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    Siershahn/Paderborn

    Trio soll in Siershahn Lkw gestohlen haben

    Beute im Wert von mehreren Hunderttausend Euro sollen drei Litauer gemacht haben, die sich mutmaßlich als Bande auf den Diebstahl von Sattelzügen samt Ladung spezialisiert hatten. Jetzt steht das Trio, dem auch eine Tat in Siershahn zur Last gelegt wird, vor dem Landgericht Paderborn.

    Foto: dpa

    Von Ulrich Pfaff

    Innerhalb eines guten halben Jahres, von November 2014 bis Juni 2015, so wirft die Staatsanwaltschaft den drei Angeklagten vor, sollen sie sechs Mal zugeschlagen haben. Bei der Beute nimmt sich der Diebstahl eines in Siershahn entwendeten Mercedes-Sattelzugs im Juni dieses Jahres noch vergleichsweise gering aus: Er war etwa 59 000 Euro wert und wurde später in Wiesbaden aufgefunden. In Lemgo im Kreis Lippe, in Iserlohn und gleich drei Mal im nordhessischen Korbach verschwanden ebenfalls beladene Lkw oder Sattelzüge. Die Ladung der Gespanne bestand in mehreren Fällen aus nagelneuen Autoreifen im Wert von gesamt fast 400 000 Euro. Diese schafften die Täter zu einer Lagerhalle in Salzkotten im Kreis Paderborn - wie die Beute aus allen anderen Taten auch.

    Die Staatsanwaltschaft beziffert den Gesamtschaden auf mehr als 600 000 Euro. Die beiden 29 und 30 Jahre alten Angeklagten sollen als Drahtzieher von ihrem Wohnsitz in Paderborn aus die Diebstähle geplant und mit wechselnden Fahrern, die sie aus Litauen rekrutierten, durchgeführt haben - einer dieser Fahrer, ein 37-jähriger Gelegenheitsarbeiter aus Kaunas, sitzt mit auf der Anklagebank.

    Das Diebesgut konnten die Ermittler beim Zugriff im Juni in der Lagerhalle in Salzkotten sicherstellen - dort soll es zum Weiterverkauf zwischengelagert worden sein. Die Lkw, die nach dem Aufbrechen von den Tatorten weggefahren wurden, sollten laut Anklage später von den Beschuldigten nach Osteuropa weiterverkauft werden. Dies sei allerdings nicht gelungen, da die Zugmaschinen und Gespanne allesamt noch in Deutschland sichergestellt werden konnten - zum Teil erheblich beschädigt, weil elektronische Bauteile ausgebaut worden waren.

    Zum Prozessauftakt machten die drei Angeklagten nur Angaben zur Person. Die beiden mutmaßlichen Haupttäter leben seit etwa zwei Jahren in Paderborn. Der 30-Jährige will einen Teilzeitjob bei einem Paketdienst gehabt und zusätzlich einen Autohandel zwischen England und Litauen betrieben haben. Er räumte ein, beim Abladen von Waren in drei Fällen in Salzkotten mitgewirkt zu haben.

    Der Verteidiger des 29-Jährigen ließ durchblicken, dass sein Mandant bereit sei, über einen Deal zu verhandeln - jener gab an, arbeitslos gewesen zu sein, nachdem der Versuch, in Paderborn eine Autowerkstatt zu eröffnen, an seinen mangelnden Deutschkenntnissen gescheitert sei. Der 37-jährige mutmaßliche Fahrer hat keine Adresse in Deutschland.

    Weitere Termine hat das Landgericht Paderborn für Januar bereits angesetzt.

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