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    Ransbach-Baumbach

    Nur Vorträge und Diskussionen: Wäller AfD macht recht verhalten Wahlkampf

    Ein Kreisparteitag im üblichen Sinne war es tatsächlich nicht, was der Kreisverband Westerwald der Alternative für Deutschland (AfD) da am Freitagabend in der Stadthalle Ransbach-Baumbach abhielt.

    Der Pleurtuitsaal in der Ransbach-Baumbacher Stadthalle war am Freitagabend ganz gut gefüllt, als unter anderem Armin Paul Hampel (am Pult) und Joachim Paul (vorne rechts) bei der zentralen Wahlkampfveranstaltung des AfD-Kreisverbandes Westerwald sprachen. Foto: Markus Müller
    Der Pleurtuitsaal in der Ransbach-Baumbacher Stadthalle war am Freitagabend ganz gut gefüllt, als unter anderem Armin Paul Hampel (am Pult) und Joachim Paul (vorne rechts) bei der zentralen Wahlkampfveranstaltung des AfD-Kreisverbandes Westerwald sprachen.
    Foto: Markus Müller

    Von unserem Redaktionsleiter Markus Müller

    Es waren - wie von der Partei angekündigt - "nur" Vorträge und Diskussionen, die sich zwar über drei Stunden erstreckten und zu denen knapp 70 Teilnehmer gekommen waren, die aber einen recht verhaltenen Wahlkampf bedeuteten.

    Bei der zentralen Wahlkampfveranstaltung der AfD im Westerwald zur Landtagswahl sprachen der stellvertretende Kreisvorsitzende Gilbert Kalb, der zweite Mann auf der Landesliste und Direktkandidat im Wahlkreis 9 Koblenz, Joachim Paul, sowie der niedersächsische AfD-Landesvorsitzende Armin Paul Hampel, der dem Bundesvorstand der Partei angehört. Das Rednerpult zierte eine schwarz-rot-goldene Fahne.

    Der Ransbach-Baumbacher AfD-ler Gilbert Kalb gab zum Einstieg einen kleinen Überblick, wie er im Laufe der vergangenen Jahre ins politische Geschäft gekommen ist, nachdem er 50 Jahre überhaupt keiner Partei angehört habe. Parteipolitische Vetternwirtschaft bei seinem Arbeitgeber war für ihn der Auslöser, zuerst in die CDU einzutreten. "Dort haben sich die meisten Leute aber nur für sich selbst interessiert", zeigte er sich schnell enttäuscht und habe dann wegen Alternativlosigkeit die AfD für sich entdeckt, nachdem ihn kurzzeitig auch das Konzept der Piraten interessiert habe. Kalb verwahrte sich dagegen, dass die AfD rechts und einseitig sei. Man sei vielmehr breit gefächert aufgestellt und bearbeite viele Themen.

    Einen groben Einblick in diese Themen gab dann Joachim Paul und erklärte einige Ziele genauer, wie zum Beispiel die direkte Demokratie nach Schweizer Vorbild. Ausführlicher erläuterte der Gymnasiallehrer die Bildungspolitik der AfD, die das duale System der Berufsausbildung stärken und den "Überbau der Orientierungslosen an den Unis" beseitigen soll. In Sachen Flüchtlingspolitik sei für die AfD klar: entweder offene Grenzen oder Sozialstaat. Beides zugleich gehe nicht, so Paul.

    Mit dem Demokratieelement direkt vor der Saaltür hatte kurze Zeit später Armin Paul Hampel, der zum Thema "Wofür steht die AfD?" sprach, seine Probleme: Die Demonstranten draußen seien der dunkle Teil Deutschlands, im Saal drinnen sei der helle. Zu diesem "hellen Teil" gehörten auffallend viele aktive oder ehemalige Lehrer, die sich wie viele weitere Versammlungsteilnehmer mit den unterschiedlichsten Themen an der anschließenden Diskussion beteiligten. Da wurde der Ton auch schon mal schärfer, wenn es hieß: "Wir wollen die Integration nicht schaffen, da sie ohnehin unmöglich ist." Einig scheinen sich die AfDler darin zu sein, dass ihre Partei die natürliche Nachfolgepartei der CDU ist. Diese werde in wenigen Jahren schon nicht mehr existieren.

    Die Veranstaltung verlief in recht ruhiger Atmosphäre. Die vielen Polizeibeamten in Uniform, die vor der Halle, im Vorraum und zeitweise im Pleurtuitsaal präsent waren, mussten nirgendwo eingreifen. Auch die Demonstranten vor der Stadthalle zeigten zwar deutlich gegenüber den ankommenden Versammlungsteilnehmern ihren Protest, verhielten sich aber sonst ordnungsgemäß.

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