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    Westerwaldkreis

    Trimmen, bürsten, schneiden, scheren

    Hundefriseure werden auch mit dem englischen Begriff Groomer bezeichnet. Hundefriseur ist noch kein geschützter Ausbildungsberuf - sehr zum Bedauern von Ute Siepmann aus Vielbach.

    Vorsichtig wird mit der Maschine der Bauch von Rauhaardackel Lucky geschoren. Frauchen Renate Nieß hält den Hund sicher in die Höhe, während Ute Siepmann sich konzentriert an die Arbeit macht.
    Vorsichtig wird mit der Maschine der Bauch von Rauhaardackel Lucky geschoren. Frauchen Renate Nieß hält den Hund sicher in die Höhe, während Ute Siepmann sich konzentriert an die Arbeit macht.
    Foto: Camilla Härtewig

    Sie selbst machte an der renommierten Groomerschule Karin Kretschmer in Frankfurt eine Ausbildung zum Hundefriseur und besucht regelmäßig Fortbildungen.

    Trimmen

    Das Handtrimmen der Hunde mit Fingern oder Trimmmessern ist eine besondere Kunst und fordert viel Training, Geduld und Genauigkeit. Trimmen bedeutet, dass das reife Haar (bereits abgestorbenes Haar) aus der Haut entfernt wird, ohne das Scheren oder Schermaschinen verwendet werden. Das trimmbare Haar fällt nur sehr schwer von alleine aus und verursacht Juckreiz, in schlimmeren Fällen sogar Ausschläge. Der Hund versucht, durch vermehrtes Wetzen das reife Haar abzustreifen. Durch das Austrimmen wird der Haarkanal freigelegt, und es können die "neuen" Haare nachgeschoben werden. Wie oft das Trimmen notwendig ist, hängt von der Rasse, vom Felltyp und der Wachstumsgeschwindigkeit ab. Im Idealfall wird alle zwölf Wochen getrimmt.

    Unterwolle

    Als Unterwolle bezeichnet man die unter den Deckhaaren befindlichen Wollhaare. Die Unterwolle schützt vor Nässe, Kälte und Sonne. Dies funktioniert aber nur, wenn das Fell noch lebt. Alle 10 bis 16 Wochen aber sterben die Nervenenden an den Haarwurzeln ab, das Haar wird nicht mehr versorgt und abgestoßen. Werden diese losen Haare nicht fachgerecht entfernt, kann die Menge der abgestoßenen Unterwolle so groß werden, dass sie im Deckhaar hängen bleibt, sich verfilzt und die Haut durch den ständigen Kontakt mit den toten Haarwurzeln zu jucken beginnt. Mit speziellen Kämmen ist es möglich, nur die Unterwolle zu entfernen, ohne das darüberliegende Deckhaar zu zerstören. So gelangt wieder Luft an die Haut, und es wird Platz gemacht für das neue, nachwachsende Haar.

    Scheren und Schneiden

    Beim Scheren wird das Hundehaar mit einer Fellschneidemaschine gekürzt. Ute Siepmann schert meist nur Bauch und Beine. "Denn mit der Maschine geht das Haar kaputt." So nötig, zieht sie das fachgerechte Schneiden mit der Schere eindeutig vor. Geschnitten werden Hunde mit weichem Haar, etwa Malteser, Shih Tzu, Yorkshire Terrier, Chihuahua oder Havaneser. Bei diesem Fell ist üblicherweise ein stetiges Wachstum vorhanden, teilweise bis zum Boden. Das Haarkleid wird mit verschiedenen Sorten und Größen von Scheren geschnitten. Sehr viele Hunde haben starken Haarwuchs zwischen den Ballen. Diese Haare nutzen sich meistens durch das Laufen nicht ab. Sie sollten regelmäßig geschnitten werden, so wird verhindert, dass sich Schmutz und im Winter Eis zwischen den Ballen festsetzt. Außerdem können sich Verfilzungen bilden, die zu unnötigen Schmerzen beim Laufen oder gar Verletzungen führen können.

    Weitere Angebote

    Ute Siepmann pflegt Hunde nach Rassestandard auf internationalem Niveau oder ganz nach den Wünschen der zweibeinigen Kunden. Sie berät individuell zu rassespezifischen Pflegemöglichkeiten für Haut und Haar. Auch Ohren- und Augenpflege, Pfoten- und Krallenpflege, Baden, Entfilzen, Kämmen und Bürsten gehören zu ihrer Angebotspalette. Von häufigem Baden rät sie ab. "Das Fell reinigt sich normalerweise selbst. Je mehr man badet, desto eher verschmutzen die Hunde." cam

    Die Kunst der Hundefrisöre: Mit Ruhe und Tierliebe Hunden auf den Pelz rücken Mit Ruhe und Tierliebe Hunden auf den Pelz rücken
    Montabaur Hachenburg
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