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    Westerburg

    Wasser- und Abwasserversorgung wird aus der Ferne gesteuert

    Die Verbandsgemeinde Westerburg ist dabei, in den Betriebszweigen Wasser und Abwasser moderne Fernwirktechnik einzuführen.

    Von unserer Reporterin Angela Baumeier

    Jeweils 300 000 Euro werden dabei investiert. „Alternativen zur Fernwirktechnik gibt es keine, wenn man auf dem aktuellen technischen Stand arbeiten möchte", betont Diplom-Ingenieur Jörg Pfaff (Eigenwerke der VG Westerburg). Er erklärt: " Mit dem Begriff Fernwirktechnik werden Verfahren der Fernbedienung, Fernsteuerung oder Fernwartung bezeichnet, bei denen elektrische Verbraucher wie Pumpen, Schieber oder Messungen aus der Ferne über Daten- und Telekommunikationsnetze wie Internet und Mobilfunk geschaltet, gesteuert oder geregelt werden".

    Der Vorteil der Fernwirktechnik ist auch für Laien deutlich: Egal, wo sich die Mitarbeiter befinden, sie haben jetzt  – Internetanschluss vorausgesetzt – überall alles im Blick. Sie sehen am Laptop oder am Leitstand beispielsweise,  wie viel Wasser sich in einem Hochbehälter befindet oder ob die Gruppenkläranlage richtig funktioniert. Ohne wie bislang vor Ort fahren zu müssen, können sie aus der Ferne auch Kanäle kontrollieren, Wasser- und Abwasserzuläufe öffnen und schließen, kurz: die Anlagen besser warten, Störungen schneller erkennen und entsprechend reagieren. Damit dient die Fernwirktechnik, die auch in anderen Verbandsgemeinden eingesetzt ist, dazu, die Versorgungssicherheit weiter zu erhöhen. Zudem kann der Energieverbrauch der Anlagen besser gesteuert werden. Bei Störungen wird der Bereitschaftsdienst per SMS informiert, der über eine  Datenleitung  den Fehler lokalisiert und analysiert. Neben den Bereitschaftsdiensten in beiden Bereichen sind jeweils sechs Mitarbeiter eingesetzt sowie Jörg Pfaff, der für das sogenannte Engineering zuständig ist, also für die Planung und Projektierung des Prozessleitsystems sowie der Fernwirktechnik für die Wasserversorgung und Abwasserentsorgung.

    Bereits Ende der 1990er- Jahre wurde in der VG Westerburg begonnen, ein erstes System dieser Art im Wasserbereich einzuführen, das neue System wird seit Anfang 2012 installiert.  Angeschlossen sind bereits 31 sendende Außenstationen, davon 16 auf die neue Fernwirktechnik (Hochbehälter, Aufbereitungen, Wasserturm, Wasserzählerschächte).

    Im Bereich Abwasser wird  Fernwirktechnik seit 2011 eingeführt. Begonnen wurde auf der Kläranlage Westerburg-Gemünden mit der Anbindung von vier Außenstationen, mittlerweile sind es bereits sieben. 20 weitere  Außenstationen sollen noch folgen (Regenüberlaufbecken, Kanalstauräume, Pumpstationen).

    Die frühzeitigen Störungsmeldungen führen zu einer Minderung der Ausfallzeiten.  Doch nicht nur im Notfall  ist die Fernwirktechnik rentabler: Auch die täglichen manuellen Wartungsfahrten  sind passé, außerdem reduzieren sich die Wartungszyklen vor Ort, da eine ständige Kontrolle der Anlagen stattfindet.  Mit einem Klick können die Mitarbeiter von allen Aggregaten die  entsprechenden Wartungsinformationen abfragen.  Wurden früher diese Daten per Hand in Listen eingetragen, so findet nun zudem ein automatisches Datenlogging statt.  Alle Meldungen fließen in Protokolle ein, die ebenfalls jederzeit abrufbar sind.

     

     

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