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    Hübingen

    Warnlichter als Protest: Fackeln sagen Nein zur Ultranet-Trasse

    Die brennenden Fackeln sprechen eine deutliche Sprache: Sie sagen Nein zur geplanten Ultranet-Trasse über den Köpfen der Westerwälder, die Gleichstrom von Nord nach Süd transportieren soll. Entzündet hat diese Warnlichter das Aktionsbündnis Ultranet auf einer Wiese in Hübingen, um in einer ersten konzertierten Aktion von zehn Bürgerinitiativen ein deutliches Zeichen setzen: Sie wollen keine Versuchskaninchen für ein Pilotprojekt sein. Denn weltweit gibt es bisher keine vergleichbare Stromtrasse.

    Zur Auftaktveranstaltung des Aktionsbündnisses Ultranet in Hübingen kamen rund 150 Menschen. Darunter Gabi Weber (SPD/MdB), Andreas Hartenfels (Grüne/MdL), Ilona Knifka (Linke/Kreistag WW), Leo Neydeck (Grüne Rhein-Lahn), Armin Hillingshäuser (Freie Wähler) sowie Rolf Schäfer als Vertreter des Landrats von Mayen-Koblenz, Alexander Saftig. 
    Zur Auftaktveranstaltung des Aktionsbündnisses Ultranet in Hübingen kamen rund 150 Menschen. Darunter Gabi Weber (SPD/MdB), Andreas Hartenfels (Grüne/MdL), Ilona Knifka (Linke/Kreistag WW), Leo Neydeck (Grüne Rhein-Lahn), Armin Hillingshäuser (Freie Wähler) sowie Rolf Schäfer als Vertreter des Landrats von Mayen-Koblenz, Alexander Saftig. 
    Foto: Aktionsbündnis Ultranet

    Gekommen waren rund 150 Menschen, die sich Gedanken um die Zukunft in ihrem Dorf, um ihre Gesundheit, ihre Kinder machen. Darunter eben auch Vertreter anderer Bürgerinitiativen zum Beispiel aus Niedernhausen, Urbar, Hürth, Kaarst und Koblenz. Sie alle sind, genau wie die Westerwälder Gemeinden Eitelborn, Hübingen, Simmern, Neuhäusel, Welschneudorf und Gackenbach betroffen von der oberirdisch geplanten Ultranet-Trasse. Denn entlang ihrer Dörfer verläuft bereits jetzt eine Stromtrasse, die allerdings vorläufig noch ausschließlich Wechselstrom transportiert.

    Zukünftig, so der Plan der Bundesnetzagentur, soll über diese bestehenden Masten auch Gleichstrom fließen, um den im Norden durch Windkraft produzierten Strom bundesweit verteilen zu können. Während anderenorts Erdkabel Vorrang haben sollen und gesetzliche Mindestabstände zur Wohnbebauung festgelegt sind, wird all dies im Westerwald und den anderen Bündnisgemeinden nicht berücksichtigt. Von den vier in Deutschland geplanten Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungs-Trassen (HGÜ) ist nur die Ultranet-Trasse als Freileitung vorgesehen.

    Die Sorge, dass Gleichstrom gesundheitliche Schäden zur Folge hat, wächst. Denn bislang gibt es keinerlei Studien über die Wirkung von Gleichstrom auf den menschlichen Organismus. Dabei liegen nach Auskunft des Aktionsbündnisses zum Beispiel in Hübingen 70 Prozent aller Häuser innerhalb des Mindestabstands, der für neue Trassen Gesetz ist. Der Abstand der Stromtrasse zur geschlossenen Bebauung beträgt zum Teil nur 80 Meter und nur ein Teil des Feriendorfes und des Tennisplatzes liegen außerhalb der vom Bund empfohlenen Abstandszone von 600 Metern. Ähnlich gestalten sich die Probleme in anderen Ortschaften entlang der Ultranet-Trasse.

    Der Zeitpunkt für die aufsehenerregende Veranstaltung war bewusst gewählt. Denn, so erklärt Oliver Leuker als Sprecher des Aktionsbündnisses Ultranet, die Bundesnetzagentur habe der Firma Amprion eine Frist bis Ende Februar gesetzt. Bis dahin müssten die Planungsunterlagen vorliegen, sodass absehbar das Planfeststellungsverfahren beginnen könnte. Darin enthalten ist dann auch die Offenlage der Pläne, zu denen sich die Bürger offiziell äußern können. Grund genug für die Bürgerinitiativen mobilzumachen, Fackeln zu entzünden, Drohnen steigen zu lassen und einzuladen, sich mit dem Thema zu beschäftigen. Aus Sicht des Bündnisses, so Oliver Leuker, war die Veranstaltung ein voller Erfolg. Denn es wurde nicht nur der Kontakt der BI untereinander intensiviert, es gab auch viele Gespräche mit Vertretern aus Politik und Verbänden.

    Von unserer Redakteurin Susanne Willke

     

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