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Nach Unfalltod: Paar hat Recht auf gemeinsame Grabeinfassung

Die gemeinsame Einfassung von zwei nebeneinander liegenden Einzelgräbern kann ausnahmsweise auch dann zulässig sein, wenn die Friedhofssatzung Doppelgräber ausschließt. Es geht darum, wie eng vereint ein Ehepaar nach dem gemeinsamen Unfalltod sein darf.

Die gemeinsame Einfassung von zwei nebeneinander liegenden Einzelgräbern kann ausnahmsweise auch dann zulässig sein, wenn die Friedhofssatzung Doppelgräber ausschließt. Es geht darum, wie eng vereint ein Ehepaar nach dem gemeinsamen Unfalltod sein darf.

Mörlen. Geklagt hatten zwei Westerwälder, deren Eltern im Januar 2007 bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen waren und in zwei nebeneinander gelegenen Einzelgräbern bestattet wurden. Die Kläger beantragten, die beiden Gräber durch eine gemeinsame Grabeinfassung verbinden zu dürfen. Dies lehnte die Ortsgemeinde Mörlen ab, weil ihre Friedhofssatzung Doppelgräber ausschließe und Ausnahmen hiervon vermieden werden sollten. Der daraufhin erhobenen Klage gab das Verwaltungsgericht statt. Den Klägern sei die gemeinsame Grabeinfassung zu erlauben. Dabei könne offen bleiben, ob der Ausschluss von Doppelgräbern in der Friedhofssatzung wirksam sei. Denn allein durch die gemeinsame Grabeinfassung würden die beiden Einzelgräber rechtlich nicht zu einem Doppelgrab. Vielmehr entstehe lediglich der äußere Eindruck eines Doppelgrabes, welcher der Würde des Friedhofs nicht widerspreche.

Den gegen diese Entscheidung gerichteten Antrag der Ortsgemeinde auf Zulassung der Berufung hat das Oberverwaltungsgericht Koblenz nunmehr zurückgewiesen, weil die vorgebrachten Bedenken unbegründet seien (Aktenzeichen: 7 A 10471/10.OVG). Insbesondere gehe von der Zulassung der gemeinsamen Grabeinfassung keine negative Vorbildwirkung für andere Fälle aus. Der Fall der Kläger, in dem zwei Lebenspartner gleichzeitig verstorben und in benachbarten Einzelgräbern bestattet worden seien, weise einmalige Züge auf. Es sei daher auch nicht zu befürchten, dass die in der Friedhofssatzung niedergelegte Grundsatzentscheidung gegen Doppelgräber durch das Auftreten ähnlich gelagerter Fälle in Zukunft unterlaufen werde.

Montabaur Hachenburg
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