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    Koblenz/Wirges

    Nach Überfall in Wirges: Bankräuber vor Gericht

    Vor der zehnten Strafkammer des Koblenzer Landgerichts müssen sich seit dieser Woche zwei Männer aus dem Westerwaldkreis im Alter von 29 und 32 Jahren verantworten, denen zur Last gelegt wird, im Sommer vergangenen Jahres eine Filiale der Kreissparkasse in Wirges überfallen und einen vierstelligen Euro-Betrag erbeutet zu haben.

    Foto: Sascha Ditscher

    Von unserer Redakteurin Stephanie Kühr

    Der erste Prozesstag gestaltete sich dabei wider Erwarten recht kurz: Zwar hatte der Verteidiger des 32-jährigen Hauptangeklagten dem Vorsitzenden Richter Ulrich Buddendiek gegenüber angekündigt, sein Mandant werde sich zur Tat äußern, doch letzten Endes verweigerte der wegen schweren Raubes Angeklagte - ebenso wie sein mutmaßlicher Komplize - zur Überraschung des Gerichts die Aussage.

    Über seinen Anwalt ließ der 32-jährige Maxim M. lediglich verlauten, dass er den Überfall auf die Bankfiliale begangen habe und damit die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft einräume. Zuvor ließ die Anklageschrift von Staatsanwalt Benjamin Köhler den Überfall auf die KSK-Filiale am 5. August vergangenen Jahres Revue passieren. Dabei sollen Maxim M. und der Mitangeklagte Andreas N. (29) gemeinsam den Plan geschmiedet haben, die KSK in der Wirgeser Bahnhofstraße zu überfallen.

    An jenem Montag im August fährt Andreas N. - im Übrigen ohne gültige Fahrerlaubnis - gegen 11.30 Uhr mit dem späteren Fluchtfahrzeug in einer Seitenstraße neben der Filiale vor. Maxim M. steigt aus dem Wagen, zieht sich einen schwarzen Strumpf über den Kopf und betritt gegen 11.35 Uhr die Bank. Unter Vorhalten einer Waffe bedroht er Angestellte und Kunden im Schalterraum und ruft laut: "Überfall, Geld, ganz schnell." Zur Warnung und, um seiner Forderung Nachdruck zu verleihen, gibt er einen Schreckschuss in Richtung Decke ab. Immer wieder ruft er "Schnell, schnell."

    Als die KSK-Mitarbeiterin in ihrer Panik zunächst versehentlich den falschen Pincode in den Münzgeldtresor eingibt, schießt der Mann ein zweites Mal in Richtung Decke. Schließlich übergibt die Angestellte dem Bankräuber Münzen und Geldscheine in Höhe von 9945 Euro. Maxim M. verlässt fluchtartig die Bank und steigt zu seinem Kompagnon ins Auto, das in einer Nebenstraße wartet und mit hohem Tempo davonrast. Aufgrund von Zeugenaussagen kann die Polizei die beiden Täter schon kurz nach dem Überfall festnehmen. Bei der Durchsuchung von Fahrzeug und Wohnungen stellen die Beamten umfangsreiche Beweismittel sicher. So finden die Ermittler in der Wohnung von Andreas N. Munition, obschon dieser keinen Waffenschein besitzt.

    Während die Anwältin des mutmaßlichen Komplizen Andreas N. vor Gericht betonte, ihr Mandant werde sich weder zur Person noch zur Sache äußern, erklärte der Verteidiger von Maxim M., sein Mandant werde zwar zur Tat Aussagen machen, aber nur für seine Person. Auf den mit angeklagten Andreas N. wolle er nicht eingehen. Eine Dolmetscherin übersetzte für den gebürtigen Kasachen die Fragen des Richters. So wollte Buddendiek von Maxim M. wissen, ob es sich um eine spontane oder um eine geplante Tat gehandelt habe. "Wo ist die Beute geblieben? Um welche Pistole hat es sich bei dem Überfall gehandelt, und was ist mit der Kleidung passiert, die sie trugen?", fragte der Richter weiter. Nach einer kurzen Unterredung mit seinem Anwalt verweigerte der Angeklagte die Aussage.

    Der Prozess wird nun am 15. Mai mit der Vernehmung der Zeugen, darunter Bankkunden, KSK-Mitarbeiter und ermittelnde Beamte, fortgesetzt. Zudem sollen Sachverständige zwei psychiatrische Gutachten vorlegen. "Hier stellt sich die Frage, ob Sicherungsverwahrung in Betracht kommt", sagte Buddendiek, indes ohne auf Details einzugehen.

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