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Westerburg

Wiesensee: Land zahlt Löwenanteil bei Entschlammung

Die Landesregierung hat mit einer erneuten Förderzusage ihren Willen bekräftigt, die Entschlammung des Wiesensees nahezu vollständig zu tragen. Nur 10 Prozent der förderfähigen Kosten müssen von der VG Westerburg, getragen werden.

Die Mainzer Landesregierung hat erneut bekräftigt, die Entschlammung des Wiesensees nahezu vollständig zu tragen. Lediglich 10 Prozent der Kosten muss die Verbandsgemeinde Westerburg tragen.
Die Mainzer Landesregierung hat erneut bekräftigt, die Entschlammung des Wiesensees nahezu vollständig zu tragen. Lediglich 10 Prozent der Kosten muss die Verbandsgemeinde Westerburg tragen.
Foto: Röder-Moldenhauer

Von unserem Redakteur Michael Wenzel

Das teilte der MdL Hendrik Hering (SPD) nach einem Gespräch mit Umweltministerin Ulrike Höfken mit. Die VG Westerburg geht davon aus, dass 2016/2017 mit der Entschlammung begonnen werden kann. Die Verbandsgemeinde Westerburg ist Eigentümerin des in den Gemarkungen der Ortsgemeinden Pottum, Stahlhofen und Winnen gelegenen, etwa 80 Hektar großen Wiesensees. Das Gewässer wurde vor circa 40 Jahren als Hochwasserrückhaltebecken mit freizeitlicher Nutzung angelegt.

Dem nährstoffreichen Wiesensee droht die Verlandung. Ein Bewirtschaftungsplan für den Wiesensee aus dem Jahr 2006 empfiehlt neben anderen Maßnahmen die Entschlammung des Gewässers. Diese Entschlammungsmaßnahme ist nunmehr eines der zentralen Themen in der Verbandsgemeinde Westerburg (die WZ berichtete). Nach dem Wegfall des „Spülfeldes Ost" sollte nunmehr geprüft werden, ob die insgesamt anfallenden Sedimente auf einer Landgewinnungsfläche im westlichen Bereich des Gewässers aufgebracht werden können. Hierzu waren jedoch noch weitere eingehende Untersuchungen – auch bezüglich des Flächenumfangs der Landgewinnung – erforderlich.

Favorisiert wird ein Nassverfahren. Das hat unter anderem den Vorteil, dass der See nicht abgelassen werden muss. Die Geruchsbelästigung fällt zudem dadurch deutlich geringer aus. Ein einzusetzender Saugbagger erzielt eine Leistung von 1000 bis 1200 Kubikmeter Schlamm und Wasser pro Tag. 310 000 Kubikmeter Schlamm sind insgesamt zu bewältigen. Zur Aufbringung der gesamten Schlammmassen auf die sogenannte Landgewinnungsfläche West bräuchte man zu den neun Hektar Fläche zusätzlich weitere vier Hektar, die dem See genommen werden müssten. In der Planung zu berücksichtigen sind zudem Becken für die Sedimente des See- und Hüttenbachs.

Auch der Mönch auf der Stahlhofener Seite soll neu aufgebaut und doppelt gesichert werden. Die Arbeiten sind für 2015/2016 anvisiert worden, so VG-Bürgermeister Gerhard Loos In einem ersten Schritt werden die Planungskosten vom Land gefördert. Hierfür wurden von Mainz die zuwendungsfähigen Ausgaben auf 287 000 Euro festgesetzt, die jetzt in unterschiedlichen Finanzierungsabschnitten abgerufen werden. Davon sind bis heute bereits geförderte Finanzierungsabschnitte mit einer Gesamtsumme von 136 000 Euro und einem Landeszuschuss von 122 400 Euro abgeflossen. „Ich freue mich, dass die Landesregierung zu meiner Zusage als Minister aus dem Jahr 2011 steht und die Aufgabe mit unverändert hoher Priorität vorantreibt", macht MdL Hering deutlich. Die Förderhöhe von 90 Prozent zeige, dass die Landesregierung im Wiesensee ein für die Region wichtiges Naherholungsgebiet sehe, das auch für den Wassersport wichtig ist. Alle Beteiligten seien nunmehr gefordert, die Planungen zügig voranzutreiben und die eigentlichen Sanierungsarbeiten schnellstmöglich zu beginnen, so Hering.

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