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    Montabaur

    Sanierung der Altstadt macht Fortschritte: Platz an der Judengasse ist fast fertig

    Vor zweieinhalb Jahren wurde Montabaur ins Förderprogramm „Aktive Stadtzentren“ des Bundes und des Landes aufgenommen. Inzwischen werden die ersten Maßnahmen zur Aufwertung der historischen Altstadt sichtbar.

    Der neue Karoline-Kahn-Platz an der Montabaurer Judengasse ist fast fertig. Weitere Sanierungsprojekte in der Altstadt stehen demnächst an.
    Der neue Karoline-Kahn-Platz an der Montabaurer Judengasse ist fast fertig. Weitere Sanierungsprojekte in der Altstadt stehen demnächst an.
    Foto: Thorsten Ferdinand

    Auffälligstes Beispiel ist dabei aktuell die Umgestaltung des Parkplatzes an der Judengasse, der künftig Karoline-Kahn-Platz heißen wird. Das im Januar begonnene Projekt ist inzwischen auf der Zielgeraden. Dort wurde unter anderem der Balkon in Richtung Sauertal ansprechender in Szene gesetzt, sodass er in Zukunft vermutlich häufiger als Aussichtsplattform genutzt werden wird. Darüber hinaus wurden an mehreren Gebäuden in der historischen Altstadt private Sanierungsprojekte begonnen oder bereits umgesetzt, darunter beispielsweise die Erneuerung von Fachwerkfassaden in der Fußgängerzone.

    500.000 Euro erhält die Stadt Montabaur in diesem Jahr aus dem Bund-Länder-Programm „Aktive Stadtzentren“. Das hat der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz unlängst mitgeteilt.

    Wie durch solche Investitionen Leerstand beseitigt werden kann, machte der zuständige Fachmann im Montabaurer Rathaus, Stefan Baumgarten, unlängst in einer Stadtratssitzung deutlich. Ein schönes Beispiel ist die Sanierung eines kleinen Privathäuschens am Hinteren Rebstock durch drei Brüder (unsere Zeitung berichtete). Das Haus wurde jahrelang nicht genutzt und ist dank des Umbaus inzwischen wieder bewohnt. Das Projekt wurde mit einem Zuschuss von rund 14.000 Euro gefördert. Seit Montabaur am Programm „Aktive Stadtzentren“ teilnimmt, hat die Anzahl der Sanierungsprojekte in der Altstadt noch einmal deutlich zugenommen, sagte Baumgarten. In den vergangenen sechs Jahren seien 38 derartige Bauvorhaben in der historischen Innenstadt gefördert worden. Die Hälfte davon entfällt auf den Zeitraum, seit Montabaur Teil des Förderprogramms ist, ergänzte der Experte. Der Einfluss der öffentlichen Zuwendungen sei also deutlich zu spüren. Besonders erfreulich ist dabei für die Stadt, dass mit jedem Zuschuss auch ein hohes privates Investitionsvolumen in die Bausubstanz ausgelöst wird. Laut Stefan Baumgarten hatten 800.000 Euro Förderung eine Gesamtinvestition von ungefähr 8 Millionen Euro zur Folge.

    Darüber hinaus stehen aber auch im öffentlichen Bereich weitere Ausgaben an. In Planung sind unter anderem die Neugestaltung der Toilettenanlage neben der katholischen Kirche und der Neubau der Verbindungstreppe zwischen dem Rebstock und der Alleestraße.

    Nicht zuletzt soll für die derzeit ungenutzten Grundstücke an der Hospitalstraße unweit des Rewe-Markts ein sogenanntes Interessenbekundungsverfahren durchgeführt werden. Potenzielle Investoren können sich für den Kauf der Gesamtfläche oder einzelner Parzellen bei der Kommune bewerben, indem sie Vorschläge für die künftige Bebauung und Nutzung des Areals einreichen. Der Wert der Grundstücke wurde von einem Gutachterausschuss auf circa 225 Euro pro Quadratmeter beziffert. Mindestens die Hälfte der Wohnflächen sollen dort für den sozialen Wohnungsbau genutzt werden.

