Archivierter Artikel vom 04.03.2021, 13:30 Uhr
Kobern-Gondorf

Polizei klärt seltsamen „Waffenfund“

Nachdem am gestrigen Tag in Kobern-Gondorf, unweit der Matthiaskapelle, vierundvierzig selbstgebaute Speere und eine mittelalterliche Streitaxt aufgefunden worden waren, meldeten Spaziergänger am frühen Abend eine weitere merkwürdige Begebenheit in unmittelbarer Nähe.

Von Polizeidirektion Koblenz (ots)
Aufnahmen des Throns


An der Burgruine Niederburg fand die Polizei dann eine altarähnliche, vermutlich keltische Drapierung. In einem frei zugänglichen Bereich der Ruine befand sich ein offener Raum, in dem ein Grill mit Feuerholz stand. Zudem war eine offene Tafel angerichtet, auf der Tassen, ein Wok, sowie vier Weinflaschen mit übelriechenden Inhalt standen.
Weiterhin standen eine Liege als Diwan, sowie zwei thronartige Stühle in dem Raum. In zwei danebenstehenden Kisten befanden sich 4 Hämmer, 2 Sicheln, zwei Kugeln sowie diverse Messer mit aufgemalten Runenzeichen. Daneben standen zwei Langbögen mit drei Pfeilen.
Auf einem Tisch standen zudem diverse handgemalte Bilder mit Burgenabbildungen sowie ein steinerner Drache für die Aufnahme von Räucherstäbchen.
Aufgrund der Gesamtsituation konnte der Eindruck gewonnen werden, dass hier eine keltische Veranstaltung/Zeremonie stattfinden sollte.
Nach Zeugenhinweisen, aufgrund des Presseaufrufes, konnte der Besitzer der Gegenstände ermittelt werden. Es handelte sich um einen 44-jährigen Mann aus dem Kreis Mayen-Koblenz. Er gab an, dass er an besagter Örtlichkeit ein Fotoshooting geplant hatte. Ihm wurde von der Polizei deutlich gemacht, dass die Waffen in Kinderhänden sehr gefährlich hätten werden können. Außerdem hätte es für die Veranstaltung einer Genehmigung bedurft. Des Weiteren wurde er auf die Vorschriften der Corona Verordnung hingewiesen.

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