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Nauort

Tierische Ausstellung: Heinz Kuppler aus Nauort zeigt seine Bilder

Verena Hallermann

Ein bunter Hirsch steht vor einer malerischen Stadt und röhrt. Er beschwert sich, dass die Menschen ihm sein Lebensraum nehmen. Normalerweise hängt dieses Bild im goldenen Rahmen bei Heinz Kuppler im Wohnzimmer. Jetzt hängt er sein Meisterwerk vorübergehend zu den anderen Acrylbildern, die er im Rahmen seiner Ausstellung ab dem 14. Oktober im Restaurant Zum Brauer in Nauort präsentiert und verkauft. „Dieses Mal habe ich mich nur auf Tiere konzentriert“, erzählt der 61-jährige Künstler. „Aber ich male eigentlich alles, was mir gefällt.“

Heinz Kuppler hat für seine 4. Ausstellung Giraffen, Zebras, Papageien, Tiger und viele Tiere mehr gemalt.
Heinz Kuppler hat für seine 4. Ausstellung Giraffen, Zebras, Papageien, Tiger und viele Tiere mehr gemalt.
Foto: Verena Hallerman

In dem Saal des Restaurants, den Jasmin und Marco Tadic dem Künstler kostenlos zur Verfügung stellen, hat Kuppler einige großformatige Bilder aufgehangen. Sie zeigen bunte Papageien, einen Strauß, der vorwitzig von der Leinwand schaut, eine Giraffe, ein Zebra, ein Nashorn – und viele mehr. Insgesamt 25 Tierbilder hat er in einem Zeitraum von rund zwei Jahren gemalt. Der Tiger mit seinen stechend blauen Augen ist eines seiner liebsten Werke. „Ich finde, hier habe ich das Maul gut getroffen“, sagt Kuppler und deutet auf die Reißzähne des Tieres.

"Der Ausdruck des Bildes ist wichtig. Nicht die Frage, was mir das Bild womöglich sagen könnte."

Perfektion ist dem Hobbykünstler aber eigentlich gar nicht so wichtig. Ihm geht es vor allem um die Freude am Malen und darum, dass das Bild seinem Betrachter und möglichen Käufer auch gefällt. Immerhin müsse das Werk für einen längeren Zeitraum eine Wand zieren. Tiefgründige Interpretationen über die Bedeutung der Kunst, das liegt ihm dagegen nicht. „Der Ausdruck des Bildes ist wichtig“, meint er. „Nicht die Frage, was mir das Bild womöglich sagen könnte.“

Der Hobbykünstler arbeitet seit 25 Jahren beim Landesamt für Vermessung und Geobasisinformation Rheinland-Pfalz in der Grafikabteilung in Koblenz. Er ist verheiratet, Vater von Zwillingen und einem Sohn und begeisterter Karnevalist. Zeit zum Malen hat er daher nur in seiner Freizeit. Dann zieht er sich mit Leinwand, Farbe und Pinseln in seine kleine Malecke zurück und sucht sich ein neues Motiv. Am liebsten malt er mit Acryl. „Da kann man noch kleine Fehler ausbessern“, erklärt er augenzwinkernd.

Der Nauorter hat vor knapp vier Jahren angefangen zu malen. Schließlich gehe es langsam auf die Rente zu, da könne man sich schon noch ein Hobby zulegen, sagt er lächelnd. An die 100 Bilder sind in dieser Zeit entstanden. Darunter auch einige Bleistiftzeichnungen. Unter anderem hat er alle Bundeskanzler porträtiert. Aber auch einige abstrakte Kunstwerke hat er geschaffen. Für eine kurze Zeit hat er Malunterricht genommen. Aber das meiste hat er sich selbst beigebracht. Schon als Kind hat er gern gemalt. Im Alter von etwa zehn Jahren hat er seine ersten Bleistiftzeichnungen angefertigt. Es ist nun das vierte Mal, dass er seine Bilder ausstellt.

Mittlerweile hängen in dem Haus von Kuppler nur noch seine eigenen Bilder. Acht davon allein im Untergeschoss. Weitere werden sorgfältig aufbewahrt. Für einen echten Gerhard Richter würde er aber schon Platz machen, überlegt er schmunzelnd. Jetzt wolle er für zwei, drei Wochen erst mal gar keinen Pinsel mehr in die Hand nehmen. Dann will er – für die nächste Ausstellung – vielleicht Menschen aus verschiedenen Kulturen malen.

Einige Bilder von Heinz Kuppler sind von Samstag bis Sonntag, 14. bis 22. Oktober, im Restaurant Zum Brauer in Nauort zu sehen.

Von unserer Reporterin Verena Hallermann

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