40.000
  • Startseite
  • » Region
  • » Aus den Lokalredaktionen
  • » Westerwälder Zeitung
  • » Sachkundenachweis wird für Selbstwerber im Wald zur Pflicht
  • Aus unserem Archiv
    Neuhäusel

    Sachkundenachweis wird für Selbstwerber im Wald zur Pflicht

    Brennholz wird immer begehrter. Das zeigt sich vor allem an der wachsenden Zahl der Selbstwerber. Diese müssen sich ab dem Jahr 2013 an neue Vorschriften halten. Es ist auch jetzt schon wünschenswert, dass diese Regeln eingehalten werden. Roland Kreutz, Leiter des Forstamtes Neuhäusel, und Steffen Koch, Leiter des Forstreviers Montabaur/Ahrbach, erläutern, worauf es künftig überall ankommt.

    Forstwirt Marcel Wilhelmi demonstriert, welche Schutzkleidung die Selbstwerber tragen müssen, wenn sie im Wald Holz aufarbeiten.
    Forstwirt Marcel Wilhelmi demonstriert, welche Schutzkleidung die Selbstwerber tragen müssen, wenn sie im Wald Holz aufarbeiten.
    Foto: Christel Debusmann

    Neuhäusel - Brennholz wird immer begehrter. Das zeigt sich vor allem an der wachsenden Zahl der Selbstwerber. Diese müssen sich ab dem Jahr 2013 an neue Vorschriften halten. Es ist auch jetzt schon wünschenswert, dass diese Regeln eingehalten werden. Roland Kreutz, Leiter des Forstamtes Neuhäusel, und Steffen Koch, Leiter des Forstreviers Montabaur/Ahrbach, erläutern, worauf es künftig überall ankommt.

    Alle, die weiterhin im Wald Holz machen wollen, müssen dafür einen Sachkundenachweis erbringen. Das bedeutet, dass ab 1. Januar 2013 die erfolgreiche Teilnahme an einem Motorsägenlehrgang verpflichtend ist. Das gilt auch für Selbstwerber, die langjährige Erfahrung im Aufarbeiten von Holz haben. Die bisherigen Ausnahmeregelungen entfallen zu diesem Zeitpunkt.

    Roland Kreutz betont: „Die Kurse stoßen bisher auch auf positive Resonanz bei den Selbstwerbern, die schon auf langjährige Erfahrung zurückblicken.“ Die Fachleute schulen die Teilnehmer intensiv theoretisch. Sie geben beispielsweise Tipps zur Maschinenpflege und Wartung. Praktisch zeigen die Experten die Schnitttechnik und richten ihr Augenmerk auf die Sicherheitshinweise. Schon in Kürze laufen wieder neue Lehrgänge an. Die Kosten dafür bewegen sich pro Teilnehmer zwischen 80 und 100 Euro.

    Diese neuen Regeln sind unter anderem eine Forderung daraus, dass mittlerweile die meisten Wälder zertifiziert werden. Der demnächst gültige Kodex ist aber auch im Interesse der Forstmitarbeiter. Denn bei der Fülle an Selbstwerbern, die es inzwischen gibt, können die Förster und ihr Personal nicht mehr alles direkt überwachen. Sie müssen daher sicher sein, dass alle, die im Wald arbeiten, auch gewisse Sachkenntnisse mitbringen.

    Es wird auch immer mehr Wert darauf gelegt, dass die Interessierten, das Holz kaufen und schneiden, das an den Waldwegrand gerückt wurde. Damit lassen sich nicht nur die Schäden durch das Befahren des Waldbodens reduzieren. Roland Kreutz unterstreicht: „Das kommt auch den Selbstwerbern entgegen. Die Stämme lassen sich so leichter aufarbeiten und transportieren.“

    In wenigen Wochen wird die Holzernte beginnen. Wenn die Stämme geschlagen sind, können die Selbstwerber in der Regel im März in den Wald und die gekaufte Menge für ihren Bedarf aufarbeiten. In Kürze werden in einigen Revieren auch schon entsprechende Bestellungen angenommen. In anderen gibt es erst im Frühjahr die Möglichkeit, das Holz zu bestimmten Terminen zu erwerben. Die Zunahme an Selbstwerbern ist außerdem ein erhöhter Aufwand für die Förster geworden. Deswegen musste das Bestellwesen rationalisiert werden.

    Durchschnittlich 35 Euro kostet das Laubholz pro Raummeter für Selbstwerber momentan im Gebiet des Forstamtes Neuhäusel. Das bedeutet einen leichten Preisanstieg im Vergleich zum Vorjahr. Roland Kreutz erklärt: „Der Preis resultiert aus der Kopplung des Energieholzes an das Industrieholz. Zwischenzeitlich können die Forstbetriebe kostendeckend arbeiten. Vorher war das Brennholz eher ein Minusgeschäft.“

    Vorrangig fragen die Selbstwerber Laubholz nach. Steffen Koch erläutert: „Das traditionell beliebteste Brennholz ist die Buche.“ Nach und nach werden aber auch andere Holzarten wie Ahorn, Esche und Eiche immer mehr akzeptiert. Angesichts der Preisentwicklung lohnt es sich aber auch, auf Nadelholz umzuschwenken. Es ist etwas billiger, aber genauso gut zu verwenden.

    Im Vergleich zu anderen Brennstoffen ist Holz allerdings immer noch günstig und preislich relativ stabil. Roland Kreutz rechnet vor: „Ein Raummeter Buchenholz ersetzt 220 Liter Heizöl.“ (cde)

     

    Montabaur Hachenburg
    Meistgelesene Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Online regional
    Markus Eschenauer

    Regio-CvD Online

    Markus Eschenauer

    Mail | 02602/160 474

    epaper-startseite
    Regionalwetter Westerwald
    Donnerstag

    9°C - 21°C
    Freitag

    9°C - 18°C
    Samstag

    10°C - 18°C
    Sonntag

    7°C - 12°C
    News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
    wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
    Bildergalerien: Fotos unserer Leser
    &bdquo;Pfui Spinne&ldquo; mag der ein oder andere beim Anblick dieses Fotos von Volker Horz denken. Und doch hat die Detailaufnahme dieses Festmahls ihren ganz eigenen Reiz. Jedenfalls ist dem Achtbeiner hier ein dicker Fang ins Netz gegangen.&nbsp;Wenn auch Sie ein sch&ouml;nes Bild f&uuml;r unsere Leserfoto-Rubrik haben, dann schicken Sie es an die Adresse <a href="mailto:montabaur@rhein-zeitung.net">montabaur@rhein-zeitung.net</a>. Beachten Sie dabei bitte die erforderliche Mindestaufl&ouml;sung von 2500 mal 1500 Pixel.

    Mit der Kamera im Westerwald unterwegs: Hier zeigen wir die schönsten Fotos unserer Leser. Zusenden per E-Mail.