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Rekord: 10000 Fans beim Spack-Festival in Wirges

So ein Spack-Festival hat es bei bisher neun Auflagen nicht gegeben: 10 000 Musikfans sorgten für einen neuen Besucherrekord, schon einen Tag vor dem Festival vermeldeten die Macher: „Wir sind ausverkauft!“ Herrliches Sommerwetter, vor allem aber ein geniales Line-Up sorgten für ein volles Haus. Chartstürmer wie Cro oder Kraftklub, dazu Bands wie K.I.Z. oder die US-Rocker von Anti-Flag lockten die Fans in den Festivalpark rund um das Bürgerhaus.

Kraftclub in Aktion. 10000 Besucher kamen zum Spack-Festival. Weitere Fotos auf www.rhein-zeitung.de/regionales
Kraftclub in Aktion. 10000 Besucher kamen zum Spack-Festival. Weitere Fotos auf www.rhein-zeitung.de/regionales
Foto: Tom Neumann

Wirges – So ein Spack-Festival hat es bei bisher neun Auflagen nicht gegeben: 10 000 Musikfans sorgten für einen neuen Besucherrekord, schon einen Tag vor dem Festival vermeldeten die Macher: „Wir sind ausverkauft!“ Herrliches Sommerwetter, vor allem aber ein geniales Line-Up sorgten für ein volles Haus. Chartstürmer wie Cro oder Kraftklub, dazu Bands wie K.I.Z. oder die US-Rocker von Anti-Flag lockten die Fans in den Festivalpark rund um das Bürgerhaus.

Dem ersten Festivaltag am Freitag drückte zunächst der deutsche Rapper Cro, zuletzt mit 31 Tracks gleichzeitig in den Charts platziert, seinen Stempel auf. Wenn Cro singt, dann ist er stark. Wenn nicht, dann nicht. Die obligatorischen Pressefotos während der ersten drei Lieder aus dem Fotograben vor der Bühne verbot das Management kurzerhand.
Eine Stunde soll der Auftritt von Cro dauern, schon nach einer halben verlässt er erstmals die Bühne. Kurze Verschnaufpause Backstage, dann unter dem Jubel der Fans zurück auf die Bühne. Nur zwei Lieder später lässt Herr Cro wissen: „Ich fühle mich hier wohl und gehe nie wieder weg.“ Wohlgemerkt, da hatte er schon das erste Mal die Bühne verlassen. Hinter der Bühne wird Cro vom eigenen Bodyguard begleitet. Der zwei Meter große Muskelberg achtet darauf, dass niemand Cro ohne seine Pandamaske fotografiert – und das niemand seinem Pandabärchen zu nahe kommt. Interviews? Keine Chance. Die Pressearbeit 2012 findet im Web 2.0 statt. Facebook und Youtube – das zählt. Alles andere ist doch unwichtig.

Seine musikalische Kreativität hingegen ist unbestritten. Cro's Texte klingen wie das Tagebuch seiner Fans, sein Beat trifft den Nerv einer ganzen Generation. Die Fans genießen die 60 Minuten mit ihrem Lieblingspanda – und sorgen spätestens beim Song „Easy“ mit ihrem Gesang für Gänsehautmomente. Cro ist eine Bereicherung für die Musikszene, ein echtes Phänomen. Ob er es auch bleibt, muss sich erst noch zeigen. Ein Star ist er schon, jetzt muss er reifen – was oftmals schwerer ist, als es bis ganz nach oben zu schaffen.

Headliner des ersten Abends war übrigens nicht der polarisierende Chartstürmer aus Schwaben, sondern die Politpunkband Anti-Flag aus Pittsburgh. Auch sie ließen musikalisch nichts anbrennen, rockten kräftig das Festivalgelände. Sie verpassten es auch nicht, klare Botschaften auszusenden. Anti-Flag kritisierten die Verurteilung der Band „Pussy Riot“ in Russland und forderten die Fans zudem auf, bei der Demo gegen den Naziaufmarsch am Samstag in Koblenz klar Flagge zu bekennen.

Wer nun gedacht hatte, das Spack-Festival hätte schon am ersten Abend sein Pulver verschossen, der wurde am Samstagabend eines besseren belehrt. So hatten die Spacken bisher noch nicht gerockt. Alleine der Auftritt von Kraftklub aus Chemnitz ist mit Worten kaum zu beschreiben. Band und Fans gingen bei tropischen Temperaturen über die Grenzen der Physik hinaus. Das waren keine Festivalbesucher mehr vor der Bühne, das war eine brodelnde, hüpfende und singende Masse, die obendrein eine Hitze ausstrahlte, dass es einem Angst und Bange werden musste in Sachen Klimawandel. Doch niemand vor oder auf der Bühne wird es bereut haben, Teil dieser Masse gewesen zu sein. „Das war krass, unser bestes Festival an diesem Wochenende. Und wir haben einige gespielt“, sagte Sänger Felix völlig fertig nach dem Konzert.

Und als wäre das noch nicht genug, krönten K.I.Z., eine der angesagtesten Hip-Hop-Formationen der Republik, das Festival mit einem genialen Auftritt. Die Texte der Berliner sind sexistisch und provokant – K.I.Z. ecken gerne bei all jenen an, die den Zynismus hinter ihren Worthülsen nicht erkennen wollen. „Das Festival war der Wahnsinn“, bilanzierte Dominik Weyand vom Veranstalter „Spack!Medien“. „Soetwas haben wir hier alle noch nicht erlebt. Wir sind völlig fertig. Unglaublich, wie die Fans in diesem Jahr hier gefeiert haben. Mir fehlen die Worte.“

Montabaur Hachenburg
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