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Höhr-Grenzhausen

Zukunftstauglich machen: Naturbad Linderhohl wird generalsaniert

Susanne Willke

Das Naturbad Linderhohl in Höhr-Grenzhausen soll generalsaniert werden. Das beschloss der Verbandsgemeinderat Höhr-Grenzhausen in seiner jüngsten Sitzung. Die Kosten dafür sind auf rund 2,1 Millionen Euro kalkuliert. Ein Zuschuss von 45 Prozent aus einem Bundesprogramm steht zumindest in Aussicht. Das Büro Manzke für Landschaftsplanung aus Lüneburg stellte dem Rat die Sanierungspläne vor.

So wie diese Schwimmteichanlage soll auch das Naturbad Linderhohl saniert und auf den neusten Stand von Technik und Hygiene gebracht werden. So kann voraussichtlich im Sommer 2020 der Badebetrieb wieder aufgenommen werden.
So wie diese Schwimmteichanlage soll auch das Naturbad Linderhohl saniert und auf den neusten Stand von Technik und Hygiene gebracht werden. So kann voraussichtlich im Sommer 2020 der Badebetrieb wieder aufgenommen werden.
Foto: Manzke Landschaftsplanung

Die Entscheidung, die Naturteichschwimmanlage Linderhohl in diesem Sommer nicht zu öffnen, fiel nicht nur dem Verbandsgemeinderat schwer, sie schockierte sicher auch viele Westerwälder, denn das kühlende Nass war gerade in diesem Sommer sehr gefragt. Doch nach neusten Statuten konnte die 20 Jahre alte Schwimmteichanlage nicht mehr freigegeben werden. Sicherheits- und Hygienestandards hatten sich verändert. Deshalb beauftragte der Rat das Büro Manzke, verschiedene Entwürfe für eine Sanierung zu erarbeiten. Der Rat befand, dass eine Generalsanierung die beste Lösung ist, um das beliebte Freibad auch für die nächsten 20 Jahre zukunftstauglich zu gestalten.

Herzstück der neuen Anlage wird es sein, dass jedes Schwimmbecken mit einem eigenen Wasserzulauf versehen wird, der jeweils frisch aufbereitetes Wasser transportiert. Bisher war die Teichanlage mit einem linearen Wasserzulauf versehen, der nacheinander die Becken füllte. Am Ende dieser Kette stand das Kinderbecken, das bisher mit sogenanntem „abgebadetem Wasser“ versorgt wurde. Jetzt wird auch dort frisch aufbereitetes Wasser ankommen. Dieses Kleinkinderbecken wird zukünftig sogar abends geleert, um es zu reinigen.

Auf neusten Stand soll auch die Wasseraufbereitung gebracht werden. Dabei soll die Reinigung des Beckenwassers auch weiterhin auf biologischer Basis vonstattengehen. Soll heißen, mit Hilfe von mikrobiologischen Prozessen sollen organische Materialien sowie Nährstoffbindungen im Wasser abgebaut werden. Dafür werden auch die Filterzonen auf neuesten Stand gebracht, damit die Wasseraufbereitung in einem geschlossenen Kreislaufsystem betrieben werden kann. Grundlage dafür sind biologische und mechanische Filter. All dies geschieht nach strengen Richtlinien.

Nicht zuletzt werden bei der Sanierung auch die Höhen und Tiefen der Badegründe und Beckenränder so erneuert, dass sie neuesten Standards entsprechen und jedes Becken für sich umrundet werden kann. So wird zum Beispiel das Nichtschwimmerbecken mit 1,35 Metern etwas tiefer und mit einer Antirutschfolie ausgestattet. Und größer wird es außerdem. Der Zugang soll über einen größeren Sandstrand und Liegebereich erfolgen. Ein flacher Einstieg, eine Badeleiter und ein Treppenaufstieg bieten verschiedene, auch leichte, Ausstiegsmöglichkeiten. Auch der Schwimmbereich soll deutlich größer werden, sodass die Badegäste wieder ihre 50-Meter-Bahnen schwimmen können. Dazu kommen kleine Attraktionen wie ein Wackelfloß und Springblöcke. Auch über Strandkörbe wird nachgedacht.

In den Gesamtkosten von 2,115 Millionen Euro sei ein Sicherheitszuschlag von zehn Prozent für Unvorhersehbares bereits enthalten, bestätigt Guido Manzke auf Nachfrage aus dem Rat. Nun kommt es darauf an, ob der Zuschuss aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen, Sport, Jugend und Kultur bewilligt wird. Erst werde über die nächsten Finanzierungsschritte diskutiert, so Bürgermeister Thilo Becker. Unabhängig davon entschied sich der Verbandsgemeinderat Höhr-Grenzhausen einstimmig für die Generalsanierung. So kann der Badebetrieb voraussichtlich in der Saison 2020 wieder aufgenommen werden.

Von unserer Redakteurin
Susanne Willke

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