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Montabaur

Porky, Susi oder Klara: Wäller Wutzen wollen WM-Glücksschwein werden

Thorsten Ferdinand

Wer Fußball-Weltmeister werden will, muss ohne Zweifel am Ball etwas können. Damit Deutschland den Titel erfolgreich verteidigen kann, wird aber auch eine Portion Glück benötigt. Im Montabaurer Tierheim bewerben sich deshalb in den kommenden Tagen gleich drei Wäller Wutzen um den Titel „Glücksschwein 2018“: Porky, Susi und Klara werden vor jedem Gruppenspiel der deutschen Mannschaft das Ergebnis tippen – und zwar per Abstimmung am Fressnapf, wie es sich für Hängebauchschweine gehört.

Wer wird das Wäller Glücksschwein bei der Fußball-WM? Diese drei Hängebauchschweine im Montabaurer Tierheim bewerben sich um den Titel.
Wer wird das Wäller Glücksschwein bei der Fußball-WM? Diese drei Hängebauchschweine im Montabaurer Tierheim bewerben sich um den Titel.
Foto: Thorsten Ferdinand

Das Vorbild der drei Schweine ist Kraken-Orakel Paul: Der berühmte Riesentintenfisch hatte bei der WM 2010 für Schlagzeilen gesorgt, weil er jedes Spiel mit deutscher Beteiligung korrekt vorhergesagt hatte. Das Sea Life Center in Oberhausen hatte Paul seinerzeit vor jedem Match zwei Futterbehälter vorgesetzt, von denen jeweils einer in den Farben der deutschen Nationalflagge dekoriert war. Der andere war in den Farben der gegnerischen Mannschaft geschmückt. Wenn der Krake das Futter aus dem deutschen Behälter fraß, hieß das: Sieg für die DFB-Elf! Fraß Paul aus dem anderen Behälter, bedeutete das eine Niederlage für das deutsche Team, was 2010 genau zweimal passierte: im Gruppenspiel gegen Serbien und im Halbfinale gegen den späteren Weltmeister Spanien.

Nun sollen die drei Hängebauchschweine beweisen, dass sie das richtige Näschen haben. Am Appetit wird es nicht scheitern, ist Tierheimleiter Harald Lind schon vorab überzeugt, denn Hunger haben die Hängebauchschweine eigentlich immer, und sie fressen alles. Es kommt also vor allem auf den richtigen Instinkt an.

Die längste Fresserfahrung der drei Glücksschwein-Bewerber hat dabei der Eber Porky, der schon mindestens elf Jahre alt ist und im Tierheim sein Gnadenbrot bekommt. Aufgewachsen ist er als Hausschwein in einer Westerwälder Wohnung, bis er dort nicht mehr gehalten werden konnte. Die Säue Klara und Susi sind erst vier oder fünf Jahre alt. Sie lebten zuvor auf einem Bauernhof in der Region, bis der Landwirt ins Ausland umzog und die beiden Hängebauchschweine in die Obhut des Tierheims übergab.

Die jetzt beginnende Gruppenphase der WM mit den deutschen Spielen gegen Mexiko, Schweden und Südkorea soll als Glücksschwein-Test dienen: Das Schwein mit den meisten richtigen Vorhersagen darf in der K.o.-Phase weitertippen, sofern Deutschland das Achtelfinale der WM erreicht. Sollte die DFB-Elf dann schon ausgeschieden sein, dann haben die Schweine offensichtlich kein Glück gebracht.

Von unserem Redakteur Thorsten Ferdinand

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