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Wäller Eis-Zeit

Jetzt zur Waschanlage: Ist das sinnvoll?

Bei frostigen Temperaturen macht die Waschanlage Schenk in Wirges zu. Das Wasser könnte zu Schäden an den Autos führen. . Foto: Stephanie Kühr
Bei frostigen Temperaturen macht die Waschanlage Schenk in Wirges zu. Das Wasser könnte zu Schäden an den Autos führen. .
Foto: Stephanie Kühr

Bei gutem Wetter ist hier die Hölle los, doch heute bleibt an der Einfahrt zum Waschcenter Schenk im Wirgeser Einkaufszentrum die rot-weiße Schranke unten. „Ab minus 1 Grad machen wir zu. Da sind wir vorsichtig“, sagt Juniorchef Christian Hehl. Dabei geht es dem Unternehmer weniger um die Waschanlage selbst, die über zwei starke Gebläse, Heizlüfter und eine Fußbodenheizung verfügt. „Die Anlage ist robust, der passiert nichts“, sagt der 32-Jährige. Doch das Haftungsrisiko für Autoschäden sei bei den Minusgraden zu hoch. Dichtungen, Schlösser und Bremsen könnten durch das Waschwasser einfrieren, erklärt Hehl, der schon seit neun Jahren als Anlagenleiter im Waschcenter arbeitet. „Wir waschen die Autos mit der Schaumkanone und mit 60 Grad heißem Wasser vor. Wenn die Scheibe gefroren ist, kann sie auch mal platzen“, warnt er. Bei älteren Pkw sei es auch möglich, dass der Motor an der Ausfahrt der Waschstraße nicht mehr anspringt. Die Waschstraße muss dann gestoppt und der Wagen zur Seite geschoben werden. „Deshalb machen wir an kalten Tagen dicht und verzichten lieber auf Gewinn, als Ärger zu riskieren“, sagt Hehl. Der gute Ruf der Waschstraße sei ihm wichtiger. Für die insgesamt fünf Vollzeit-Mitarbeiter sei das kein Problem – sie bauen an eisigen Tagen nämlich Überstunden ab. Fest steht: Am heutigen Mittwoch bleibt die Anlage noch zu. „Sobald wir 0 Grad oder Plusgrade haben, sind wir wieder für unsere Kunden da“, verspricht Christian Hehl.

Nicht alle zieht es auf den Wochenmarkt

Die Händler auf dem Wochenmarkt in Montabaur machen sich Gedanken, ob sie dieser Tage überhaupt ihre Stände aufbauen. Doch die meisten wollen am Donnerstag ihre Waren anbieten. Blumenhändler Marjo muss bei den Minusgraden allerdings passen. Denn die frischen Blumen würden die Kälte nicht überstehen und in der Vase schnell die Köpfe hängen lassen. Bio-Händler Pedro Trabulla erklärte, dass er einst bei minus 17 Grad Celsius auf einem Wochenmarkt stand. Seitdem liegt seine persönliche Schmerzgrenze bei -6 Grad Celsius. Aber schon da wird es schwierig, die Temperatur im beheizten Zelt so hoch zu halten, damit die Lebensmittel nicht beschädigt werden. Gemüsehändlerin Maria Schröttner wird ihren Stand auf dem Wochenmarkt auf jeden Fall aufbauen. Denn sie macht es nicht von einer bestimmten Gradzahl abhängig, ob sie ihren Stand auf dem Markt aufbauen wird oder nicht. Sollte es kälter werden, könnte sie ihren Unterstand immer noch abbauen und somit ihre Lebensmittel schützen. con

Es läuft: Skisportler ziehen Bilanz

Für die Ski-Pisten sind die kalten Temperaturen ein Segen. Denn je kälter es ist, desto effektiver ist der Schneeerzeuger, macht Paul-Gerhard Künkler, Vorstandsmitglied im Ski-Club Kirburg, deutlich. „Trocken und kalt, das sind die optimalen Bedingungen für uns“, sagt Künkler und erzählt, dass der Ski-Lift Kirburg vor knapp drei Wochen in die Saison gestartet ist. Eine Zunahme oder gar Abnahme der Besucherzahlen, die auf die Temperaturen zurückzuführen sind, kann er aber nicht feststellen. Zwischen 10 und 20 Wintersportler sind durchschnittlich in der Woche aktiv, sagt Künkler, der selbst seit etwa 48 Jahren Ski fährt. Besondere Vorsichtsmaßnahmen, wie wärmere Kleidung, sei aber nicht unbedingt notwendig, findet er. „1996 war ich mal bei Minus 28 Grad in Kanada“, erzählt er. „Das ist dann schon was anderes als bei uns, wo sich dann auch eine Schutzcreme für das Gesicht anbietet.“

Herrlicher ist die Eis-Zeit in den Eisdielen. Man muss sich nur warm einpacken. Foto: Stephanie Kühr
Herrlicher ist die Eis-Zeit in den Eisdielen. Man muss sich nur warm einpacken.
Foto: Stephanie Kühr

Ein himmlisch eisiger Start für Eisdielen

Eine süße Eis-Zeit herrscht zurzeit in Ransbach-Baumbach. Die Eisdiele „Capani“ in der Rheinstraße hat nach sechs Wochen Winterschlaf bereits seit Anfang Februar wieder geöffnet. Eis essen bei den frostigen Temperaturen – geht das überhaupt? „Oh ja, das geht sogar sehr gut“, sagt Besitzer Rrahmon Grainca und lacht. „Ich war selbst überrascht. Wir haben gar keine Werbung gemacht, aber wir hatten vom ersten Tag an gut zu tun“, sagt der 38-Jährige, während auf der Terrasse Fidan Maxharraj einen doppelten Capani-Becher löffelt. Welche Sorte besonders gut geht? „Vanille, Vanille und wieder Vanille, im Sommer wie im Winter“, sagt Grainca. Neuerdings bietet seine Eisdiele auch Kuchen, selbst gemachte Tiramisu und heiße Waffeln an. Auch das kommt bei den Kunden gut an. Und im Sommer geht die Eiszeit weiter – sogar mit Eistorte.

hal/kür

Montabaur Hachenburg
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