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Montabaur

Metalcore-Konzert Mair 1 lockt mehr als 10 000 Musikfans auf den Flugplatz bei Montabaur

Sonne, Regen – und jede Menge Spaß: Auch die sechste Auflage des Metalcore-Festivals, erstmals unter dem neuen Namen Mair 1, lockte mehr als 10 000 Musikfans auf den Flugplatz nach Montabaur. Dass es dort seit Samstagabend keine Landebahn mehr gibt, sondern nur noch eine große Schlammwüste, lag am verregneten zweiten Festivaltag. Doch auch der konnte den Musikfans nur bedingt die Laune verderben.

Montabaur – Sonne, Regen – und jede Menge Spaß: Auch die sechste Auflage des Metalcore-Festivals, erstmals unter dem neuen Namen Mair 1, lockte mehr als 10 000 Musikfans auf den Flugplatz nach Montabaur. Dass es dort seit Samstagabend keine Landebahn mehr gibt, sondern nur noch eine große Schlammwüste, lag am verregneten zweiten Festivaltag. Doch auch der konnte den Musikfans nur bedingt die Laune verderben.


„Jetzt ist eh alles zu spät.“ Sprach's – und warf sich mit Anlauf in den Matsch. Für Björn aus dem Oberwesterwald gab es kein Halten mehr. Durchnässt von stundenlangen Regenfällen gab er sich und seiner Kleidung nun den Rest. Wie so viele andere Festivalbesucher suhlte er sich im Schlamm der völlig aufgeweichten Landebahn, an deren Ende auf den beiden Bühnen weiter kräftig gerockt wurde. Musikfans an sich stören sich eigentlich nicht an schlechtem Wetter. Metalcorefans schon gar nicht – hatte es den Anschein.
Dabei hatte das Festival so sonnig begonnen: Am ersten Festivalabend, dem Freitag, waren so viele Fans wie noch nie auf den Flugplatz nach Montabaur gekommen, um mit den Stars der Szene zu feiern. Die größten Abräumer des ersten Abends waren neben Puddle of Mudd, hierzulande unter anderem durch den Hit „She hates me“ bekannt geworden, und der US-Kultband Pennywise besonders der Headliner aus Australien: Parkway Drive. Ganze zwei Festivals spielen die Aussies in diesem Jahr in Deutschland, eines davon war Mair 1.
„Sorry, but I need to get the jetlag out of my legs.” Ben Gordon, Schlagzeuger von Parkway Drive, versuchte noch unmittelbar vor dem Auftritt mit ein paar Lockerungsübungen den Jetlag aus den Knochen zu bekommen. 26 Stunden hatte die Band zuvor im Flieger gesessen auf dem langen Weg von Australien nach Montabaur. Jetzt stand er da, in Badelatschen, und wartete darauf aus dem dunklen der Nacht ins Scheinwerferlicht zu treten.
26 Stunden im Flieger – und doch eine perfekte Show auf der Bühne: Parkway Drive rundeten einen genialen ersten Festivaltag mit einem atemberaubenden Konzert ab. „Danke, dass ihr uns über den Jetlag helft. Der Empfang ist sensationell“, sagte Sänger Winston McCall.
Und die Macher des Festivals hatten keine Kosten und Mühen gescheut, es den Jungs aus „Down under“ so angenehm wie möglich zu machen. Zahlreiche Palmen und Pflanzen sorgten für ein herrlich kontrastreiches und dennoch stimmiges Bühnenbild. „Welcome to the jungle“, sagte McCall. Die Band hatte in Absprache mit den Organisatoren von „Spack!Medien“ um ein wenig Unterstützung beim Bühnenbild gebeten. So viel Grün zog aber selbst den Australiern die Schuhe aus – im wahrsten Sinne des Wortes: Ben Gordon verlies die Bühne am Ende ohne seine Badelatschen. Vielleicht hatte er sie einfach nur vergessen. Vielleicht hatten sie aber auch einfach nur ausgedient. Keinesfalls ausgedient hatte Mair 1an Tag zwei, auch wenn das Wetter nicht nur fies, sondern eigentlich unerträglich war. Strömender Regen über weite Strecken des Tages hatte dem Gelände schwer zugesetzt, nicht aber der feiernden Meute. Wer noch da war, der hatte auch noch eine Menge Spaß. Etwa zur Musik solch namhafter Bands wie August burns red, Less than Jake oder dem Headliner Hatebreed. „The show must go on“ („Die Show muss weitergehen“)– warum auch nicht? Denn in Woodstock haben sie damals nicht anders gefeiert. tn

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