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    Schädlinge: Borkenkäfer wüten im Westerwald

    In den ersten Sommerwochen dieses Jahres lockte das heiße und trockene Wetter nicht nur die Menschen nach draußen, sondern auch einen viel kleineren Bewohner unserer Region. Für den Borkenkäfer waren die Bedingungen im Juni und Juli optimal, um sich in den Wäldern auszubreiten. Das stellt die Forstämter des Westerwaldes nun vor Probleme. Überall in der Region arbeiten die Forstbetriebe aktuell daran, die ersten befallenen Bäume zu fällen.

    Zu den Borkenkäfer-Schäden kommen auch noch Folgekosten: Zwischen Heilberscheid und dem Gelbachtal musste diese Woche zeitweilig sogar die Straße gesperrt werden, damit die Käferbäume gefällt und aus dem Wald zu einem Lagerplatz gerückt werden konnten. Foto: Elias Müller
    Zu den Borkenkäfer-Schäden kommen auch noch Folgekosten: Zwischen Heilberscheid und dem Gelbachtal musste diese Woche zeitweilig sogar die Straße gesperrt werden, damit die Käferbäume gefällt und aus dem Wald zu einem Lagerplatz gerückt werden konnten.
    Foto: Elias Müller

    Hierbei handelt es sich laut dem Forstamt in Hachenburg zwar um Routinearbeit, aber die Wetterbedingungen in den vergangenen Monaten lassen mehr erahnen. Dabei spielt nicht nur der heiße und trockene Sommer eine entscheidende Rolle. „Vor allem wenig Regen und viel Sonne im Frühjahr haben dem Borkenkäfern eine sehr gute Grundlage für die Entwicklung geboten“, so der Revierförster im Eisenbach-Gebiet, Bernhard Kloft. In einem Jahr entstehen zwei bis drei Generationen der Käfer, die erste davon im Frühling. Wenn diese sich gut entwickelt, können die Schädlinge sich tausendfach fortpflanzen und so ganze Waldstücke in kurzer Zeit befallen.

    In den Forstrevieren des Forstamtes Neuhäusel rechnet man bereits mit deutlichen Einbußen durch den Käferbefall. Das sogenannte Käferholz ist deutlich qualitätsgemindert und erhält Preisabschläge. Gebhard Klein, Förster im Revier Elbert-Augst vermutet, dass 20 bis 30 Prozent des planmäßigen Nadeleinschlags den Insekten zum Opfer fallen werden. „Damit sprechen wir in jedem Fall von einem wirtschaftlich spürbaren Schaden in unseren Wäldern.“ Die Forstämter und die Forstbetriebe werden in den nächsten Wochen mit dem Fällen und vor allem mit der Kontrolle der Fichtenbestände beschäftigt sein. Da die Käfer sich unter der Rinde einnisten und dort ausbreiten, sind sie nicht einfach zu erkennen. Hinweise auf einen befallenen Baum sind beispielsweise Bohrmehl am Stamm und um ihn herum.

    Zum aktuellen Zeitpunkt können die Forstämter noch keine abschließende Bilanz ziehen. Erst in drei Wochen wird sich zeigen, ob der Befall in diesem Jahr tatsächlich deutlich heftiger festzustellen ist als in den vergangenen Jahren. Trotz der schlechten Voraussetzungen spricht man sowohl im Forstamt in Hachenburg als auch in Rennerod von bisher noch überschaubaren Mengen an Käferholz. Auch aufgrund der Tatsache, dass die Fichte nur einen kleinen Teil der Waldflächen der Region ausmacht, sehen die Förster keinerlei Anlass, vorschnelle Schlüsse zu ziehen. Der Regen der letzten beiden Wochen wirkt dem Ausbreiten der Insekten zusätzlich erfolgreich entgegen.

    „Wir haben jedes Jahr mit dem Borkenkäfer zu tun, mal weniger und mal eben auch mehr, damit müssen wir dann umgehen“, so Hans-Günter Mohr vom Forstamt Hachenburg. Wenn die Mengen an Käferholz in den nächsten Wochen noch stark zunehmen, wissen die Förster, was zu tun ist. Bernhard Kloft betont, dass sie den Befall vor allem nicht unterschätzen und ignorieren dürfen. „Wichtig ist, dass befallene Bäume nicht im Wald bleiben, denn dann können die Schädlinge sich schnell und ungestört über einen ganzen Hektar ausbreiten.“

    Von unserem Mitarbeiter Elias Müller

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