40.000
Aus unserem Archiv
Höhn

Schonungszaun in Höhn heimlich durchtrennt: Ehemaliger Revierförster ist verärgert

An der Gemarkungsgrenze zwischen Höhn und Schönberg besitzt Gerhard Hanz, der ehemalige Revierförster von Höhn, etwa 3,4 Hektar Mischwald, der mit Fichten, Weißtannen, Buchen, Ahorn, Linde und Eiche bestückt ist. In einer angrenzenden eingezäunten Schonung wurde in der Vergangenheit mehrfach der Zaun durchtrennt. Die Folge: Rehwild konnte hindurchschlüpfen und hat durch Fege- und Verbissschäden an den jungen Bäumen erhebliche Schäden hinterlassen. Der ehemalige Revierförster erstattete Anzeige gegen unbekannt.

Gerhard Hanz besitzt in Höhn einen kleinen Mischwald. In einer Schonung wurde schon mehrfach durch Unbekannte der Zaun durchschnitten und das Gatter geöffnet. Folge: hoher Schaden durch Verbiss. Foto: Michael Wenzel
Gerhard Hanz besitzt in Höhn einen kleinen Mischwald. In einer Schonung wurde schon mehrfach durch Unbekannte der Zaun durchschnitten und das Gatter geöffnet. Folge: hoher Schaden durch Verbiss.
Foto: Michael Wenzel

Hauptanliegen von Gerhard Hanz war und ist es, das kleine Stück Mischwald, das ihm gehört, wegen der isolierten Lage mit dem nahen Gemeindewald zu verbinden. Aus diesem Grund kaufte der Höhner ab dem Jahr 1984 entsprechende Anrainergrundstücke an und legte am Forst der Ortsgemeinde angrenzend eine Schonung mit jungen Bäumen an. Im Frühjahr vergangenen Jahres entdeckte der heute 88-Jährige erstmals, dass an der Schonung ein Stück Zaun von einem Meter Höhe aufgeschnitten worden war.

„Ich dachte zunächst an ein Versehen“, berichtet Gerhard Hanz gegenüber unserer Zeitung. Er glaubte, dass der Zaun möglicherweise durch ein landwirtschaftlich genutztes Fahrzeug beschädigt worden sein könnte, flickte die Umzäunung und dachte, dass die Sache damit erledigt sei. Doch er irrte sich. Im Herbst vergangenen Jahres kam es zum nächsten Zwischenfall: Nunmehr hatte jemand den Zaun zwischen zwei Pfählen aufgetrennt. Ebenso wurde das zur Umzäunung gehörende Gatter häufiger unbefugt geöffnet.

Als Gerhard Hanz vor einer Woche die Schonung aufsuchte, stieß er darin völlig unerwartet auf die Losung von Rehwild. Wiederholt hatte jemand das Gatter geöffnet und offengelassen. Der Schaden ist groß, er liegt im dreistelligen Bereich. Eine frisch gesetzte japanische Schirmtanne war komplett angefressen worden, und auch andere junge Bäume wurden durch Verbiss erheblich beschädigt.

Wer oder was steckt hinter all den Vorfällen? „Es besteht hier in Höhn offensichtlich eine allgemeine Meinung, dass ein Gatter unzulässig ist, weil es das Recht am Betreten des Waldes einschränkt“, schildert der frühere Gemeindeförster die Situation vor Ort. „Du hinderst uns an unserem Recht an deinem Wald“, zitiert der 88-Jährige einen Mitbürger. Doch Gerhard Hanz hält das Gatter für absolut notwendig. „Als das Rehwild noch natürliche Feinde wie Wolf, Bär, Luchs hatte, braucht man keine Gatter, es kam kaum zum Verbiss. Doch heute ist das anders“, so der passionierte Forstmann und berichtet von Fällen, in denen die Gatter zu früh geöffnet wurden und es dadurch zu erheblichen Schäden durch Rehwild kam. Die Vorfälle an einer Schonung bezeichnet der 88-Jährige als „bösartig“ und „heimtückisch“.

Sachdienliche Hinweise in dieser Sache nimmt die Polizei in Westerburg unter der Telefonnummer 02663/980 50 entgegen.

Von unserem Redakteur Michael Wenzel

Montabaur Hachenburg
Meistgelesene Artikel
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Online regional
Markus Eschenauer Markus Eschenauer (me)
Online regional
Tel. 02602/160474
E-Mail
epaper-startseite
Regionalwetter Westerwald
Sonntag

15°C - 28°C
Montag

16°C - 30°C
Dienstag

16°C - 29°C
Mittwoch

15°C - 27°C
News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
Bildergalerien: Fotos unserer Leser
&bdquo;Pfui Spinne&ldquo; mag der ein oder andere beim Anblick dieses Fotos von Volker Horz denken. Und doch hat die Detailaufnahme dieses Festmahls ihren ganz eigenen Reiz. Jedenfalls ist dem Achtbeiner hier ein dicker Fang ins Netz gegangen.&nbsp;Wenn auch Sie ein sch&ouml;nes Bild f&uuml;r unsere Leserfoto-Rubrik haben, dann schicken Sie es an die Adresse <a href="mailto:montabaur@rhein-zeitung.net">montabaur@rhein-zeitung.net</a>. Beachten Sie dabei bitte die erforderliche Mindestaufl&ouml;sung von 2500 mal 1500 Pixel.

Mit der Kamera im Westerwald unterwegs: Hier zeigen wir die schönsten Fotos unserer Leser. Zusenden per E-Mail.