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Montabaur

Montabaur erhält einen Herzkatheter

Das Brüderkrankenhaus in Montabaur wird als drittes Klinikum im Westerwald einen Herzkatheter zur Untersuchung von Patienten mit Infarktverdacht erhalten.

Baustelle in der Nachbarschaft des Montabaurer Brüderkrankenhauses: Auf dem Gelände des Klinikums werden derzeit 50 zusätzliche Parkplätze angelegt. Ob demnächst auch ein Ärztehaus für niedergelassene Mediziner gebaut werden kann, ist noch nicht endgültig entschieden.
Baustelle in der Nachbarschaft des Montabaurer Brüderkrankenhauses: Auf dem Gelände des Klinikums werden derzeit 50 zusätzliche Parkplätze angelegt. Ob demnächst auch ein Ärztehaus für niedergelassene Mediziner gebaut werden kann, ist noch nicht endgültig entschieden.
Foto: Thorsten Ferdinand

Von unserem Redakteur Thorsten Ferdinand

Erst vor wenigen Wochen haben Chefärzte der Inneren Medizin des Koblenzer Marienhofs damit begonnen, die Abteilung für Kardiologie am Standort Montabaur neu aufzubauen (die WZ berichtete) – das Brüderkrankenhaus gehört seit vier Jahren zum Verbundkrankenhaus Katholisches Klinikum Koblenz-Montabaur. Nun wurde der Bauantrag für einen sogenannten Kathetermessplatz am Standort Montabaur gestellt. Mit einem derartigen Gerät lässt sich bei Patienten mit diffusen Beschwerden eindeutig feststellen, ob ein Herzinfarkt vorliegt oder nicht. Bislang gibt es derartige Messplätze nur an den Kliniken in Dernbach und Hachenburg.

Die Kaufmännischen Leiter des Klinikums, Oliver Zimmer und Jerome Korn-Fourcade, rechnen damit, dass der Herzkatheter in wenigen Monaten in Betrieb genommen werden kann. Er wird aus Eigenmitteln des Krankenhauses finanziert. Gleichzeitig soll die Notaufnahme des Klinikums modernisiert und erweitert werden, um unter anderem zusätzliche Räume für Untersuchungen zu schaffen und den Wartebereich zu vergrößern. Angepeilt ist eine Umsetzung im ersten Halbjahr 2016.

Die Maßnahmen sind Teil einer strategischen Neuausrichtung des Montabaurer Krankenhauses, wie der Kaufmännische Direktor, Oliver Zimmer, betont. „Mit dieser Investition in den Standort kommen wir jetzt verstärkt auch im Westerwald unserem Auftrag als der stationäre Schwerpunktversorger im nördlichen Rheinland-Pfalz nach“, erklärt er. Die Experten für Herzerkrankungen gibt es im Verbundkrankenhaus bereits. Der Marienhof verfügt schon seit Jahren über eine anerkannte Abteilung für Kardiologie.

Gleichzeitig wird das Krankenhaus in Montabaur allerdings die Hauptfachabteilung für Urologie verkleinern. Prof. Dr. Ziya Akcetin verlässt das Verbundklinikum. Der teure Da-Vinci-Roboter für komplexe urologische Eingriffe wurde abgeschafft. Zuletzt wurden weniger als fünf Prozent der Patienten mit dem Roboter behandelt. Der Bedarf war in Montabaur also nicht groß genug, heißt es.

Künftig möchte das Brüderkrankenhaus auch im Bereich der Urologie vor allem die medizinische Grund- und Regelversorgung abdecken, erklärt Zimmer. Chefarzt Dr. Constantin Charvalakis konzentriert sich dabei auf die große Tumorchirurgie, endoskopische Operationen, Operationen der Prostata, Harnblasenersatz sowie die Diagnostik und Therapie von Inkontinenz. „Besondere Schwerpunkte sind zudem die Behandlung des alten Patienten, die künftig eng verzahnt mit den geriatrischen Angeboten der Klinik erfolgen wird“ ergänzt Zimmer.

Auf dem Gelände des Krankenhauses haben nicht zuletzt Bauarbeiten zur Schaffung von 50 zusätzlichen Parkplätzen begonnen. Geprüft wird außerdem, ob sich ein Ärztehaus für niedergelassene Mediziner in Nachbarschaft des Krankenhauses realisieren lässt. Dort könnten mehrere Fachärzte angesiedelt werden, die das Angebot des Krankenhauses ergänzen. „Es geht hierbei aber nicht um Hausärzte“, erklärt Zimmer. Hausarztpraxen gehören nach Auffassung des Kaufmännischen Direktors unmittelbar in die Wohnorte der Menschen. Ob das Ärztehaus realisiert wird, ist derzeit allerdings noch nicht endgültig geklärt.

Problematisch bleibt indes auch in naher Zukunft die Nachsorge bei Patienten mit einem Herzschrittmacher. Die Geräte können in Montabaur zwar implantiert werden. Kontrolluntersuchen müssen aber außerhalb des Kreises – zum Beispiel in Koblenz – durchgeführt werden, weil derzeit kein Arzt an den Westerwälder Klinken eine entsprechende Zulassung hat. Auch an diesem Problem werde aber gearbeitet, versichert Zimmer.

Montabaur Hachenburg
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