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Horressen

Laufen für den guten Zweck: Bald beginnt der Schulbau in Ruanda

Wenn Walter Eberth heute auf seinen Spendenlauf von Bern nach Trier im vergangenen Jahr zurückblickt, erfüllt ihn Freude. Nicht nur, weil der 72-jährige Rentner aus Horressen die rund 600 Kilometer geschafft hat. Vor allem, weil durch seine Aktion 6000 Euro zusammengekommen sind.

Walter Eberth (links) lief 600 Kilometer, um für Schüler in Ruanda ein neues Schulgebäude zu ermöglichen. Unterstützt wird er bei dem Hilfsprojekt unter anderem von Gerhard Krohmann (rechts). Die signierten Bälle und Fußballschuhe sollen gegen eine Spende verkauft werden.  Foto: Verena Hallermann
Walter Eberth (links) lief 600 Kilometer, um für Schüler in Ruanda ein neues Schulgebäude zu ermöglichen. Unterstützt wird er bei dem Hilfsprojekt unter anderem von Gerhard Krohmann (rechts). Die signierten Bälle und Fußballschuhe sollen gegen eine Spende verkauft werden.
Foto: Verena Hallermann

In Zusammenarbeit mit dem Montabaurer Westerwald Reisebüro, den deutschen Derpart-Reisebüros und der Organisation Fly&Help wird mit diesem Geld und weiteren Spenden eine neue Schule in Ruanda gebaut. „Mein Wunsch ist es, dass alle Kinder eine Chance auf Bildung haben“, macht Eberth deutlich, „so wie meine eigenen Kinder und Enkel.“

Drei Wochen lang war der Spendenläufer unterwegs. Seine Route führte über Bern, Basel, Karlsruhe, Landau, Neustadt an der Weinstraße, Kaiserslautern, Marpingen, Wadern, Zerf – und schließlich nach Trier (unsere Zeitung berichtete). Eine beschwerliche Strecke mit Steigungen bis zu mehreren 100 Metern. Er trug ein Trikot mit der Aufschrift „Gib jedem Kind weltweit eine Chance auf Bildung“, sammelte bereits unterwegs die ersten Geldscheine für das Schulprojekt von hilfsbereiten Menschen.

„Die Hilfsbereitschaft der Menschen ist wirklich sehr groß“, bestätigt auch Gerhard Krohmann. Der Inhaber des Montabaurer Westerwald Reisebüros hat bereits etliche Aktionen für das Hilfsprojekt in Ruanda organisiert. Erst kürzlich hatte er zu der neuen Live-Show „Abenteuer Afrika“ von und mit Reiner Meutsch in die Stadthalle eingeladen. In der Spendenbox hatten sich allein an diesem Abend fast 800 Euro angesammelt. „Die Resonanz war enorm“, freut sich Krohmann. „Und die überwiesenen Gelder sind noch nicht mal ausgezählt.“ Seit Beginn der Hilfsaktion haben Firmen, Privatleute und die Karnevalsgesellschaft Heiterkeit Montabaur einen Beitrag geleistet. Weiterhin zählt jeder Euro, machen Krohmann und Eberth deutlich. Denn der Bau einer neuen Schule in Ruanda kostet mehr als 55.000 Euro.

Konkret geht es um die kleine staatliche Grundschule „Ecole Primaire“ in Rukoma. Sie liegt im Sektor Rongi im Distrikt Muhanga. Sie wurde 1989 gegründet, beherbergt heute etwa 300 Schüler und befindet sich in einem schlechten Zustand. Die hygienische Situation ist mangelhaft, einen Zugang zu einer Wasserquelle gibt es nicht, das Lehmziegelgebäude fällt schon fast auseinander. Durch das Hilfsprojekt wird die Schule mit ihren drei Klassenzimmern komplett neu gebaut und ausgestattet. Neue Schulbänke sollen her und auch zwei Zisternen sollen errichtet werden. „In Ruanda ist die Not mit am größten“, betont Krohmann. Weil der Binnenstaat in Ostafrika Partnerland von Rheinland-Pfalz ist, beteiligt sich das Land zu 50 Prozent an den Kosten. Dennoch fehlt bis jetzt ein Teil der Summe. Die Initiatoren hoffen, dass sich noch mehr Menschen bereit erklären, für das Schulprojekt zu spenden. Doch für Krohmann steht schon jetzt fest. Sollte bis zum Baubeginn Anfang 2018 noch Geld fehlen, wird dies das Reisebüro aus eigener Tasche zahlen. Denn das Wichtigste sei, so betont Krohmann, dass den Kindern in Ruanda geholfen wird.

Walter Eberth ist es ein großes Anliegen, sich bei allen Spendern zu bedanken. Auch für die Unterstützung, die er während seines Spendenlaufs erfahren hat. Er würde es jederzeit wieder tun, ist sich der 72-Jährige sicher. Zunächst wolle er jetzt aber erst mal das Projekt in Ruanda abschließen, bevor er etwas Neues beginne. Auch das Engagement der Derpart-Reisebüros wird weiter anhalten. Mehrere Schulen hat der Verbund bereits initiiert auf den Philippinen, in Sri Lanka, Vietnam und Myanmar. Krohmann betont: „Es ist wichtig, dass man etwas für die Menschen vor Ort tut, damit sie nicht gezwungen sind zu flüchten.“

Von unserer Redakteurin Verena Hallermann

Montabaur Hachenburg
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