Archivierter Artikel vom 02.05.2022, 14:30 Uhr
Trier

Feuerwehr- und Polizeieinsatz am Landgericht Trier – Nachtrag zu unserer Erstmeldung von heute, 9.04 Uhr

Die erste Mitteilung über einen erloschenen Schwelbrand in einem Kellerraum des Landgerichts erreichte die Polizei um 7.15 Uhr. Aufgrund der starken Rauchentwicklung in den Kellerräumen wurde das gesamte Gebäude in Mitleidenschaft gezogen.

Von Polizeipräsidium Trier (ots)
Symbolbild
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Foto: Carsten Rehder/dpa

Trier (ots).

Die erste Mitteilung über einen erloschenen Schwelbrand in einem Kellerraum des Landgerichts erreichte die Polizei um 7.15 Uhr.

Aufgrund der starken Rauchentwicklung in den Kellerräumen wurde das gesamte Gebäude in Mitleidenschaft gezogen. Da mehrere Bedienstete über Atemwegsbeschwerden klagten, evakuierte die alarmierte Feuerwehr die 101 anwesenden Menschen aus dem Gebäude und richtete auf dem nahegelegenen Nikolaus-Koch-Platz sowie in einem angrenzenden Hotel Erstversorgungsstellen mit mehreren Notarzt-, Kranken- und dem Großraumrettungswagen ein.

Hier wurden zunächst insgesamt 150 Personen betreut, 43 ärztlich untersucht und letztlich 20 mit dem Verdacht auf Rauchintoxikation in umliegende Krankenhäuser verbracht.

Die Polizei sperrte den Bereich weiträumig ab und leitete den Straßenverkehr um.

Nach der Durchlüftung des Gebäudes nahm die Kriminalpolizei die Ermittlungen zur Brandursache auf und stellte in einem zweiten Raum eine weitere erloschene Brandstelle fest.

Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen geht die Polizei von einer versuchten Brandstiftung aus. Unbekannte hatten offenbar brennende Gegenstände durch zwei gekippte Fenster in die Kellerräume eingebracht und sich hiernach entfernt. Die Gegenstände entzündeten einen stoffbespannten Stuhl und Kartonagen. Beide Brandnester erloschen in der Folge von selbst, verursachten jedoch starken Rauch.

Zwischenzeitlich ist die Straßensperrung aufgehoben. Das Gerichtsgebäude bleibt jedoch für den heutigen Tag für die Mitarbeitenden und die Öffentlichkeit geschlossen.

Im Einsatz befanden sich 124 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr, der Freiwilligen Feuerwehr Olewig, der Malteser, des DRK sowie des Arbeiter-Samariter-Bundes. Die Polizei war mit ca. 20 Einsatzkräften vor Ort.

Die weiteren Ermittlungen zum Tathergang und den Brandmitteln dauern an. Die Kriminalpolizei bittet Zeugen, die Hinweise geben können, sich unter der Telefonnummer 0651 / 9779-2290 zu melden.

Rückfragen bitte an:

Polizeipräsidium Trier
Pressestelle
Uwe Konz

Telefon: 0651-9779-0
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www.polizei.rlp.de/pp.trier

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