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    Bad Marienberg

    Marmer Apothekergarten ist ausgezeichnet: Urkunde übergeben

    Der Apothekergarten nach Pfarrer Kneipp ist ein grünes Kleinod mitten in Bad Marienberg. Im Jahr 2000 haben der städtische Kneipp-Verein und die Stadt den Garten angelegt. Jetzt wurde er als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt gewürdigt. Im Rahmen des 9. Kräuterwind-Gartenmarktes in Bad Marienberg überreichte Stadtbürgermeisterin Sabine Willwacher die Urkunde im Namen der Geschäftsstelle der UN-Dekade.

    Iris Franzen, Birgit Müller, Edeltraud Schwarzer, Karlheinz Engel und Sabine Willwacher (von links) zeigen stolz die Urkunde.
    Iris Franzen, Birgit Müller, Edeltraud Schwarzer, Karlheinz Engel und Sabine Willwacher (von links) zeigen stolz die Urkunde.
    Foto: Röder-Moldenhauer

    Die Ehrung wird an Projekte verliehen, die sich in nachahmenswerter Weise für die Erhaltung der biologischen Vielfalt einsetzen. Die Vereinten Nationen haben die Jahre 2011 bis 2020 zur UN-Dekade für die biologische Vielfalt erklärt. Die Staatengemeinschaft ruft damit die Weltöffentlichkeit auf, sich für die biologische Vielfalt einzusetzen. Ziel der UN-Dekade Biologische Vielfalt 2011–2020 in Deutschland ist es, möglichst viele Menschen für den Schutz und den Erhalt der Biodiversität zu begeistern.

    Kräuterexpertin und Gärtnerin Iris Franzen, die sich seit 2010 um den Apothekergarten kümmert, hat sich mit Fotos und einem ausführlichen Text, der die Anlage und die Aktivitäten und Angebote dort beschreibt, bei der UN-Dekade für den Wettbewerb „Biologische Vielfalt“ beworben, und die Juroren zeigten sich beeindruckt. Der Apothekergarten in Bad Marienberg ist ein Naturkundelexikon zum Anfassen und Riechen, eine Freiluft-Bibliothek für Arzneipflanzen und moderne Arzneimittelforschung. Mehr als 100 verschiedene Heilpflanzen stehen nach den verschiedenen Krankheitsbildern aufgeteilt in symmetrisch angelegten Beeten. Ein rundes Beet mit Duft- und Bäderpflanzen bildet das Zentrum der Anlage und wird von vier dreieckigen Beeten zu den Ecken hin und einem umlaufenden schmalen Randbeet eingerahmt.

    Der Apothekergarten ist umgeben von einer Eibenhecke, eine bis auf das Fruchtfleisch giftige Pflanze, die aber den Wirkstoff Taxol enthält, der in Krebsmedikamenten verwendet wird. Eine Schautafel in jedem Beet informiert mit Abbildungen und einen kurzen Text über die jeweiligen Kräuter und deren Verwendung. Kleine Symbole zeigen genau, welcher Pflanzenteil verwendet wird. Der Garten ist immer frei zugänglich. Wer allerdings tiefer in die Kräuterkunde eintauchen möchte, kann an den regelmäßigen Führungen teilnehmen, die Kräuterexpertin Iris Franzen von Mai bis September anbietet. Gruppen können auch eine individuelle Begehung buchen.

    Bad Marienbergs Bürgermeisterin Sabine Willwacher freute sich, die Urkunde der UN-Dekade überreichen zu können und betonte, wie stolz sie sei, dass sich eine solche Anlage in der Stadt befindet. Auch Edeltraud Schwarzer und Karlheinz Engel vom Kneipp-Verein zeigten sich glücklich über die offizielle Würdigung. Karlheinz Engel war stellvertretend für seine Frau, Dr. Ulrike Engel, vor Ort, die sich als Vorsitzende des Kneipp-Vereins dafür eingesetzt hat, dass der Apothekergarten angelegt wurde. „Es ist toll, dass ein Projekt, in dem so viel von meinem Herzblut drinsteckt, gewürdigt wird“, freute sich auch Iris Franzen. Ihr ist es wichtig, das alte Kräuterwissen lebendig zu halten und an Interessierte weiterzugeben. Sie bedankte sich bei Birgit Müller von der Touristinformation, die gemeinsam mit ihrem Team die Arbeit von Iris Franzen bekannt macht.

    „Der Apothekergarten ist übrigens kein Selbstbedienungsladen“, betonten Iris Franzen und Sabine Willwacher noch. Immer wieder kommt es vor, dass unerlaubterweise ganze Pflanzen aus der Anlage gestohlen werden. Dafür ist der Garten nicht gedacht. Die Besucher der Anlage sollen Kräuter erleben, sie riechen, befühlen und über sie lernen.

    Von unserer Reporterin Larissa Schütz

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