    Mehrere alte Häuser auf dem etwa 2000 Quadratmeter großen Areal wurden bereits im Jahr 2013 abgerissen. Seitdem sind die Flächen mit einem Bauzaun gesichert. Die Entwicklung des Bereichs verzögerte sich unter anderem, weil die Stadt zunächst abwarten wollte, wo die Verbandsgemeinde Montabaur ihr neues Rathaus errichtet und ob der Konrad-Adenauer-Platz im Zuge dessen umgestaltet wird.

    Von unserem Redakteur Thorsten Ferdinand

    Gerade Treppe soll Rebstock und Allmannshausen verbinden

    Montabaur. Eine neue gerade Treppe soll künftig den Hinteren Rebstock und die Alleestraße in Montabaur verbinden. Das hat der Stadtrat vor Kurzem entschieden, nachdem zuvor mehrere Varianten einer Neugestaltung des Aufgangs in dem Gremium präsentiert wurden. Als nächster Schritt steht nunmehr die Detailplanung des neuen Aufgangs an.

    Die Verbindungstreppe zwischen Allmannshausen und dem Rebstock soll optisch ansprechend neu gestaltet werden. Fotos: Thorsten Ferdinand
    Die Verbindungstreppe zwischen Allmannshausen und dem Rebstock soll optisch ansprechend neu gestaltet werden. Fotos: Thorsten Ferdinand
    Foto: Thorsten Ferdinand

    Die Neugestaltung der Treppe wird voraussichtlich im Rahmen des Programms „Aktive Stadtzentren“ gefördert. Sie gilt als wichtiger Verbindungsweg zwischen Allmannshausen und dem ICE-Park auf der einen Seite und der historischen Altstadt auf der anderen Seite. Derzeit ist die Treppe für Besucher der Stadt aber nur schwer als offizieller Weg zu erkennen. Vor allem der obere Zugang vom Hinteren Rebstock ist für Ortsunkundige kaum zu sehen.

    Ursprünglich wollte die Stadt ein älteres Haus an der Treppe erwerben und abreißen, um das gesamte Areal neu gestalten zu können. Der Kauf des Gebäudes kam jedoch nicht zustande, sodass der Rat nun neu entscheiden musste, was aus der Treppe werden soll. Im Gespräch war dabei auch eine Variante mit mehreren Kurven, die in Serpentinenform zum Rebstock führt. Der Aufgang wäre in diesem Fall nicht so steil, was vor allem für Senioren günstiger wäre, wie zum Beispiel Werner Normann von der CDU-Fraktion bemerkte.

    In der Abwägung der Vor- und Nachteile verschiedener Varianten kam der Stadtrat aber letztlich zu der Auffassung, dass ein gerader Aufgang die bessere Lösung wäre. Montabaur sei eine Stadt der kurzen Wege, meinte dazu etwa Peter Hülshörster (ebenfalls CDU). Hans-Georg Wörsdörfer (SPD) sagte, eine gerade Treppe rücke am deutlichsten die jeweiligen Zielpunkte ins Auge. Bei einer Variante mit Serpentinen bestehe zudem die Gefahr, dass Fußgänger abkürzen und durch die Grünanlagen laufen, hieß es im Rat. Die meisten Passanten wollen an dieser Stelle einfach zügig vorankommen und keine Zeit verlieren, so die Meinung von Dorothea Behme-Wechsung (CDU). Rampen für zum Beispiel Kinderwagen wird es aber natürlich trotzdem geben, machte Stefan Baumgarten von der VG-Verwaltung deutlich.

    Für Diskussionen sorgten überdies einmal mehr die Kosten des Projekts. Beim Vorstellen der Entwürfe im vergangenen Frühjahr hatte das Planungsbüro f-landschaftsarchiktektur aus Bonn das Investitionsvolumen auf 300.000 bis 400.000 Euro geschätzt. Der Löwenanteil käme dabei aus dem Fördertopf „Aktive Stadtzentren“. Das sei aber kein Grund, beim Vergleich der Varianten nicht auf die Kosten zu achten, sagte Karl Joseph Löwenguth (CDU). Es handele sich unabhängig vom Fördertopf schließlich um Geld der Allgemeinheit. Ähnlich äußerte sich Reinhard Lorenz von der Fraktion Bürger für Montabaur (BfM), der das Projekt als zu teuer kritisierte. Das Geld komme nicht vom Himmel gefallen, sagte Lorenz und zeigte sein Unverständnis darüber, dass sich der Stadtrat an anderer Stelle bei der Kindertagesstätte in Horressen knauserig zeige.

    tf

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