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    Westerwaldkreis

    Rettungs-App: Hilfe im Wald kommt übers Smart-Phone

    In einigen Wochen soll in Rheinland-Pfalz die Rettungs-App "Hilfe im Wald" freigeschaltet werden. Bei einem Unglücksfall im Forst identifiziert diese mobile Anwendung für Smart-Phones und Tablett-Computer schnell den nächstgelegenen Rettungspunkt und fordert Feuerwehr, Krankenwagen oder Polizei an die entsprechende Stelle an.

    Foto: Natalie Simon

    Von unserer Reporterin Natalie Simon

    Seit Monaten laufen auch in den Forstämtern und -revieren im Westerwaldkreis die informatorischen und praktischen Vorbereitungen, die für die Einführung der Anwendungssoftware für Mobilgeräte notwendig sind.

    Roland Kreutz, Leiter des Forstamtes Neuhäusel, hält die App-Idee im digitalen Zeitalter für eine gute Möglichkeit, die Forst-Rettungskette zu ergänzen. Bereits seit mehr als zehn Jahren sind in den rheinland-pfälzischen Wäldern Rettungspunkte als Anfahrtsstellen für Rettungsfahrzeuge definiert. Die Schilder mit einem weißen Kreuz auf grünem Grund tragen die Beschriftung "Anfahrpunkt für Rettungsfahrzeuge" und eine siebenstellige Nummer. Mit dieser Zahlenfolge operiert auch die App. Zwar kommen schwere Unfälle im Wald laut Kreutz zum Glück eher selten vor, doch er findet: "Wenn nur ein Mensch durch die App gerettet wird, hat sich die Einführung schon gelohnt."

    Etwa 13 000 Rettungspunkte sind in Rheinland-Pfalz ausgewiesen. Circa ein Drittel davon waren bisher unbeschildert, andere müssen verlegt oder ganz neu eingerichtet werden. Wie Jürgen Weis von der Abteilung technische Produktion der Forstverwaltung in Neustadt an der Weinstraße erklärt, stand nun ohnehin eine Aktualisierung der Rettungspunkte an. Diese ist derzeit im Gange und dient dann auch als Grundlage für die mobile Anwendungssoftware. Alle Punkte wurden mit den jeweiligen Forstämtern besprochen und gegebenenfalls verändert. Die aktualisierten Daten wurden dann sowohl in die forstlichen Karten als auch in die Messtischblätter des Innenministeriums eingetragen.

    Alle Ortsgemeinden und privaten Waldbesitzer mussten zuvor der Verwendung der Angaben zustimmen. Dies war aus Datenschutzgründen erforderlich, sei jedoch problemlos gewesen, erzählt Jürgen Weis. Viele Schilder zur Markierung der Rettungspunkte werden im Moment noch ausgetauscht, zum Beispiel weil sie beschädigt sind oder neu aufgestellt. Dieser Prozess läuft derzeit in den Wäller Revieren. Selbstverständlich werden die aktuellen Daten zu den Rettungspunkten auch an die Einsatzleitstellen, bei denen die Notrufe eingehen, gemeldet, damit diese auf dem neuesten Stand sind.

    Technisch orientiert sich der Grundgedanke der App an einer eng umrissenen Funktionalität. Für die kostenlose Anwendung "Hilfe im Wald" sind GPS-fähige Geräte erforderlich, sie läuft sowohl auf Android- als auch auf Windows Phone-Betriebssystemen. Aufgrund der lückenhaften Netzabdeckung in Waldgebieten müssen die Rettungspunkt-Koordinaten auf dem Gerät gespeichert werden. Verunglückte und Hilfesuchende können so auch ohne Empfang oder Karte den nächstgelegenen Rettungspunkt leicht erreichen. Wenn bei einem Notfall im Forst die Rettungs-App aktiviert wird, informiert sie den Nutzer über die eigene Position, den nächsten Rettungspunkt, die Richtung dorthin und die Entfernung. Beim Absetzen des Notrufes muss den Rettungskräften die siebenstellige Nummer des Punktes durchgegeben werden.

    Laut Jürgen Weis wissen bisher ohnehin noch viel zu wenige Bürger, dass es überhaupt Rettungspunkte oder eine Forst-Rettungskette gibt. Daher findet er: "Die App-Lösung ist besser, weil sie den Menschen im Notfall einen direkten Überblick bietet." Gedacht ist sie zwar zunächst für alle, die sich professionell im Wald bewegen, wie Forstwirte, Förster, Inspektionsbeamte, Jäger, Selbstwerber oder Transporteure. Darüber hinaus soll sie aber auch allen Bürgern, die sich beispielsweise beim Wandern, Spazieren, Radeln, Joggen oder Reiten im Wald aufhalten, bei Bedarf schnelle Hilfe bieten.

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