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Westerwaldkreis

Waldbauverein bleibt unter gräflicher Leitung

Nach 21 Jahren hat Emanuel Graf von Walderdorff aus Molsberg die Leitung des von ihm mitgegründeten Kreiswaldbauvereins Westerwald abgegeben. Aber das Amt bleibt in Familienhand: Der Verein hat bei seiner Hauptversammlung in Langenhahn einstimmig seinen Sohn Wilderich Graf von Walderdorff zum neuen Vorsitzenden gewählt.

Zum Abschied als Vorsitzender des Kreiswaldbauvereins freute sich Emanuel Graf von Walderdorff (2. von rechts) über Geschenke. Einstimmig zu seinem Nachfolger wurde sein Sohn Wilderich (links) gewählt.
Zum Abschied als Vorsitzender des Kreiswaldbauvereins freute sich Emanuel Graf von Walderdorff (2. von rechts) über Geschenke. Einstimmig zu seinem Nachfolger wurde sein Sohn Wilderich (links) gewählt.
Foto: MM

Die ertragreiche Arbeit von Walderdorff senior würdigte ausführlich Friedrich Freiherr von Hövel aus Kirchen, stellvertretender Chef der rheinland-pfälzischen Waldbesitzer und Vorsitzender der Waldbauern im Kreis Altenkirchen. Der scheidende Vorsitzende habe zusammen mit dem ehemaligen Geschäftsführer Fritz Rhensius die Arbeit im Kreiswaldbauverein seit seiner Gründung maßgeblich geprägt. Heute könne Walderdorff stolz auf 100 Mitglieder und einen engagierten Vorstand sein.

Ruhig, aber sehr zielstrebig habe der Graf den Verein diskret gesteuert, bestätigte der stellevertretende Vorsitzende und Geschäftsführer Udo Stratemann. Unter anderem seien in dieser Zeit 20 kleine Exkursionen in Privatwälder und 20 große in Forstbetriebe, Museen oder auch Bergwerke durchgeführt worden.

Nachdem sich Emanuel Graf Walderdorff für die langjährige Unterstützung durch den Vorstand, die Mitglieder und weitere Beteiligte bedankt hatte, wies Mitglied Horst Wisser besonders auf die sehr gute Gemeinschaft von ganz kleinen bis zu großen Waldbesitzern hin. Wilderich Graf von Walderdorff stellte sich als Waldbesitzer vor, der selbst einen Forstbetrieb erfolgreich leitet.

Kreisbeigeordneter Kurt Schüler nahm sein Grußwort zum Anlass für eine Forderung nach mehr Interesse der Bürger für den heimischen Wald, während Landtagsmitglied Thorsten Wehner (SPD) einiges Wissenswerte aus der Landespolitik in sein Grußwort einbettete. Oberforstrat Wolfgang Schuh hielt einen Kurzvortrag zu den Themen, die zurzeit besonders für private Waldbesitzer wichtig sind: Stammholzpreise, Gebührenordnung von Landesforsten, Förderungsmöglichkeiten, Rechtsprechung und Naturschutz.

Zum Thema „Natura 2000 in der forstlichen Praxis im Gemeinde- und Privatwald“ hielt Hartmut König von der Zentralstelle der Forstverwaltung einen Fachvortrag. Natura 2000 ist das größte Netzwerk an Schutzgebieten weltweit, das auf europäischer Ebene entwickelt wurde. „Hierzu wurden auch in Rheinland-Pfalz zahlreiche Vogelschutzgebiete sowie Flora-Fauna-Habitat-Gebiete ausgewiesen“, erläuterte der frühere Leiter des Forstamtes Selters. „Im Bereich des Westerwaldkreises finden wir allein elf verschiedene FFH-Gebiete und fünf Vogelschutzgebiete, darunter das größte des Landes. 75 Prozent der Flächen aller FFH-Gebiete im Land sind Wald.“ Vielen Waldbesitzern sei unklar, ob und welche Teile ihrer Wälder in Natura-2000-Gebieten liegen. Unter www.naturschutz.rlp.de gebe es einen Kartendienst, bei dem man sich die Grenzen der FFH-Gebiete anzeigen lassen könne. König stellte die wichtigsten Regelungen dar, über die private Waldbesitzer Bescheid wissen sollten.

Von unserem Redaktionsleiter Markus Müller

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