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Simmern pflegt Partnerschaft zu Páhi: Ungarische Gäste in der Augst empfangen

Etwas früher als erwartet trafen die Gäste aus der Partnergemeinde Páhi in Simmern ein. Telefonisch hatten sie ihre Gastgeber über ihre Ankunftszeit informiert. Daraufhin wurde gleich eine Telefonkette gestartet, um alle zu informieren, die den Besuchern Unterkunft gewähren. So standen die Westerwälder auf dem Dorfplatz schon parat, als die Gruppe aus Ungarn nach rund 15-stündiger Busfahrt eintraf. Es gab einen freudigen Empfang – auch wenn die Magyaren nach der langen Anreise etwas müde waren. Nach einem gemeinsamen Begrüßungstrunk und einer kleinen Ansprache von Johannes Ullrich, dem Vorsitzenden des Wäller Partnerschaftsvereins, ging es erst einmal zum Ausruhen in die Familien.

Foto: Christel Debusmann

Simmern – Etwas früher als erwartet trafen die Gäste aus der Partnergemeinde Páhi in Simmern ein. Telefonisch hatten sie ihre Gastgeber über ihre Ankunftszeit informiert. Daraufhin wurde gleich eine Telefonkette gestartet, um alle zu informieren, die den Besuchern Unterkunft gewähren. So standen die Westerwälder auf dem Dorfplatz schon parat, als die Gruppe aus Ungarn nach rund 15-stündiger Busfahrt eintraf. Es gab einen freudigen Empfang – auch wenn die Magyaren nach der langen Anreise etwas müde waren. Nach einem gemeinsamen Begrüßungstrunk und einer kleinen Ansprache von Johannes Ullrich, dem Vorsitzenden des Wäller Partnerschaftsvereins, ging es erst einmal zum Ausruhen in die Familien.

Die mehr als 40 Personen aus Ungarn verbringen von Mittwoch bis Sonntag mit ihren Simmerner Bekannten. Diese haben für ihren Besuch ein umfangreiches Programm zusammengestellt.  Natürlich treffen sich alle auch abends noch zum gemütlichen Beisammensein, um sich noch besser kennenzulernen.

Inzwischen stößt die deutsch-ungarische Partnerschaft in Simmern auf großen Zuspruch. Anfangs herrschte eher etwas Reserviertheit. Johannes Ullrich informiert: „Der Verein wächst ständig. Derzeit zählt der Freundeskreis Páhi-Simmern 35 Mitglieder.“

Seit Beginn des Jahres gibt es auch ein ungarisches Pendant, um die Partnerschaft zu pflegen. Anita Frei-Vajda steht an dessen Spitze und gehörte natürlich zur Delegation, die in den Westerwald reiste, genauso wie István Oroszi, der Bürgermeister von Páhi.. Oroszi betont schmunzelnd: „Uns gefällt es gut in Deutschland. Wir passen genau auf und versuchen, die guten Sachen zu übernehmen.“

Janos Draskoczy, dessen Vorschlag die Partnerschaft begründete, gehörte ebenfalls zum Empfangskomitee in Simmern. Vor allem seine Sprachkenntnisse waren dabei gefragt. Páhi ist der Heimatort des Initiators. 1956, beim Volksaufstand, verließ er Ungarn. Der pensionierte Lehrer  lebt in Simmern. Über Bekannte hatte er bei der Ortsgemeinde vor einigen Jahren angefragt, ob Interesse an einer Verbindung mit seinem Heimatland besteht. Er erklärt seine Idee: „Die ungarischen Dörfer sind noch sehr konservativ. Ich wollte sie über diese Beziehung mehr für Europa gewinnen.“

Johannes Ullrich erläutert, warum die Augst-Gemeinde sich für die Kooperation entschied: „Mit allen möglichen Ländern in Westeuropa bestehen Partnerschaften, aber nur wenige mit Osteuropa. Vor allem zu Ungarn fehlen sie noch, dass doch mitverantwortlich ist für die Grenzöffnung.“ Er kannte das Land zudem schon von Urlaubsreisen. Da es ihm dort gut gefallen hatte, setzte er sich für die Verbindung ein.“

István Oroszi erzählt, dass man sich zunächst hauptsächlich für Simmern ausgesprochen hat, weil Janos Draskoczy die Beziehungen anknüpfte und Páhi auch noch keine Partnerschaft eingegangen war. Nach dem ersten Besuch in Simmern merkte man dann schnell, dass dort nette Leute wohnen und so entwickelte sich rasch eine gegenseitige Sympathie. Inzwischen gibt es einen jährlichen Austausch.

Simmern und Páhi trennen rund 1140 Kilometer. Der Ort liegt in der kleinen Puszta rund 80 Kilometer südöstlich von Budapest. 2006 gab es das erste Treffen. Die Ungarn weilten zur Karnevalszeit in Simmern und machten gleich beim närrischen Umzug mit. Im September folgte der Gegenbesuch der Westerwälder. Dabei unterzeichneten die beiden Kommunen eine Absichtserklärung für eine offizielle Partnerschaft. 2008 stimmte der Simmerner Gemeinderat dafür und so wurde noch im gleichen Jahr bei einem Festakt in Páhi die entsprechende Urkunde unterzeichnet. Nach 2009 sind die ungarischen Freunde nun zum zweiten Mal in offizieller Mission im Westerwald. Die Verbindung zwischen den beiden Ortschaften wird finanziell von der Europäischen Union unterstützt. Die Förderung aus Brüssel erfolgt im Rahmen des Programms „Europa für Bürgerinnen und Bürger“.

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