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Selters/Dierdorf

Sechs Monate Bewährungsstrafe: Letzte Chance für jungen Drogensüchtigen

Er ist 19 Jahre alt und bereits mehrfach vorbestraft: Der junge Mann aus der Verbandsgemeinde Hachenburg musste sich nun erneut vor Gericht verantworten, weil er in zwei Fällen mit Drogen erwischt wurde.

Joint mit Marihuana
Symbild.
Foto: Daniel Karmann/Archiv – dpa

Bei dem Angeklagten wurden während einer Personenkontrolle unter anderem in Selters Rauschmittel in geringen Mengen sichergestellt. Das Jugendschöffengericht in Montabaur unter Vorsitz von Richter Dr. Orlik Frank verurteilte den jungen Mann aufgrund seiner Vorstrafen zu einer Bewährungsstrafe von sechs Monaten und 80 Sozialstunden.

Angeklagter zeigt sich einsichtig

Laut der Anklageschrift der Staatsanwaltschaft wurde der 19-jährige gebürtige Hachenburger im Frühjahr 2017 bei einer Personenkontrolle in Selters mit 0,49 Gramm Marihuana in der Brusttasche erwischt. Auch während eines Besuches eines Spielkasinos in Dierdorf hatte er 0,35 Gramm der Droge in einer Zigarettenschachtel versteckt. Der Angeklagte, der nach eigenen Angaben bereits mit 15 Jahren der Drogensucht verfiel, zeigte sich vor Gericht geständig und einsichtig. Er möchte eine Therapie beginnen. „Ich bin jetzt von mir selbst überzeugt, dass ich eine Therapie machen möchte“, versicherte der Angeklagte. „Ich muss mein Leben in den Griff bekommen, weil sonst ist es zu spät.“ Der 19-Jährige ist schon einige Mal strafrechtlich in Erscheinung getreten: Sachbeschädigung, Beleidigung, Bedrohung, Körperverletzung und Diebstahl. Außerdem wurde er bereits mit Betäubungsmitteln aufgegriffen.

Gemeinnützige Arbeit leisten

Gegen den Mann sprach, dass er während einer laufenden Bewährungsstrafe erneut mit Drogen erwischt wurde. Das hat in der Regel zur Folge, das die Bewährung widerrufen wird. Das Gericht folgte jedoch der Empfehlung der Jugendgerichtshilfe und der Staatsanwaltschaft und setzte die Strafe erneut zur Bewährung aus. Definitiv das letzte Mal, ermahnte der Staatsanwalt den Angeklagten.

Das Gericht verzichtete darauf, dem Straftäter Auflagen zu erteilen, durch die er beispielsweise sein drogenfreies Leben oder eine Therapie hätte nachweisen müssen. „Wenn Sie es jetzt nicht begriffen haben, dass Sie was ändern müssen, können wir Auflagen erteilen, wie wir wollen“, machte Richter Frank dem 19-Jährigen klar. Die Bewährungszeit wurde auf drei Jahre festgelegt. Der junge Mann muss zudem 80 Stunden gemeinnützige Arbeit in einer sozialen Einrichtung leisten.

Von unserer Redakteurin Verena Hallermann

Montabaur Hachenburg
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