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Unnau

Traurige Gewissheit nach schrecklichem Fund: Toter ist vermisster Jugendlicher [Update]

Nadja Hoffmann-Heidrich

Schrecklicher Fund in Unnau: Als ein Landwirt am Freitagmittag aufgestapelte Heuballen von einer Wiese abtransportieren wollte, entdeckte er zwischen den Ballen eine männliche Leiche. Die Obduktion hat ergeben, dass es sich um den vermissten Jugendlichen handelt.

Diese Heuballen lagern bereits seit einiger Zeit zwischen Unnau und Korb. Als ein Landwirt sie am Freitag abholen wollte, fand er zwischen den Ballen eine männliche Leiche. Zur Klärung der Identität und der Todesursache hat die Staatsanwaltschaft Koblenz eine Obduktion angeordnet.
Diese Heuballen lagern bereits seit einiger Zeit zwischen Unnau und Korb. Als ein Landwirt sie am Freitag abholen wollte, fand er zwischen den Ballen eine männliche Leiche. Zur Klärung der Identität und der Todesursache hat die Staatsanwaltschaft Koblenz eine Obduktion angeordnet.
Foto: Röder-Moldenhauer

Auch wenn die Staatsanwaltschaft Koblenz zur Feststellung der Identität des Toten und zur Klärung der Todesursache eine Obduktion angeordnet hat, deren Ergebnis noch aussteht, handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um den seit fünf Monaten vermissten Jugendlichen aus Unnau-Korb.

Hinweise auf ein Fremdverschulden in diesem Todesfall liegen laut Polizei Hachenburg nicht vor. Vielmehr gehen die Ermittler nach derzeitigem Kenntnisstand von einem tragischen Unfall aus. Bundesweite Unglücksfälle haben in der Vergangenheit bereits gezeigt, dass die schweren Rundballen, die zwischen 750 und 1000 Kilogramm wiegen können und, aufeinandergestapelt, mehrere Meter in die Höhe ragen, zu einer tödlichen Falle werden können. Eingeklemmt in den engen Zwischenräumen hat man kaum eine Chance, sich aus eigener Kraft daraus zu befreien. Deshalb wird immer davor gewarnt, auf den Ballen herumzuklettern.

Der Leichnam wurde rund 1,2 Kilometer vom Elternhaus des seit 15. April vermissten Jugendlichen gefunden, der die Wohnung damals am frühen Abend verlassen hatte, um sein Handy zu suchen. Die Polizei hatte in den Wochen danach unter anderem Wärmebildkameras und Mantrailer (Personenspürhunde) in dem Gebiet eingesetzt, doch der Junge blieb verschwunden. Hört man sich in Unnau um, hat inzwischen jedoch kaum noch jemand Zweifel an der Identität des Toten. Ortsbürgermeister Ulrich Leukel sagte, er habe den Jungen zwar nicht persönlich gekannt, sei aber über diese grausame Nachricht zutiefst erschüttert. Die Reaktionen der Bürger zeugten von einer großen Anteilnahme am Schicksal des Jugendlichen, dessen Familie mit Plakaten bis in die Regionen Rhein-Main und Rhein-Sieg nach dem Jungen gesucht hatte. Leukel, bis zu seiner Pensionierung Polizist, war gerade zufällig auf der Hachenburger Dienststelle, um frühere Kollegen zu besuchen, als die Meldung des Landwirts dort einging. Mit diesem hat der Ortsbürgermeister daraufhin, nach eigener Auskunft, bereits am Wochenende gesprochen. Die Wiese, auf der der Leichnam gefunden wurde, liegt etwas abseits der Bebauung zwischen Unnau und dem Ortsteil Korb. Nur wenige Meter an den Ballen vorbei führt allerdings ein Feldweg, der täglich von zahlreichen Spaziergängern, auch mit Hunden, genutzt wird.

[Update, Mittwoch, 11 Uhr:] Die Obduktionsergebnisse liegen vor, wie die Polizei mitteilt: "Bei der aufgefundenen Leiche handelt es sich zweifelsfrei um den seit dem 15. April 2018 vermissten Daniel Malinowski." Nach bisherigem Ermittlungsstand geht die Polizei von einem Unglücksfall aus.

Von unserer Redakteurin Nadja Hoffmann-Heidrich

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