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    Sex mit Minderjähriger konnte nicht bewiesen werden

    Hatte ein Ex-Pärchen wirklich schon Geschlechtsverkehr, als er 21, sie aber noch keine 14 Jahre alt war? Mit dieser Frage beschäftigte sich das Schöffengericht Montabaur jetzt.

    Hatte ein Ex-Pärchen wirklich schon Geschlechtsverkehr, als er 21, sie aber noch keine 14 Jahre alt war? Mit dieser Frage beschäftigte sich das Schöffengericht Montabaur jetzt.

    Montabaur. Ob ein heute 25 Jahre alter Mann tatsächlich schon Geschlechtsverkehr mit seiner ehemaligen Freundin hatte, als diese noch 13 war, konnte das Schöffengericht in Montabaur unter Vorsitz von Richter Ingo Buss nicht klären. Die dahingehenden Vorwürfe der Staatsanwaltschaft auf sexuellen Mißbrauch konnten dem Angeklagten nicht nachgewiesen werden, darum wurde er freigesprochen.

    Unbestritten ist, dass der junge Mann eine Beziehung zu dem Mädchen hatte, aus der schließlich auch ein heute 21 Monate alter Sohn hervorging. Das Gericht versuchte zu klären, ob die sexuellen Kontakte bereits vor dem 14. Geburtstag des Mädchens stattgefunden hatten. Doch auch die Zeugen konnten durch ihre vagen und widersprüchlichen, wie die Staatsanwältin sagte, nicht zur Aufklärung der wirklichen Umstände beitragen. Der Vater der heute 17-Jährigen hat bereits seit 2004 keinen Kontakt zu seiner Tochter hat. Er wendete sich nach einem anonymen Schreiben ans Jugendamt, das jedoch nicht tätig wurde. Als eines Tages der Freund seiner Tochter - also der Angeklagte - vor seiner Tür stand, riet der 42 Jahre alte Rentner dem jungen Mann zu einer Selbstanzeige. Auch die 17-Jährige selbst wurde gehört. Sie will sich nicht mehr erinnern, wann sie mit ihrem damaligen Freund zum ersten Mal Sex hatte. Auf die Nachfrage der Staatsanwältin zu ihren widersprüchlichen Angaben in früheren Aussagen reagierte sie zickig und sagte: "Nehmen Sie doch das aus den Akten. Ich muss wieder zur Arbeit und hab' keine Lust, hier zu sitzen." Auch die Mutter des Mädchens konnte kein Licht in das Dunkel der wirren Angaben bringen. Sie habe dem Angeklagten, der der beste Freund ihres heutigen Ehemannes war, komplett vertraut und alles erst im Nachhinein erfahren. Dann habe sie ihrer Tochter allerdings den Kontakt zu dem heute 25-Jährigen verboten, diese hätte sich allerdings nicht daran gehalten.

    Der angeklagte Metallbauer aus der Verbandsgemeinde Wallmerod wollte vor Gericht keine Angaben zu der Sache machen und widerrief auch ein Geständnis, dass er im Rahmen seiner Selbstanzeige abgelegt hatte. Da die Zeugen offenbar keine eindeutigen Aussagen machen konnten oder wollten, war eine Verurteilung nicht möglich. Richter Buss fand es jedoch bewundernswert, "welche Geduld der Angeklagte aufgebracht hat, wenn er jahrelang Kontakt zu diesen Menschen hatte." Natalie Simon

    Montabaur Hachenburg
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