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    Ransbach-BaumbachMehr Gleichberechtigung: Claudia Altwasser setzt sich für Frauen ein

    Es hat sich viel getan seit der Geburtsstunde des Frauenwahlrechts im November 1918 – und doch ist Gleichberechtigung von Mann und Frau bis heute noch ein Thema, auch in Rheinland-Pfalz.

    Claudia Altwasser aus Ransbach-Baumbach ist seit sechs Jahren Mitglied im Landesfrauenbeirat Rheinland-Pfalz. Das Gremium aus Expertinnen setzt sich für die Gleichberechtigung von Mann und Frau sein und steht der Landesregierung in beratender Funktion zur Seite.  Foto: Verena Hallermann
    Claudia Altwasser aus Ransbach-Baumbach ist seit sechs Jahren Mitglied im Landesfrauenbeirat Rheinland-Pfalz. Das Gremium aus Expertinnen setzt sich für die Gleichberechtigung von Mann und Frau sein und steht der Landesregierung in beratender Funktion zur Seite.
    Foto: Verena Hallermann

    Deswegen hat sich knapp 60 Jahre später der Landesfrauenbeirat gegründet. Claudia Altwasser aus Ransbach-Baumbach ist eines der Mitglieder. Sie setzt sich zusammen mit weiteren Expertinnen aus Parteien, Kirchen, Organisationen und Verbänden ehrenamtlich für die Rechte der Frauen ein.

    „Es geht darum, die Stellung der Frau zu verbessern“, erklärt Altwasser. „Aber auch die Gleichstellung des Mannes und heterogener Gruppen ist ein Thema, das uns beschäftigt.“ Der Landesfrauenbeirat ist direkt dem Frauenministerium unterstellt. Er berät die Landesregierung, tritt mit eigenen Vorschlägen an sie heran und nimmt Stellung zu Gesetzesentwürfen. Er klärt die Menschen bei Fachtagungen über seine Ziele auf und steht in regelmäßigen Kontakt zu Abgeordneten und Fraktionen im Landtag. Ein strammes Programm für die insgesamt 21 ehrenamtlichen Mitglieder. „Es kostet viel Zeit und Energie“, bestätigt die 56-Jährige. „Aber es gibt mir unheimlich viel, zu sehen, was man erreichen kann.“

    Doch was kann der Landesfrauenbeirat tatsächlich bewirken? Eine Menge, erzählt Altwasser. Ein großes Thema ist unter anderem die sexualisierte Gewalt. Als Vizepräsidentin des Landessportbundes und des Sportbundes Rheinland weiß Altwasser, wie wichtig das Thema von Übergriffen auf Mädchen und Frauen ist – nicht nur im Sport. Auch beispielsweise in der Prostitution, erzählt Altwasser. Aus diesem Grund hat sich der Landesfrauenbeirat mit der Polizei zusammengesetzt und die Möglichkeiten diskutiert. Die Ergebnisse wurden im Anschluss mit dem Ministerium erörtert. „Unsere Ideen werden mitgenommen und berücksichtigt“, erklärt Altwasser. „Es ist ein lebendes Netzwerk, das der Landesfrauenbeirat lebt.“ Ein Netzwerk, dem sich Altwasser vor sechs Jahren nur zu gern angeschlossen hat. Die 56-Jährige hatte sich früh scheiden lassen und war alleinerziehende Mutter von heute zwei erwachsenen Söhnen. Es war nicht leicht für sie, sich als Frau und Mutter beruflich durchzusetzen, erzählt sie. „Diese Erfahrungen haben mich damals angetrieben, mich frauenpolitisch zu engagieren“, sagt sie.

    Altwasser hat Betriebswirtschaftslehre in Koblenz studiert und machte sich im Anschluss mit einem eigenen Bildungsinstitut im Westerwald selbstständig. Lange Zeit war sie SPD-Fraktionssprecherin im Rat der Verbandsgemeinde und der Stadt Ransbach-Baumbach. Heute ist sie im Bereich der Seniorenarbeit und beim Institut für Schulung und Beruf tätig. Nebenher hat sie einige Ehrenämter – nicht nur im Landesfrauenbeirat, sondern auch unter anderem im Deutschen Frauenrat. „Man muss aufpassen, dass man Freiräume offen lässt“, sieht Altwasser ein. „Aber ich habe durch meine Ehrenämter viel gelernt.“

    Die Politik hat Altwasser zufolge schon viel erreicht hinsichtlich der Gleichstellung von Mann und Frau. Dennoch liege noch viel Arbeit vor ihnen. Immerhin verdienten Frauen im Bundesdurchschnitt 21 Prozent weniger als der Mann. Das gelte es, in Zukunft weiter zu bekämpfen.

    Von unserer Reporterin Verena Hallermann

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