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    Montabaur-Horressen

    Schimmel-Kita im Westerwald: Eltern sind in Sorge

    Noch immer sind die Eltern verunsichert, nachdem das Gesundheitsamt des Westerwaldkreises in der vergangenen Woche die schadstoffbelastete Kindertagesstätte St. Johannes in Montabaur-Horressen schließen ließ. Daran änderte zunächst auch ein Elternabend im Rathaus Montabaur nichts, dem sich Verwaltung und Fachleute stellten.

    Sie stellten sich den Fragen der Eltern (von rechts): Guido Göbel (bei der Verwaltung zuständig für den Bereich Kita), Stadtbürgermeisterin Gabi Wieland, Dr. Ursula Kaiser (Gesundheitsamt des Westerwaldkreises) und Katharina Klein (Kita-Koordinatorin der Pfarrei St. Peter Montabaur).
    Sie stellten sich den Fragen der Eltern (von rechts): Guido Göbel (bei der Verwaltung zuständig für den Bereich Kita), Stadtbürgermeisterin Gabi Wieland, Dr. Ursula Kaiser (Gesundheitsamt des Westerwaldkreises) und Katharina Klein (Kita-Koordinatorin der Pfarrei St. Peter Montabaur).
    Foto: Sascha Ditscher

    Denn vorläufig bleibt unklar, wie genau es in der Angelegenheit weitergeht. Wird saniert oder neu gebaut? Zwar empfiehlt der Bauausschuss der Stadt Montabaur mittlerweile den Neubau, wie Stadtbürgermeisterin Gabi Wieland bestätigte. Endgültig entscheiden kann darüber jedoch nur der Stadtrat in der Sitzung am kommenden Donnerstag.

    Doch auch wenn die Mehrheit sich für einen Neubau ausspricht, dauere es bis zum Einzug erfahrungsgemäß noch zwei bis drei Jahre, gibt Stadtbürgermeisterin Gabi Wieland zu bedenken. Vor allem um diese Überbrückungszeit entspann sich eine Diskussion mit den Eltern. Die Aussicht, dass die Kinder bis Juni nächsten Jahres in der Kita Waldschule verbringen sollen, stellte sie nicht wirklich zufrieden, warf vielmehr neue Fragen auf: Warum wird die Kita Waldschule aufgegeben? Wer sagt, dass diese nicht ebenfalls schadstoffbelastet ist? Die Waldschule einschließlich Kita soll abgerissen werden, weil die Gebäude zu klein für aktuelle Ansprüche geworden sind und ein Neubau sinnvoller sei, als eine Erweiterung, erklärt Guido Göbel, Leiter des zuständigen Fachbereiches bei der Verwaltung. Zudem sei die Kita Waldschule nicht unterkellert und der Rest des Gebäudes als unbedenklich zu betrachten: „Wir gehen damit verantwortungsbewusst um“, versicherte Göbel. Ein Gutachten gebe es für die Kita Waldschule bisher jedoch nicht. Eben dieses wünschen sich die Eltern aber. Michael Thiesen, der das baubiologische Gutachten für die Kita St. Johannes erarbeitete, bestätigt auf Anfrage der Eltern, dass eine Art Kurzgutachten möglich sei.

    Noch hatten die Eltern offenbar die Aufregung der vergangenen Woche nicht ganz hinter sich gelassen, fragten nach den Auswirkungen der Schadstoffe. Dr. Ursula Kaiser vom Kreisgesundheitsamt versuchte, zu beruhigen. Langfristige Folgen seien nicht zu erwarten. Aber auch kurzfristige Symptome wie zum Beispiel gerötete Augen seien nicht gemeldet worden. Das Gutachten habe aber eine potenzielle Gefährdung bescheinigt, weshalb die Behörde in Zugzwang geriet und die Kita schließen ließ. Wenn es um Kinder geht, werde die Messlatte sehr hoch gehängt.

    Für die Zeit ab Juni 2018 muss nach einer weiteren Zwischenlösung gesucht werden. Die könnte darin bestehen, alle 60 Kita-Kinder in einer kleinen Containersiedlung unterzubringen. Denn Ziel sei es, die Kinder nicht länger als unbedingt nötig aus dem sozialen Gefüge der Kita St. Johannes zu reißen. Katharina Klein, Kitakoordinatorin der Pfarrei St. Peter Montabaur, bedankte sich noch einmal für das flexible Handeln der Eltern, auch untereinander. Hätten die Verantwortlichen auch nur den kleinsten Anhaltspunkt gehabt, dass es Probleme mit der Baubiologie der Kita geben könnte, gäbe es bereits einen Plan B. So aber müsse Stück für Stück nach einer langfristigen Lösung gesucht werden. Die Eltern indes hoffen sehr, dass diese nicht in der Sanierung des alten Kita-Gebäudes liegt.

    Von unserer Redakteurin Susanne Willke

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