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    Vorbildlich: Selters baut kräftig Schulden ab

    Bei einer Enthaltung hat der Verbandsgemeinderat Selters am Dienstagabend den Haushalt für das kommende Jahr verabschiedet.

    Von unserer Redakteurin Silke Müller

    Die gute Nachricht vorweg: Der Etat kommt wie in den vergangenen Jahren ohne die Aufnahme eines Darlehens aus, und die VG kann erneut ihre Schuldenlast senken. Hatte diese im Jahr 2002, als der bisher letzte Kredit aufgenommen worden war, einen Höchststand von knapp 6 Millionen Euro erreicht, so wird sie – wenn alles nach Plan läuft – im kommenden Jahr auf rund rund 1,8 Millionen Euro schrumpfen.

    „Dies führt zu einer jährlichen Einsparung bei Zins- und Tilgungsleistungen von 125 000 Euro oder 0,85 Prozent der VG-Umlage“, erläuterte Bürgermeister Klaus Müller. Der Umlage-Hebesatz liegt unverändert bei 34,5 Prozent.

    Nur noch drei Darlehen

    Müller kündigte an, dass zudem für das Jahr 2017 eine außerordentliche Tilgung in Höhe von 354 000 Euro vorgesehen ist. Das Geld dafür soll der Rücklage entnommen werden. In den Folgejahren werde dies zu einer weiteren jährlichen Ersparnis an Zins- und Tilgungsleistungen von 38 000 Euro führen, so der VG-Chef. Der Schuldenstand wird so Ende 2017 bei noch drei laufenden Darlehen knapp 1,4 Millionen Euro betragen. Diese Entwicklung begrüßt der Rat.

    Für die CDU, so betonte deren Fraktionsvorsitzender Fritz Hens, sei es wesentlich, dass die Politik der Schuldenreduzierung „konsequent Schritt für Schritt fortgesetzt wird“. FWG-Fraktionschef Hanno Steindorf hob hervor, dass die VG im 14. Jahr in Folge keine neue Schulden macht. „Die dauerhafte Senkung der Zins- und Tilgungsleistungen wird uns in Zukunft helfen, Dinge umzusetzen, die aus heutiger Sicht nicht, ohne Schulden zu machen, finanzierbar wären“, sagte er.

    Mehr Geld für soziale Sicherheit

    Im Ergebnishaushalt wird mit Erträgen von 8,6 Millionen Euro und Aufwendungen von 8,4 Millionen Euro gerechnet. Dickster Brocken sind nach wie vor die Personalkosten, die rund 45 Prozent der Ausgaben ausmachen. Schwierig zu kalkulieren indes sind die Kosten der sozialen Sicherung, die, wie Müller berichtete, im laufenden Haushaltsjahr nachhaltig gestiegen sind. „Die Ursache für die Steigerung findet sich in den weiterhin steigenden Asylbewerberzahlen“, erläuterte der Bürgermeister.

    In den vergangenen Jahren standen bei diesem Posten Aufwendungen der VG in Höhe von 587 000 Euro Zahlungen des Kreises von 435 300 Euro gegenüber. Für 2016 kalkuliert die VG mit Ausgaben in Höhe von 819 500 Euro bei Zahlungen des Kreises in Höhe von 649 100 Euro, was letztlich für die Verbandsgemeinde im Vergleich zu den vergangenen Jahren einen Mehraufwand von 18 700 Euro bedeutet.

    Investition in Schullandschaft

    Für den Finanzhaushalt, der die tatsächlichen Geldbewegungen abbildet, rechnet die VG mit Einzahlungen von 8 375 000 Euro. Dem gegenüber stehen Auszahlungen in Höhe von 8 324 000 Euro, sodass, wenn alles nach Plan verläuft, knapp 51 000 der Rücklage zugeführt werden können. Für Investitionen sind rund 962 000 Euro vorgesehen. Der Löwenanteil von 807 000 Euro fließt in die Schulen: 500 000 Euro für die Erweiterung der IGS Selters zur Sekundarstufe II und 250 000 Euro für die Grundschule Herschbach. Was die IGS betrifft, so sprach Hens von einer „Erfolgsgeschichte sondergleichen“ und Steindorf von gut investiertem Geld in die Zukunft der Kinder. „Während andere Schulformen mit stark sinkenden Schülerzahlen zu kämpfen haben, gibt es bei der IGS Selters Anmeldezahlen und Interessierte, die weit über den tatsächlichen Aufnahmekapazitäten liegen“, sagte Hanno Steindorf.

    Für die Feuerwehren stehen im Plan neben dem jährlichen Pauschalansatz in Höhe von 40 000 Euro zusätzlich 64 000 Euro. Sie sind für die Anschaffung eines digitalen Meldeempfängers, eines Gasmessgeräts, eines Gerätesatzes zur Absturzsicherung und eines Hebekissens gedacht.

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