Koblenz

Dreiste Betrüger nutzen die Corona-Krise für ihre Zwecke

In der letzten Woche kam es im Präsidialbereich Koblenz wieder vermehrt zu betrügerischen Anrufen.

Polizeipräsidium Koblenz (ots)Lesezeit: 2 Minuten

Neben den bereits hinlänglich bekannten Fällen des „Enkeltricks“, bei denen sich angebliche Enkel bei älteren Menschen telefonisch melden und um finanzielle Hilfe für z.B. Rechtsanwaltskosten, Unfallkosten usw. bitten, ist in den letzten Tagen folgende neue Betrugsmasche hinzugekommen: Angebliche Krankenhausärzte teilen den meist lebensälteren Angerufenen mit, dass ein naher Verwandter von ihnen schwer an Covid 19 erkrankt sei und dringend Medikamente benötige. Diese Medikamente seien sehr teuer und würden nicht von der Krankenkasse bezahlt oder die dringend benötigten Medikamente müssten mittels Hubschrauber eingeflogen werden. Die Angerufenen werden dann in der Regel gefragt, ob sie diese hohen Kosten übernehmen oder das Geld vorstrecken könnten. In einem Fall wurde sogar angeboten, dass man den Überbringer des Geldes mit einem Krankenwagen abholt.

In solchen Fällen beachten Sie bitte folgende Tipps der Polizei:
– Seien Sie misstrauisch, wenn sich Anrufer am Telefon nicht
selber mit Namen melden. Raten Sie nicht, wer anruft, sondern
fordern Sie Anrufer grundsätzlich dazu auf, ihren Namen selbst
zu nennen.
– Seien Sie misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon als
Verwandte oder Bekannte ausgeben, die Sie als solche nicht
erkennen. Erfragen Sie beim Anrufer Dinge, die nur der richtige
Verwandte/Bekannte wissen kann.
– Geben Sie keine Details zu Ihren familiären und finanziellen
Verhältnissen preis.
– Lassen Sie sich nicht drängen und unter Druck setzen. Nehmen
Sie sich Zeit, um die Angaben des Anrufers zu überprüfen. Rufen
Sie die jeweilige Person unter der Ihnen lange bekannten Nummer
an und lassen Sie sich den Sachverhalt bestätigen.
– Wenn ein Anrufer Geld oder andere Wertsachen von Ihnen fordert:
Besprechen Sie dies mit Familienangehörigen oder anderen Ihnen
nahestehende Personen.
– Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen wie Schmuck an
unbekannte Personen.
– Kommt Ihnen ein Anruf verdächtig vor, informieren Sie
unverzüglich die Polizei unter der Nummer 110.
– Sind Sie bereits Opfer eines Enkeltricks geworden, zeigen Sie
die Tat unbedingt bei der Polizei an. Dies kann der Polizei
helfen, Zusammenhänge zu erkennen, andere Personen entsprechend
zu sensibilisieren und die Täter zu überführen.
– Lassen Sie Ihren Vornamen im Telefonbuch abkürzen (aus Herta
Schmidt wird beispielsweise H. Schmidt). So können die Täter
Sie gar nicht mehr ausfindig machen. Zum Ändern eines
Telefonbucheintrags wenden Sie sich an die Telekom.
– Bewahren Sie Ihre Wertsachen, z.B. höhere Geldbeträge und
andere Wertgegenstände nicht zuhause auf, sondern auf der Bank
oder im Bankschließfach. Weiteres unter: https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/enkeltrick/

Rückfragen bitte an:

Polizeipräsidium Koblenz

Violetta Heinrich, POI'in
Telefon: 0261-103-2114
E-Mail: ppkoblenz.presse@polizei.rlp.de
www.polizei.rlp.de/pp.koblenz

Pressemeldungen der Polizei Rheinland-Pfalz sind unter Nennung der
Quelle zur Veröffentlichung frei.


Original-Content von: Polizeipräsidium Koblenz, übermittelt durch news aktuell