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Montabaur

Letzte Chance: Junger Kiffer bekommt Bewährungsstrafe

Obwohl er im Februar in der Kreisstadt mit Cannabis und Marihuana erwischt wurde und bereits im August vergangenen Jahres wegen unerlaubtem Besitz von Betäubungsmitteln richterlich verwarnt wurde, gewährte das Jugendschöffengericht Montabaur einem 19-Jährigen nochmals eine Chance, sein Versprechen wahr zu machen: Ab sofort ein drogenfreies Leben führen zu wollen.

In seinem Urteil folgte das Gericht dabei dem Antrag der Staatsanwaltschaft, die Entscheidung über die Verhängung einer Jugendstrafe zur Bewährung auszusetzen. Sie begründete: „Wir wollen ihm die Gelegenheit geben zu zeigen, dass er sein Versprechen einlöst.“

Für den Angeklagten sprach, dass er geständig war und bereitwillig Angaben zu seinem Drogenkonsum machte: Noch am Abend vor der Hauptverhandlung hatte er gekifft. Drogen gehörten zum Leben des jungen Mannes schon länger und regelmäßig dazu. Wie er angab, konsumierte er so zwei bis dreimal pro Woche, immer so drei bis vier Joints, aber nicht alleine, sondern in einer Kifferrunde. „Und künftig?“, wollte Richter Dr. Orlik Frank vom Angeklagten wissen. Er habe sich gestern vorgenommen, heute aufzuhören, erklärte der junge Mann.

Damit ihm der Ausstieg aus dem Drogenleben gelingt, hat er nun bestimmte Bewährungsauflagen zu erfüllen: Er muss bis Ende August 50 Sozialstunden leisten, hat sich nachweislich jeglichen Drogenkonsums zu enthalten, er wird der Aufsicht und Leitung eines Bewährungshelfers unterstellt und hat an einem sogenannten Fred Kurs teilzunehmen (Frühintervention bei erstauffälligen Drogenkonsumenten).

Der Richter redete dem Angeklagten, der einen Hauptschulabschluss besitzt, seine Lehre jedoch abbrach, nun aber eine Arbeitsstelle in Aussicht hat, tüchtig ins Gewissen: „Eines muss Ihnen klar sein: Das nächste Mal schlägt es ein!“ Denn würde er erneut beim Kiffen erwischt, würde er „einfahren“. Dazu der Richter weiter: „Und wenn ich Sie so als kleines, fröhliches Kifferlein sehe, dann kann ich Ihnen sagen: Der Aufenthalt in Wittlich würde Ihnen keinen Spaß machen.“

Angela Baumeier

Montabaur Hachenburg
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