Archivierter Artikel vom 18.05.2022, 15:31 Uhr
Konz

Festnahme nach versuchtem Telefonbetrug

Polizeibeamte haben am Dienstag, 17. Mai, zwei Männer festgenommen, die Geld abholen wollten, das zuvor von falschen Polizeibeamten von einer 67-jährigen Frau als Kaution für ihre Tochter gefordert worden war, die angeblich einen schweren Verkehrsunfall verursacht hatte.

Von Polizeipräsidium Trier (ots)
Symbolbild
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Foto: Carsten Rehder/dpa



Kurz nach 11 Uhr erhielt die Geschädigte den Anruf einer Frau, die sich mit den Worten meldete „Mama, mir ist etwas Schlimmes passiert.“ Anschließend wurde das Telefonat von einem angeblichen Polizeibeamten weitergeführt. Er teilte der Frau mit, dass ihre Tochter einen Radfahrer angefahren und dabei tödlich verletzt habe. Zur Abwendung der nun drohenden Untersuchungshaft müsse sie eine Kaution in fünfstelliger Höhe zahlen. Das Geld würde von einem Mitarbeiter des Amtsgerichts an der Wohnanschrift der 67-Jährigen abgeholt. Die Angerufene durchschaute den Trick, mit dem falsche Polizeibeamte immer wieder versuchen, an das Geld ihrer Opfer zu kommen, und informierte die „richtige“ Polizei. Etwa zwei Stunden nach der ersten Kontaktaufnahme erschien der angebliche Gerichtsmitarbeiter an der Haustür und übernahm das Geldpaket. Allerdings konnte er sich nur kurz über die Beute – immerhin 25.000 Euro – freuen, denn kurz darauf nahmen Polizeibeamte den 53-jährigen Mann fest. Auch ein zweiter Mann, der den 53-Jährigen mit einem Auto nach Konz brachte und in der Nähe wartete, wurde wenige Minuten später festgenommen. Die beiden 53 und 52 Jahre alten Männer wurden am Mittwoch, 18. Mai, auf Antrag der Staatsanwaltschaft Trier, dem Haftrichter beim Amtsgericht Trier vorgeführt, der die Untersuchungshaft anordnete.

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