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    Ransbach-Baumbach

    Töpferstadt wehrt sich gegen Werbe-Wildwuchs

    Die Töpferstadt gebietet dem Werbe-Wildwuchs im Zentrum von Ransbach-Baumbach nun Einhalt. Entlang der Rheinstraße sollen willkürlich platzierte Werbetafeln oder sogar mehrere Meter hohe Werbepylonen verboten werden. Das hat der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen.

    Die Stadt Ransbach-Baumbach möchte auch in Zukunft Werbe-Wildwuchs verhindern.
    Die Stadt Ransbach-Baumbach möchte auch in Zukunft Werbe-Wildwuchs verhindern.
    Foto: Sascha Ditscher

    Ransbach-Baumbach - Die Töpferstadt gebietet dem Werbe-Wildwuchs im Zentrum von Ransbach-Baumbach nun Einhalt. Entlang der Rheinstraße sollen willkürlich platzierte Werbetafeln oder sogar mehrere Meter hohe Werbepylonen verboten werden. Das hat der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen.

    Die Ratsmitglieder votierten dafür, den Bebauungsplan "Stadtmitte - Bereich Mitte" entsprechend abzuändern, um, wie es in dem Beschluss heißt, "hier in Zukunft keinen Wildwuchs entstehen zu lassen". Bislang enthält der Bebauungsplan keine gesonderten Vorkehrungen zu Werbeanlagen im Herzen der Töpfersdtadt. Doch das wird nun anders: Im beschleunigten Verfahren soll eine so genannte Änderungsplanung erfolgen. Den Auftrag für die Planungen vergab der Stadtrat an das Ingenieurbüro Karst (Nörtershausen). Das Honorar hierfür liegt bei 2270 Euro. Da es einige Zeit dauern wird, bis der Bebauungsplan rechtskräftig abgeändert ist, hat der Rat für die Zeit des Planverfahrens eine so genannte "Veränderungssperre" erlassen, die mit sofortiger Wirkung klare Regelungen zu Werbetafeln erlässt. Vorhandene und bereits genehmigte Reklamen sind laut Ratsbeschluss davon nicht betroffen.

    In der Sitzung konnte Ransbach-Baumbachs Bürgermeister Michael Merz den Ratsmitgliedern darüber hinaus eine gute Nachricht verkünden. Die Töpferstadt wurde mit dem Sanierungsgebiet "Alt Ransbach" in das  Förderprogramm von Bund und Ländern "Ländliche Zentren - Kleine Städte und Gemeinden" aufgenommen. Das Programm dient der Erneuerung innerstädtischer  Gebiete in kleinen Städten. "Wir freuen uns sehr über die Nachricht", sagte Merz. Das Land habe in einem ersten Schritt 120 000 Euro für die Stadt reserviert, teilte der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz jetzt Bürgermeister Merz in einem Schreiben mit. Der konkrete Förderantrag werde bis zum Jahresende gestellt, unterstrich Merz.

    Weiteres wichtiges Thema: Der Stadtrat hat dem Forstwirtschaftsplan für 2012 ebenfalls geschlossen zugestimmt. Dem Plan zufolge werden die Forsten der Töpferstadt - im Bereich der VG Ransbach-Baumbach liegen die Forstreviere Breitenau und Masselbach - im kommenden Jahr bei Gesamteinnahmen in Höhe von 126 557 Euro und Ausgaben von 110 243 Euro einen Überschuss von 16 314 Euro erzielen. Der Leiter des Forstreviers Masselbach, Eckhard Niebisch, legte dem Rat die Zahlen im Einzelnen dar. Der Großteil der Einnahmen stammt mit rund 122 000 Euro aus dem Holzverkauf. Dabei sollen 1250 Festmeter Fichte - mit 85.551 Euro die Haupteinnahmequelle - und 700 Festmeter Buche geschlagen werden. Der Forstwirtschaftsplan veranschlagt auf der Ausgabenseite neben den Löhnen der Waldarbeiter, den Kosten für Sachinvestitionen und für Dienstleistungen Dritter rund 24 000 Euro für Aufforstungsmaßnahmen und Neuanpflanzungen auf einer Fläche von viereinhalb Hektar, 6000 Euro für die Unterhaltung der Waldwege, 1500 Euro für die Waldjugendspiele mit 600 teilnehmenden Schülern sowie weitere 1500 Euro für Walderholungseinrichtungen. Weitere 1300 Euro sind für die Arbeitssicherheit vorgesehen.

    Nachdem im Jahr 2010 die Windwurf-Schäden beseitigt worden seien, sei dieses Jahr ein eher ruhiges Jahr gewesen, führte Niebisch aus. Allerdings habe der Wald die Defizite infolge der extremen Trockenheit und der knappen Niederschläge nicht mehr aufholen können. Die Folge: ein starker Käferbefall. Der Klimawandel sei im Stadtwald deutlich spürbar, betonte der Revierleiter. Allein im Stadtwald wurden in der Folge 2000 Festmeter Käferholz geschlagen. Das einzig Gute daran: "Der Wald hat der Stadt damit ein sattes Plus eingebracht", sagte Niebisch.

    Auch die städtische Weihnachtsbeleuchtung war Thema im Rat. Die Töpferstadt hat die bisherige Beleuchtung durch LED-Leuchten  ersetzt und kann dadurch viel Geld sparen. Die LED-Lichterketten kosteten in der Anschaffung zwar rund 9200 Euro. Doch sie verursachen in der Weihnachtszeit nur Energiekosten von rund 213 Euro, während mit den alten herkömmlichen Lichterketten jährlich Kosten von rund 6400 Euro entstanden, zuzüglich 2400 Euro für neue Birnen. Damit werden sich die Kosten für die neuen Leuchten bereits im kommenden Jahr amortisieren.

    Von unserer Redakteurin Stephanie Kühr

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