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    Westerwaldkreis

    Westerwald: Polizei zeigt Einbrechern die rote Kelle

    Mit einer groß angelegten Kontrollaktion der Polizeidirektion (PD) Montabaur bewiesen die Ordnungshüter Präsenz. Darüber hinaus konnten sie Erkenntnisse über Personen, die der Polizei bekannt sind und in der Vergangenheit wegen verschiedener Straftaten aufgefallen sind, gewinnen. Der große Fahndungserfolg blieb jedoch aus. Insgesamt wurden im Westerwaldkreis 86 Fahrzeuge und 138 Personen überprüft. Schwerpunkt dieser Kontrolle war die Einbruchsprävention, denn die Zahl der Einbrüche sei, wie immer in dieser Jahreszeit, sowohl im Rhein-Lahn-Kreis wie auch im Westerwaldkreis sprunghaft angestiegen, so Daniela Delzepich von der PD Montabaur. In diesem Einzugsbereich waren es allein in den ersten neun Monaten des Jahres 244 Einbrüche.

    Mit geübtem Blick werden bei einer groß angelegten Polizeikontrolle, hier in Mogendorf, Verkehrsteilnehmer aus dem Verkehr gezogen. In der dunklen Jahreszeit geht es dabei meist um Einbruchsprävention.  Foto: Susanne Willke
    Mit geübtem Blick werden bei einer groß angelegten Polizeikontrolle, hier in Mogendorf, Verkehrsteilnehmer aus dem Verkehr gezogen. In der dunklen Jahreszeit geht es dabei meist um Einbruchsprävention.
    Foto: Susanne Willke

    Kontrolliert wurde in Mogendorf und Hachenburg, an zwei weiteren Stellen des Kreises Neuwied sowie an der sogenannten Meil, der B 49 zwischen Limburg und Weilburg. „Rheinland-Pfalz und Hessen arbeiten bei den Großkontrollen in der Regel zusammen“, erklärt Daniela Delzepich. Gemeinsam mit Michael Stuhl arbeitet sie in der Ermittlungsgruppe Wohnung, die in diesem Jahr – analog zu anderen PD – das erste Mal auch in Montabaur eingerichtet wurde und zunächst von Oktober bis März aktiv sein wird. Dort laufen alle Einbruchsmeldungen und Zeugenhinweise aus den Kreisen Rhein-Lahn und Westerwald zusammen. Auf diese Weise können einzelne Mosaiksteine zu einem Ganzen werden und im besten Fall auf eine heiße Spur und zu den Einbrechern führen. „Es ist dabei ganz wichtig, dass uns Hinweise, egal welcher Art, ohne Zeitverzögerung gemeldet werden, und seien sie auch noch so unscheinbar“, erklärt Daniela Delzepich.

    Während der Kontrollen am Mittwochnachmittag ging es unter anderem am Kreisel in Mogendorf hoch her. Dort sowie an der B 413 bei Hachenburg – eben an neuralgischen Verkehrsknotenpunkten – postierten sich Beamte der Schutzpolizei aus Montabaur und Hachenburg sowie Einsatzkräfte der Bereitschaftspolizei aus Koblenz. Während einzelne Beamte regelmäßig aus dem fließenden Verkehr Autos zur Kontrolle herauswinken, kreisen zeitgleich Zivilfahnder in dem Gebiet, um verdächtige Wagen und Fahrer aufzuspüren und zu beobachten, ob Fahrer etwas Verdächtiges aus dem Fenster werfen, bevor sie in den Kontrollbereich hineinfahren. Zudem sind die Polizeimannschaften so ausgestattet, dass sie sofort die Verfolgung von Flüchtenden aufnehmen können. Dies war jedoch während der aktuellen Aktion im Westerwaldkreis nicht vonnöten.

    Über derartige Großkontrollen hinaus gibt es regelmäßig kleinere Kontrollen, um immer wieder Präsenz zu zeigen. „Immerhin hat unser Einsatz am Mittwoch seinen präventiven Zweck erfüllt“, berichtet Michael Stuhl, „nachdem es an den Tagen vorher regelmäßig zu Einbrüchen kam, blieb am Kontrolltag alles ruhig.“ Im Fachjargon wird es als „doppelfunktionaler Grundgedanke“ bezeichnet, wenn eine Aktion sowohl Erkenntnisse bringt und die Ordnungshüter gleichzeitig durch ihre Präsenz Wirkung erzielen.

    Immerhin ist die durchschnittliche Zahl der Einbrüche im Vergleich zu den Vorjahren um 100 Einbrüche pro Jahr zurückgegangen. Die Gründe hierfür sind nicht eindeutig festzumachen. Fakt aber ist, dass sich aus einer neuen Gesetzeslage höhere Strafen für Wohnungseinbrüche ergeben: Aus dem Vergehenstatbestand wurde ein Verbrechenstatbestand. Dies versetzt die Polizei zudem in die Lage, bei einem Verdacht schärfere Maßnahmen einleiten zu können.

    Von unserer Redakteurin Susanne Willke

    Tipps von der Polizei

    Um Einbrüche zu verhindern, gibt die Polizei Tipps in Form von Broschüren, die in jeder Polizeidienststelle zu bekommen sind, aber auch im Internet unter https://kriminalpraevention.rlp.de/de/einbruchschutz/ gibt es dazu Informationen. Bereits Kleinigkeiten können vor einem Einbruch schützen. So rät die Polizei, Haustüren immer abzuschließen sowie Fenster-, Balkon- und Terrassentüren komplett zu schließen, denn „gekippte Fenster sind offene Fenster“.

    Haustürschlüssel sollten niemals draußen gelagert werden, und wenn mal einer verloren geht, empfiehlt sich ein neuer Schließzylinder. Wichtig ist es auch, keine Hinweise auf Abwesenheit zu geben. Zuguterletzt hilft es allen, die Augen immer offen zu halten und sofort die Polizei zu informieren, wenn verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet werden. Zudem gibt es einen polizeilichen Opferschutz, der Opfern, Zeugen und Angehörigen beratend und mit einem offenen Ohr zur Seite steht. skw

    Montabaur Hachenburg
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