereits bei der Sichtung der Ladepapiere zeichnete sich ab, dass der Verdacht nicht unbegründet war. Das Gewicht der beiden verladenen 20-Fuss-Container wurde mit fast 48 Tonnen angegeben. Eine auf dem Parkplatz mit polizeieigenen Radlastmessern durchgeführte Verwiegung des Sattelzuges ergab schließlich ein Gesamtgewicht von 67.500 kg. Da der Sattelzug maximal 40.000 kg hätte wiegen dürfen, war die zulässige Gesamtmasse somit um 27.500 kg, entsprechend 68,75 % überschritten. Dieses unverantwortliche Handeln hatte unmittelbare Konsequenzen: Die Weiterfahrt wurde direkt untersagt und sowohl Fahrer als auch Unternehmen erwarten Anzeigen.

Auch ein Lebendtiertransport wurde einer Kontrolle unterzogen. Der mit 30 Rindern und Bullen beladene Lastzug eines deutschen Unternehmens zeigte eine Überhöhe am Fahrzeugaufbau des Anhängers. Während der Fahrer die Überhöhe noch während der Kontrolle beseitigen konnte, musste der Kontrolleur feststellen, dass für Tiertransporte mitführungspflichtige Dokumente teilweise fehlten. Dem Fahrer wurde aus Gründen des Tierwohls trotz der fehlenden Dokumente die Weiterfahrt gestattet, die abschließenden Ermittlungen hierzu dauern noch an.

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