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    Staudter Traditionsbäckerei Burggraf ist endgültig Geschichte

    Die Gerüchte sind nun Gewissheit: Die Staudter Traditionsbäckerei Burggraf ist endgültig geschlossen. Die Bäckereikette konnte nicht als Gesamtunternehmen gerettet werden, da die Suche nach einem Großinvestor bis zur offiziellen Aufnahme des Insolvenzverfahrens Anfang August nicht gelungen ist.

    Die Staudter Traditionsbäckerei Burggraf gibt es nicht mehr. Nachdem das Familienunternehmen in die Schieflage geraten war, gelang es nicht, einen Investor für den Gesamtbetrieb zu finden. Einige Filialen, wie hier in Montabaur, wurden übernommen. Arbeitsplätze konnten so gerettet werden.
    Die Staudter Traditionsbäckerei Burggraf gibt es nicht mehr. Nachdem das Familienunternehmen in die Schieflage geraten war, gelang es nicht, einen Investor für den Gesamtbetrieb zu finden. Einige Filialen, wie hier in Montabaur, wurden übernommen. Arbeitsplätze konnten so gerettet werden.
    Foto: Andreas Jöckel

    Staudt - Die Gerüchte sind nun Gewissheit: Die Staudter Traditionsbäckerei Burggraf ist endgültig geschlossen. Die Bäckereikette konnte nicht als Gesamtunternehmen gerettet werden, da die Suche nach einem Großinvestor bis zur offiziellen Aufnahme des Insolvenzverfahrens Anfang August nicht gelungen ist.

    Das hat die vom Amtsgericht Montabaur eingesetzte Koblenzer Fachanwältin für Insolvenzrecht Nada Nasser von der Rechtsanwaltskanzlei Kreplin und Partner gegenüber unserer Zeitung bestätigt. Von der Betriebsschließung sind rund 60 Mitarbeiter in der zentralen Produktionsstätte im Staudter Industrie- und Gewerbegebiet Feincheswiese sowie in zehn Filialen betroffen. Damit ist der Wirtschaftsstandort Westerwald um ein weiteres alteingesessenes, mittelständisches Familienunternehmen ärmer.

    "Nach Anmeldung der Insolvenz im Mai haben wir den Geschäftsbetrieb in der Produktion und in allen zehn Filialen in vollem Umfang fortgeführt und sämtliche Möglichkeiten geprüft, wie das Unternehmen dauerhaft erhalten werden kann. Das war fundamental wichtig, um einen potentiellen Investor für Burggraf zu finden", sagte Nada Nasser der WZ.  Die Kanzlei habe durch Ausschreibungen in ganz Deutschland versucht, einen Großinvestor für das 1905 gegründete Westerwälder Familienunternehmen zu gewinnen. "Unser Ziel war es, eine Gesamtlösung für Burggraf zu erreichen", betonte Nasser. Vergebens: "Die Resonanz war sehr verhalten. Es gab nur zwei ernsthafte mögliche Investoren, die auch ein grundlegendes Interesse für die Backproduktion hatten. Doch letztendlich war ihnen das Risiko zu groß", bedauerte Nasser.

    Die Anwältin begründet die verhaltene Investitionsneigung mit der angespannten Situation in der Bäckereibranche. "Wir beobachten derzeit eine branchenspezifische Krise im Bäckereigewerbe. Infolge der Marktsättigung gibt es einen zunehmend härteren Wettbewerb und Preiskampf unter den Anbietern", sagte Nasser. "Burggraf ist bundesweit nicht die einzige Bäckerei, die in eine wirtschaftliche Schieflage geraten ist.  Die Konkurrenz ist hart", betonte sie. Angesichts dieser unsicheren Marktsituation hätten die Verhandlungspartner, die bereits über eigene Großproduktionen verfügten, die hohe Investition in die Staudter Produktionsstätte gescheut. "Diesen Betrag schüttelt man nicht einfach aus dem Ärmel", unterstrich Nasser.

    Mangels Investor wurde die zentrale Produktionsstätte gänzlich stillgelegt und wird nun - da die Immobilie nicht zur Insolvenzmasse zählt - privat vermarktet. "Hiervon sind 20 Mitarbeiter betroffen, die ich entlassen musste", sagte Nasser. Deutlich besser sieht es hingegen für die zehn früheren Burggraf-Filialen aus: Der Insolvenzverwalterin gelang es, für sieben Filialen Käufer zu finden. Alleine fünf Verkaufsstellen hat die Heiligenrother Bäckerei Nink übernommen, bestätigte Nasser. "In den veräußerten Filialen konnten zwei Drittel der Arbeitsplätze erhalten werden", sagte die Anwältin. "Auch wenn das Gesamtkonstrukt Burggraf nicht erhalten werden konnte, ist dies bei den widrigen Umständen ein ordentlicher Teilerfolg", zog Nada Nasser zufrieden Bilanz.

    Von unserer Redakteurin Stephanie Kühr

     

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