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    Bad Marienberg

    Weg zum Bildungscampus strittig: Marmer Stadtrat lehnt Erschließung über Pestalozzistraße ab

    Das visionäre Projekt Bildungscampus, wie es die Verbandsgemeinde Bad Marienberg seit einiger Zeit für das Schulzentrum an der Kirburger Straße plant, trifft inhaltlich auf Zustimmung beider im Marmer Stadtrat vertretenen Fraktionen SPD und CDU. Ebenso einig sind sich die Stadtratsmitglieder aber auch darin, dass sie die in einem ersten schriftlichen Konzept dazu dargestellte Erschließung des Areals über die Pestalozzistraße ablehnen.

    Foto: dpa

    Schon zu einem früheren Zeitpunkt in der Debatte hatte der Stadtrat diese Meinung zum Ausdruck gebracht. Dass die Zuwegung jetzt in einem vom Büro Kern Plan (llingen) im Auftrag der VG erstellten Entwurf, der zur Beantragung von Fördergeldern dienen soll, doch wieder über die Pestalozzistraße abgebildet ist, sorgte in der Sitzung des Rates am Dienstagabend für Unverständnis und Unmut gegenüber der VG-Verwaltung.

    Wie Sarah End vom Planungsbüro erläuterte, handelt es sich bei der jetzt vorgelegten Broschüre lediglich um das Fundament, um überhaupt Fördermittel damit beantragen zu können. „Das ist noch keine Feinplanung“, betonte die Diplom-Ingenieurin. Das Schulzentrum Bad Marienberg sei für die Idee Bildungscampus geradezu wie geschaffen. 85 Prozent aller Schüler innerhalb der VG seien hier in unterschiedlichen Schultypen konzentriert. Dieses Potenzial sollte genutzt werden, um hier, ähnlich einem Uni-Campus, eine gemeinsame Lernlandschaft, einen verkehrsberuhigten Treffpunkt mit Bildungsgärten im Innern und ausreichend Parkplätzen am Rande zu schaffen, der auch für andere, außerschulische kulturelle Veranstaltungen genutzt werden könnte. Für die Schüler soll es gemeinsame Betreuungsangebote geben. Die Gesamtkosten dafür werden derzeit auf 4,1 Millionen Euro geschätzt.

    „Ein absolut gelungenes Projekt“, meinte etwa Niels Horstkamp (CDU) zu der Campus-Idee an sich, doch die Erschließung über die Pestalozzistraße – vorbei am dortigen Kindergarten – gehe auf gar keinen Fall, da diese nicht nur eine Gefährdung für die Kinder darstelle, sondern auch eine Mehrbelastung der Anlieger in der Jahnstraße. „Die Erschließung in der jetzt vorgelegten Form wird von den städtischen Gremien sicherlich nicht genehmigt“, fügte Klaus Müller (SPD) hinzu. Und Josef Brossette (CDU) ergänzte verärgert: „Wir hatten schon vor einiger Zeit gefordert, dass die Stadt in die Planungen der VG eingebunden wird. Jetzt ist genau das Gegenteil eingetreten.“ Stadtbürgermeisterin Sabine Willwacher kündigte an, die Einwände des Rates im Gespräch mit den VG-Verantwortlichen einzubringen, um nach einer alternativen Erschließung des Campus' zu suchen.

    Zu schaffen macht dem Rat derzeit auch die Situation im Jugendbahnhof. Da der Dachstuhl über dem Güterschuppen verfault ist, ist dieser Raum derzeit für jegliche Nutzung gesperrt. Vor zwei Jahren wurden hier bereits Stützen eingebaut. Damals, so Stadtchefin Willwacher, hätte ein Statiker aber noch betont, dass die Situation damit okay sei. Nun aber sei bei vorbereitenden Arbeiten zur geplanten Dacheindeckung, die von der VG getragen worden wäre, festgestellt worden, dass hier Gefahr in Verzug sei. Die Fäulnis ist schon vom Innern des Raumes aus sichtbar. Die Kosten zur Sanierung des Dachstuhls sind jedoch wiederum Sache der Stadt. Nun soll auf Beschluss des Rates ein Experte beauftragt werden, die erforderliche Ausschreibung dafür vorzunehmen. Erst wenn dann Angebote vorliegen, soll der Rat oder gegebenenfalls der Bauausschuss – wenn nötig in einer Dringlichkeitssitzung – über eine Vergabe der Bauarbeiten entscheiden. Eine Ermächtigung Willwachers, den Auftrag in Absprache mit den Beigeordneten nach Eingang von Angeboten kurzfristig zu vergeben, lehnte der Rat ab, da es überhaupt keine Angaben dazu gebe, was die Maßnahme kosten könnte.

    Ein weiterer Bericht zur Ratssitzung folgt.

    Von unserer Redakteurin Nadja Hoffmann-Heidrich

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