40.000
Aus unserem Archiv
Westerburg/Salz

Prozessauftakt in Westerburg: Angeklagter bestreitet Waldfrevel in Salz

Kurzer Prozessauftakt in Westerburg: Ein heute 54-Jähriger ist angeklagt, von Mai bis Ende Oktober 2016 mehrfach Bäume in einem Privatwald in der Gemarkung Salz beschädigt zu haben. Nach der Aufnahme der Personalien, der Verlesung der Anklage und einem kurzen Wortwechsel zwischen Richter Hans Helmut Strüder und dem Verteidiger war an diesem Tag für den Angeklagten und die zahlreichen Zuhörer schon alles vorbei.

Der Angeklagte soll insgesamt zwischen 350 bis 400 Fichten so schwer beschädigt haben, dass diese absterben. Die Eigentümer des betroffenen Waldstückes hatten Ende Oktober vergangenen Jahres schockiert feststellen müssen, dass auf etwa einem Drittel der Fläche ihres Waldstückes sämtliche Fichten systematisch beschädigt worden waren. Etwa fünf bis zehn Zentimeter über dem Boden beginnend bis in eine Höhe von rund 60 Zentimetern, wurde die Rinde jeweils größtenteils abgeschält. Der Schaden beläuft sich auf rund 16.000 Euro. „Dass das geschehen ist, steht fest. Die Frage ist: Wer war es?“, wandte sich Richter Hans Helmut Strüder an den Angeklagten. Der Landwirt ließ durch seinen Verteidiger kurz und knapp erklären: „Er hat damit nichts zu tun.“

Der Angeklagte hatte vor dem Tatzeitraum selbst Interesse angemeldet, ein Stück Wald als Unterstand für seine Rinder zu erwerben. Dieses wurde jedoch von den Eigentümern abgelehnt. Er soll nach dieser Kaufabsage leicht brennbare Strohballen an den Waldrand gelegt haben. Das könnte eine unverhohlene Drohung gewesen sein, stellte Strüder fest. „Darf ich das so verstehen, dass dies eine These des Gerichts ist?“, fragte der Verteidiger nach und erklärte, nicht bereit zu sein, über Hypothesen zu verhandeln.

Zu der Auftaktverhandlung waren noch keine Zeugen geladen. Die ausführliche Beweisaufnahme folgt bei einem nächsten Termin, dessen Datum noch nicht feststeht.

Auch für die Fortführung eines zweiten Verfahrens ist der nächste Termin noch offen: Dabei ist der Mann angeklagt, am 28. März 2017 bei Girkenroth mit dem Traktor Bäume und Büsche umgedrückt zu haben, weil sie offensichtlich mit ihren Ästen und ihrem Blattwerk auf sein Weideland ragten. Betroffen waren 55 Meter Haselbusch, 15 Meter Schwarzdorn und fünf Weiden. Ein Gutachter bezifferte den Schaden auf rund 4800 Euro.

Von unserer Reporterin Angela Baumeier

Montabaur Hachenburg
Meistgelesene Artikel
Anzeige
Anzeige
x
x
Top Angebote auf einen Klick
Anzeige
Anzeige
Online regional
Markus Eschenauer Markus Eschenauer (me)
Online regional
Tel. 02602/160474
E-Mail
epaper-startseite
Regionalwetter Westerwald
Freitag

8°C - 16°C
Samstag

10°C - 17°C
Sonntag

11°C - 17°C
Montag

10°C - 20°C
News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
Bildergalerien: Fotos unserer Leser
&bdquo;Pfui Spinne&ldquo; mag der ein oder andere beim Anblick dieses Fotos von Volker Horz denken. Und doch hat die Detailaufnahme dieses Festmahls ihren ganz eigenen Reiz. Jedenfalls ist dem Achtbeiner hier ein dicker Fang ins Netz gegangen.&nbsp;Wenn auch Sie ein sch&ouml;nes Bild f&uuml;r unsere Leserfoto-Rubrik haben, dann schicken Sie es an die Adresse <a href="mailto:montabaur@rhein-zeitung.net">montabaur@rhein-zeitung.net</a>. Beachten Sie dabei bitte die erforderliche Mindestaufl&ouml;sung von 2500 mal 1500 Pixel.

Mit der Kamera im Westerwald unterwegs: Hier zeigen wir die schönsten Fotos unserer Leser. Zusenden per E-Mail.