40.000
Aus unserem Archiv
Wirges

Wirges steckt weiter in den roten Zahlen

Die Stadt Wirges steckt weiter tief in den roten Zahlen: Die Haushaltslage der Kommune ist auch im vierten doppischen Haushalt angespannt. So angespannt, dass der politische Gestaltungsspielraum der Stadt immer weiter schrumpft. So angespannt, dass die Ratsmitglieder den Spar-Haushalt gemeinsam schultern. Mit den Stimmen von SPD und CDU hat der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung den Etat 2012 mit großer Mehrheit gegen die Stimmen der FDP beschlossen.

Wirges – Die Stadt Wirges steckt weiter tief in den roten Zahlen: Die Haushaltslage der Kommune ist auch im vierten doppischen Haushalt angespannt. So angespannt, dass der politische Gestaltungsspielraum der Stadt immer weiter schrumpft. So angespannt, dass die Ratsmitglieder den Spar-Haushalt gemeinsam schultern. Mit den Stimmen von SPD und CDU hat der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung den Etat 2012 mit großer Mehrheit gegen die Stimmen der FDP beschlossen.

Diese Geschlossenheit macht es der Kommune möglich, trotz der Finanzmisere Schwerpunkte in der Kinder-, Jugend- und Seniorenpolitik zu setzen und in einem ersten Schritt die geplante Sanierung des Bürgerhauses anzugehen. Allerdings hat das Land die dazu benötigten und unlängst beantragten Fördermittel noch nicht zugesagt. Damit steht und fällt die Sanierung mit dem Ja aus Mainz.

Ein Blick auf die Zahlen: Die erfreuliche Nachricht des neuen Haushaltes ist, dass die Steuereinnahmen der Stadt im Vergleich zum Vorjahr laut aktueller Steuerschätzung um rund 280 700 Euro steigen werden. Das Plus resultiert in erster Linie aus Mehreinnahmen von rund 51 000 Euro aus der Grundsteuer B, dem Plus bei der Gewerbesteuer von rund 50 000 Euro sowie dem um 157 700 Euro deutlich gestiegenen Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer. Doch trotz dieses Steuersegens schließt der Ergebnishaushalt der Stadt mit einem deutlichen Minus in Höhe von rund 588 000 Euro ab. Dazu tragen insbesondere Mehrkosten für die notwendige Erneuerung des Kunstrasenbelages in Höhe von 230 000 Euro, die geplante Sanierung der Natursteinmauer am Nordfriedhof mit 10 000 Euro, Pflegemaßnahmen am Reginlindenpark mit 20 000 Euro sowie die Reparatur der Lüftungsanlage im Bürgerhaus (22 000 Euro) bei. "Dieser Fehlbetrag wird sich in den kommenden Jahren zwar erheblich vermindern, kann aber nicht in einen Jahresüberschuss gewandelt werden", sagte Stadtbürgermeister Renato Noll. Das Eigenkapital der Stadt werde sich weiter reduzieren, sagte er.

Der Finanzhaushalt wird ebenfalls mit einem klaren Minus abschließen: So rechnet die Stadt mit Investitionsmitteln von rund 537 000 Euro, die sich aus erwarteten Landeszuweisungen von rund 325 000 Euro für den ersten Bauabschnitt der Generalsanierung des Bürgerhauses und aus Erschließungsbeiträgen für den Endausbau der Lohmühlenstraße speisen. Dem gegenüber stehen aber Investitionsausgaben von rund 1,4 Millionen Euro. Wichtigstes Projekt ist die Sanierung des Bürgerhauses, mit der die Stadt nun beginnen will und für die sie 698 000 Euro in den Etat eingestellt hat. Dies sei ein Kraftakt für die Stadt und müsse in Bauabschnitten finanziert werden, weil es sonst die Kräfteverhältnisse überspanne, betonte SPD-Fraktionsvorsitzender Harald Schweitzer. "Aber wir müssen damit anfangen", sagte er. Ein weiterer Schwerpunkt ist der Ausbau der Wirgeser Kindertagesstätten. Hier unterstützt die Stadt die Sanierung des Kindergartens St. Bonifatius (250 000 Euro) und einen Anbau für eine altersgemischte Gruppe im Kindergarten St. Franziskus (96 000 Euro). Zudem sind 224 000 Euro für den Ausbau der Lohmühlenstraße eingeplant.

Unter dem Strich schließt der Haushalt der Stadt mit einem deutlichen Minus von 1,1 Millionen Euro ab. Zum Ausgleich dieser tiefroten Zahlen setzt die Stadt liquide Mittel von rund 391 000 Euro ein und nimmt zusätzlich einen Investitionskredit von 737 000 Euro auf. Der Schuldenberg wächst dadurch bis zum Jahresende auf rund 1,43 Millionen Euro an – damit ist jeder der 5270 Einwohner der Stadt mit genau 136,18 Euro verschuldet. "Es bleibt schwierig, zu haushalten", räumte Noll ein. Investitionen wie etwa der Bau einer Lärmschutzwand an der Friedhofshalle fallen dem Schuldenberg zum Opfer und werden in das Jahr 2013 verschoben. Die CDU stimmte dem Haushalt schließlich zu – obwohl sie mit ihren Anträgen, das Jugend- und Seniorentaxi und den Bau des Verbindungsweges Stöckelchen-Friedhof aus dem Etat zu streichen, scheiterte. Ein weiterer Bericht zum Thema folgt.

Von unserer Redakteurin Stephanie Kühr

Montabaur Hachenburg
Meistgelesene Artikel
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Online regional
Markus Eschenauer Markus Eschenauer (me)
Online regional
Tel. 02602/160474
E-Mail
epaper-startseite
Regionalwetter Westerwald
Montag

1°C - 6°C
Dienstag

0°C - 4°C
Mittwoch

0°C - 5°C
Donnerstag

0°C - 6°C
News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
Bildergalerien: Fotos unserer Leser
&bdquo;Pfui Spinne&ldquo; mag der ein oder andere beim Anblick dieses Fotos von Volker Horz denken. Und doch hat die Detailaufnahme dieses Festmahls ihren ganz eigenen Reiz. Jedenfalls ist dem Achtbeiner hier ein dicker Fang ins Netz gegangen.&nbsp;Wenn auch Sie ein sch&ouml;nes Bild f&uuml;r unsere Leserfoto-Rubrik haben, dann schicken Sie es an die Adresse <a href="mailto:montabaur@rhein-zeitung.net">montabaur@rhein-zeitung.net</a>. Beachten Sie dabei bitte die erforderliche Mindestaufl&ouml;sung von 2500 mal 1500 Pixel.

Mit der Kamera im Westerwald unterwegs: Hier zeigen wir die schönsten Fotos unserer Leser. Zusenden per E-Mail.