40.000
Aus unserem Archiv
Bad Marienberg

Wegen nicht begangener Vergewaltigung verhaftet

Der Vorwurf der Vergewaltigung brachte einen jungen Mann aus Bad Marienberg für eine Nacht hinter Gitter. Dass daraus nicht mehr wurde, verdankt er in erster Linie einem gesunden Alibi.

Bad Marienberg – Der Vorwurf der Vergewaltigung brachte einen jungen Mann aus Bad Marienberg für eine Nacht hinter Gitter. Dass daraus nicht mehr wurde, verdankt er in erster Linie einem gesunden Alibi.

 

Offensichtlich zu Unrecht verhaftet wurde ein 21-jähriger Mann aus Bad Marienberg, nachdem ihm vom vermeintlichen Opfer, welches er im Internet kennengelernt hatte, Vergewaltigung vorgeworfen wurde. Nur einem felsenfesten Alibi verdankte er es, dass die Anklage letztlich fallen gelassen wurde. Die Beweisvorlage erfolgte in letzter Minute, ehe er unschuldig in Untersuchungshaft hätte einsitzen müssen.

Die Vorwürfe schienen erdückend. Das Mädchen beschuldigte den jungen Mann, ihr nachgestellt zu haben und sie schließlich in der Wohnung ihres Bruders missbraucht zu haben. Die detaillierte Schilderung des Vorfalls wirkte nach erster Durchsicht so überzeugend, dass sogar der Anwalt des Beschuldigten nach Einsichtnahme in den Haftbefehl seinem Mandaten geraten hätte, ein Geständnis abzulegen, wenn nicht ein entscheidender Zufall bewiesen hätte, dass der Beschuldigte zur Tatzeit viele Kilometer weit vom Tatort entfernt war.

Aufgrund eines Sportunfalls nämlich wurde der Beschuldigte beinahe auf die Minute genau zur Tatzeit in einer Limburger Klinik ambulant versorgt. Einer scheinbar unspektakulären, fachmedizinischen Bescheinigung verdankte der Mann daher, dass ihm die Untersuchungshaft erspart blieb. Ohne einen solchen Beweis wären in einem langwierigen Prozess wahrscheinlich öffentliche Zweifel geblieben, ob der Mann tatsächlich unschuldig war. Bis dahin wäre der dringende Tatverdacht mitunter stehen geblieben, womöglich sogar eine länger dauernde Untersuchungshaft. Die Mutter des Beschuldigten kann es nicht fassen, was ihrem Sohn da wiederfahren ist. Sie sieht ihren Sohn nicht als Täter, sondern als Opfer, der, obwohl unschuldig, sogar die Anwaltskosten selbst tragen muss.

Im Herbst 2009 lernte der damals 20-jährige auf einer Social Community-Seite im Internet ein 17-jähriges Mädchen kennen, die auch aus Bad Marienberg stammt. Es kam zu einem Treffen, bei dem sich die beiden geküsst haben. Laut Anklage wollte er intensivere sexuelle Kontakte, weshalb sie von weiteren Treffen Abstand genommen habe, ihm aus Angst vor sexuellen Übergriffen die Tür nicht mehr öffnete. Der Beschuldigte kann diese Angst nicht verstehen, er habe nicht versucht, sie gegen ihren Willen zu körperlichen Handlungen zu drängen, sondern wollte ihr an der Tür nur mitteilen, dass auch er der Meinung war, dass die beiden nicht zusammen passen, sagte er gegenüber der WZ.

Offenbar blieb die Angst dennoch unterschwellig vorhanden. Das Mädchen beschuldigte den jungen Mann, am 3. Mai dieses Jahres, mehrere Monate nach dem letzten Treffen, mit zwei seiner Freunde den Versuch unternommen zu haben, sie zu sexuellen Handlungen zu nötigen. Sie sei der Situation entkommen, danach aber von dem Beschuldigten weiter beobachtet worden, bis sie am Abend des 9. Mai (Muttertag) im Haus ihres Bruders von dem jungen Mann vergewaltigt worden sei, nachdem er sich unberechtigt Zutritt in die Wohnung verschafft haben soll.  son

Mehr dazu lesen Sie in der Montagausgabe der Westerwälder Zeitung.

 

Montabaur Hachenburg
Meistgelesene Artikel
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Online regional
Markus Eschenauer Markus Eschenauer (me)
Online regional
Tel. 02602/160474
E-Mail
epaper-startseite
News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
Bildergalerien: Fotos unserer Leser
&bdquo;Pfui Spinne&ldquo; mag der ein oder andere beim Anblick dieses Fotos von Volker Horz denken. Und doch hat die Detailaufnahme dieses Festmahls ihren ganz eigenen Reiz. Jedenfalls ist dem Achtbeiner hier ein dicker Fang ins Netz gegangen.&nbsp;Wenn auch Sie ein sch&ouml;nes Bild f&uuml;r unsere Leserfoto-Rubrik haben, dann schicken Sie es an die Adresse <a href="mailto:montabaur@rhein-zeitung.net">montabaur@rhein-zeitung.net</a>. Beachten Sie dabei bitte die erforderliche Mindestaufl&ouml;sung von 2500 mal 1500 Pixel.

Mit der Kamera im Westerwald unterwegs: Hier zeigen wir die schönsten Fotos unserer Leser. Zusenden per E-Mail.