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    Warnung in Görgeshausen: Brunnen könnte verseucht sein

    Oft stehen die Menschen vor dem Laufbrunnen in der Dorfmitte von Görgeshausen Schlange, um in Kanistern und Flaschen das kostbare Nass abzufüllen. Doch nun wird vor einer möglichen Verseuchung des Wassers gewarnt.

    Aus dem beliebten Brunnen in der Ortsmitte von Görgeshausen, der nicht regelmäßig untersucht wird, fließt kein Trinkwasser. Darauf weisen auch Schilder hin. Das gelbe Gift-Warnschild wurde jetzt angebracht, weil die Zuleitung defekt ist und dadurch das Wasser verunreinigt sein könnte.
    Aus dem beliebten Brunnen in der Ortsmitte von Görgeshausen, der nicht regelmäßig untersucht wird, fließt kein Trinkwasser. Darauf weisen auch Schilder hin. Das gelbe Gift-Warnschild wurde jetzt angebracht, weil die Zuleitung defekt ist und dadurch das Wasser verunreinigt sein könnte.
    Foto: Markus Müller

    Die einen nutzen das Wasser offensichtlich gerne für ihre Aquarien, andere als Teewasser, heißt es im Dorf. Dabei hat das Wasser überhaupt keine Trinkwasserqualität. Es wird weder regelmäßig vom Gesundheitsamt noch von den Wasserwerken untersucht, teilt die Verbandsgemeindeverwaltung Montabaur mit. Doch das tut der Beliebtheit des kühlen Nass' keinen Abbruch. Die Bürger aus Görgeshausen selbst nutzen das Wasser meist nur zum Gießen der Gärten – wenn sie überhaupt eine Chance haben, schnell an den Brunnen heranzukommen.

    Schon lange warnen Schilder am Brunnen, dass es sich nicht um Trinkwasser handelt. „Diese Warnschilder am Brunnen werden leider regelmäßig heruntergerissen“, bedauert der Görgeshausener Ortsbürgermeister Jürgen Kindler. Aber offensichtlich schwören manche Brunnennutzer so auf das Wasser, dass sie es sogar direkt trinken.

    Jetzt ist aber ein zusätzliches Problem aufgetaucht: Die alte Leitung aus Holz, die die Brunnenanlage mit Wasser versorgt, hat ein Loch. Durch dieses läuft nicht nur Wasser weg, sondern es könnte auch fremdes Wasser von außen in die Anlage eindringen und den Brunnen eventuell mit krank machenden Keimen oder Ähnlichem verseuchen. Deshalb hat Ortschef Kindler jetzt zusätzlich ein vorsorgliches Gift-Warnschild am Brunnen angebracht, obwohl von der Anlage bisher nicht unbedingt eine Gefahr ausgehen muss. Zudem wurde die ganze Anlage mit Warnbaken und Flatterbänder abgesperrt. Aber auch die haben Brunnennutzer offenbar schon wieder verschoben, um problemlos ans begehrte Nass zu kommen.

    Aber mit der Nutzung des kostenlosen Wassers wird demnächst für eine Weile zumindest Schluss sein: Wie Kindler ankündigt, soll die defekte Leitung untersucht werden. Dafür muss der Brunnen allerdings zeitweilig trockengelegt werden. Ob und wie die Leitung dann repariert werden kann, soll nach der Bestandsaufnahme der Schäden geprüft werden.

    Immerhin: Sollte der Brunnen nicht mehr laufen, verliert das kleine Dorf eine seiner Attraktionen. Denn der beliebte Laufbrunnen wird sogar in einer bundesweiten Übersicht über Brunnen aufgeführt: neben dem Heilborn in Dernbach, der Fachinger Quelle und den Sauerbrunnen in Montabaur und Lindenholzhausen. Und bei dem heißen Wetter kann das kühle Görgeshausener Wasser bestimmt noch wenigstens für ein kühlendes Fußbad genutzt werden.

    Von unserem Redaktionsleiter Markus Müller

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